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Bevölkerungsentwicklung und Struktur privater Haushalte

Ende 2025 lebten rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland, eine Bevölkerungsabnahme von ca. 110.000 Personen bzw. 0,1 % zum Vorjahr. Der anhaltende Sterbefallüberschuss konnte trotz eines positiven Wanderungssaldos nicht ausgeglichen werden. Dazu trägt auch das gestiegene Geburtendefizit bei.

Inhaltsverzeichnis

83,5 Millionen Menschen

Zum Stichtag 31.12.2025 lebten laut Statistischem Bundesamt rund 83,5 Millionen (Mio.) Menschen in Deutschland. Die Bevölkerung sank damit gegenüber 2024um 110.000 Personen (siehe Abb. „Bevölkerungsentwicklung in Deutschland“).

Durch die Bereinigung der Melderegister und die Ergebnisse der Volkszählung 2011 in Deutschland lag mit nur 80,3 Mio. Einwohnerinnen und Einwohnern die Bevölkerungszahl um rund 1,5 Mio. Menschen niedriger als aus der Fortschreibung der Bevölkerungsstatistik zu diesem Zeitpunkt anzunehmen war. Da es im Jahr 2011 eine Netto-Zuwanderung nach Deutschland gegeben hat, liegt die korrigierte Bevölkerungszahl im Jahr 2011 lediglich um 1,4 Millionen niedriger als die Bevölkerungszahl von 2010. Ab 2022 liegen dem Bevölkerungsstand die Werte des Zensus 2022 zu Grunde.

Das Diagramm zeigt die Entwicklung der Bevölkerung in Deutschland von 1990 bis 2025. Am 31.12.2025 lebten 83,5 Mio. Menschen in Deutschland. Bevölkerungsentwicklung in Deutschland
Quelle: Statistisches Bundesamt

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Weiterhin stabiles Geburtendefizit

Die Entwicklung der Bevölkerung ergibt sich zum einen aus den Geburten und Sterbefällen, zum anderen aus den Zu- und Fortzügen. Laut Statistischen Bundesamt ergibt sich aus der Schätzung der Geburten- und Sterbefälle ein Geburtendefizit von rund 352.000. Dies steigt im Vergleich zum Vorjahr (-330.000) und ist deutlich höher als in den Jahren vor 2020. 

Zuwanderung und Abwanderung

Der vorläufige Wanderungssaldo, d.h. die Differenz zwischen Ein- und Auswanderungen über die deutschen Grenzen, ist von 420.000 auf 235.000 gesunken. Damit gleicht das gesunkene positive Wanderungssaldo nicht mehr das gestiegene Geburtendefizit aus.

Im Jahr 2025 stieg die ausländische Bevölkerung nur leicht um 38.620 auf 12,4 Millionen (+0,3 %), während die deutsche Bevölkerung um 162.000 auf 71,0 Millionen (-0,2 %) schrumpfte. Dadurch erhöhte sich der Ausländeranteil von 14,8 % Ende 2024 auf 14,9 % Ende 2025.

Immer mehr Ein-Personenhaushalte in Deutschland

Die Zahl der privaten Haushalte stieg zwischen den Jahren 2000 und 2025 um 8,7 % auf ca. 41 Millionen, wobei