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Mobilität

Mobilität und Verkehr gehören zu einer modernen Gesellschaft. Die Kehrseiten der Mobilität sind ein hoher Energieverbrauch und damit hohe Emissionen von Kohlendioxid und Stickoxiden, die den Klimawandel antreiben und die Gesundheit schädigen. Das betrifft besonders den Verkehr mit Auto oder Flugzeug. Alternativen gibt es: Bus und Bahn, Carsharing, das (Elektro-)Fahrrad und die eigenen Füße.

Inhaltsverzeichnis

Hoher Motorisierungsgrad

Der Motorisierungsgrad in Deutschland hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Waren es im Jahr 2010 noch 511 Pkw pro 1.000 Einwohner*innen, ist diese Zahl mittlerweile auf 593 im Jahr 2026 angestiegen (siehe Tab. „Entwicklung des Motorisierungsgrades“). Ein hoher Motorisierungsgrad bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass alle Menschen sehr mobil sind und ihre Ziele gut erreichen. Umgekehrt erfordert Mobilität und Erreichbarkeit oftmals keinen hohen Motorisierungsgrad. So ist der Motorisierungsgrad in Städten allgemein niedriger, da dort Ziele auch gut zu Fuß, per Rad und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Die Förderung dieser umweltfreundlichen Fortbewegungsarten kann den weiteren Anstieg der Motorisierung bremsen oder sogar den Motorisierungsgrad wieder senken. Auch das Carsharing – und damit der Wandel vom „Autobesitz“ zur „Autonutzung“ – kann einen Beitrag dazu leisten.

Tabelle: Der Motorisierungsgrad lag im Jahr 2010 bei 511 Pkw pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Im Jahr 2026 liegt er bei 593 Pkw pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Tab: Entwicklung des Motorisierungsgrades
Quelle: Statistisches Bundesamt

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Mehr Haushalte mit Krafträdern und E-Bikes

Anfang 2024 verfügten in Deutschland 77,3 % der privaten Haushalte über mindestens einen Pkw (siehe Tab. „Ausstattung privater Haushalte mit Fahrzeugen“). In jedem vierten Haushalt sind zwei oder mehr Autos vorhanden. Fahrräder gibt es in 78,9 % der Haushalte. Eine deutliche Zunahme konnte in den letzten zwei Jahren bei den Krafträdern und E-Bikes verzeichnet werden. So verfügten im Jahr 2019 10,6 % der Haushalte über ein Kraftrad und 9 % über ein E-Bike. Im Jahr 2022 lag der Anteil bei Krafträdern bei 11,4 % und bei E-Bikes sogar bei 15,5 %.

Tabelle: 2024 waren 77,3 Prozent der Haushalte mit einem bzw. mehreren Pkw ausgestattet und 78,9 Prozent verfügten über ein oder mehrere Fahrräder. Tab: Ausstattung privater Haushalte mit Fahrzeugen
Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur / Statistisches Bundesamt

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E-Bikes – eine Alternative zum Auto?

2025 wurden 3,8 Millionen (Mio.) Fahrräder und Elektro-Fahrräder in Deutschland verkauft. Wie schon in den vorherigen Jahren hatten die Fahrräder mit einem Elektro-Motor den größeren Anteil (siehe Abb. „Anzahl jährlich verkaufter Elektro-Fahrräder“). Nach Schätzungen des Zweirad-Industrie-Verbandes umfasst der Fahrradbestand in Deutschland zum Ende des Jahres 2025 insgesamt ca. 90,6 Mio. Fahrräder und E-Bikes. Von letzteren sind geschätzt 17 Mio. Stück auf den Straßen unterwegs.

Der Wegevergleich zeigt, dass E-Bikes im Stadtverkehr bis zu einer Entfernung von etwa 7,5 Kilometern das schnellste Verkehrsmittel sind. Die Hälfte aller Autofahrten ist jedoch sogar kürzer als fünf Kilometer. Hieraus ergibt sich ein enormes Verlagerungspotenzial von Pkw-Fahrten auf das Fahrrad oder das E-Bike (siehe Abb. „Wegevergleich: von Tür zu Tür im Stadtverkehr“). Weitere Informationen in der Broschüre „E-Rad macht mobil".

Marktanteil der Elektro- und Hybridfahrzeuge steigt

2025 war fast jeder fünfte Neuwagen ein batterie-elektrisches Auto (BEV) (siehe Abb. „Neuzulassungen und Marktanteil von Pkw mit Elektro- oder Hybridantrieb“). Nach dem Einbruch der Verkaufszahlen im Jahr 2024 nimmt die Verbreitung von E-Autos auch in Deutschland wieder Fahrt auf. Die Daten werden vom Kraftfahrt-Bundesamt erhoben.

Diagramm: Der Marktanteil von Hybrid- und Elektrofahrzeugen ist von 0,2 Prozent in 2008 auf 58,5 Prozent in 2025 gestiegen. Der Marktanteil von batterie-elektrischen Autos (BEV) betrug 2025 rund 19 Prozent. Neuzulassungen und Marktanteil von Pkw mit Elektro- oder Hybridantrieb
Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt

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Carsharing schon in vielen Städten verfügbar

Die Attraktivität umweltfreundlicherer Mobilität lässt sich noch steigern. Dazu gehört neben dem öffentlichen Nahverkehr, dem klassischen Fahrrad, dem E-Bike und dem Fußverkehr auch das Carsharing. Zum Jahresbeginn 2026 zählte der Bundesverband Carsharing e.V. (bcs) in Deutschland insgesamt ca. 978.000 Fahrberechtigte der stationsbasierten Angebote (siehe Abb. „Carsharing – Entwicklung bis 2026“). Die Anzahl der Städte und Gemeinden mit mindestens einem Carsharing-Angebot verdoppelte sich zwischen 2019 und Anfang 2026 von 740 auf 1.490. Mittlerweile gibt es auch kombinierte Carsharing-Systeme, die stationsbasiertes Carsharing und free-floating Carsharing (stationsunabhängig) aus einer Hand anbieten.

Jedes Carsharing-Fahrzeug ersetzt je nach örtlichen Verhältnissen zwischen vier und zehn (private) Fahrzeuge. In dichtbesiedelten Innenstadtgebieten von Großstädten, kann bei stationsbasierten Angeboten die Ersatzquote auch bei deutlich über zehn Fahrzeugen liegen. 

Weitere Infos zu diesem Thema finden Sie bei unserer Themenseite "Car-Sharing" und bei den Umwelt-Tipps.

Diagramm: Zum 01.01.2026 betrug die Zahl der Fahrberechtigten für stationsbasierte Angebote 978.300 und die Zahl der stationsbasierten Fahrzeuge lag bei 18.390. Carsharing – Entwicklung bis 2026
Quelle: Bundesverband CarSharing

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Die „Öffentlichen“ fast wieder auf Vor-Corona-Niveau

Die Anzahl der Fahrgäste im öffentlichen Personenverkehr hat bis 2019 jedes Jahr leicht zugenommen. Der Rückgang der Fahrgastzahlen infolge der Corona-Pandemie im Jahr 2020 hat sich 2021 fortgesetzt. Ab dem Jahr 2022 ist ein kontinuierlicher Anstieg gegenüber den jeweiligen Vorjahren zu verzeichnen. Das Vor-Corona-Niveau wurde inzwischen fast wieder erreicht (siehe Tab. „Zahl der Fahrgäste im öffentlichen Personenverkehr in Millionen“).

Tabelle: seit 2022 nutzen die Menschen den öffentlichen Personenverkehr wieder häufiger als in den zwei Jahren der Corona-Pandemie 2020 und 2021. Im Nahverkehr wurden im Jahr 2025 fast 11,5 Milliarden und im Fernverkehr 157 Millionen Fahrgäste gezählt. Tab: Zahl der Fahrgäste im öffentlichen Personenverkehr in Millionen
Quelle: Statistisches Bundesamt

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Hoher Anteil von Urlaubs- und Freizeitverkehr

Der Anteil des arbeitsbezogenen Verkehrs, das heißt des Berufs- und Ausbildungs- sowie des Geschäftsverkehrs, an der Verkehrsleistung im motorisierten Individualverkehr (MIV) lag im Jahr 2023 bei 38,3 %. Etwa 52 % der arbeitsbezogenen Personenkilometer sind geschäftlich veranlasste Fahrten, die daher nicht den privaten Haushalten zuzurechnen sind (siehe Abb. „Motorisierter Individualverkehr 2023 – Anteile nach Fahrtzweck“). Den größten Anteil an der Verkehrsleistung im MIV hatte der Urlaubs- und Freizeitverkehr mit 41,2 %. 

Pkw und Motorrad waren im Jahr 2024 die beliebtesten Fortbewegungsmittel für Urlaub und Freizeit. Dann folgten das Flugzeug und die Bahn. Pkw und Flugzeug sind im Fernverkehr jedoch die Verkehrsmittel mit den höchsten Treibhausgasemissionen pro Personenkilometer (siehe Abb. „Durchschnittliche Treibhausgas-Emissionen im Personenfernverkehr, Bezugsjahr 2024“).

Bei Reisen hat neben dem Verkehrsmittel auch die gewählte Distanz zum Reiseziel einen Einfluss auf die entstehenden Emissionen. Die Abbildung „Mobilitätsbedingte Treibhausgas-Emissionen für Badereisen“ zeigt einen Vergleich mobilitätsbedingter Treibhausgasemissionen pro Person für verschiedene Reiseziele.

Tipps für einen nachhaltigen Tourismus finden Sie unter „Urlaubsreisen“ und „Nachhaltiger Tourismus“.

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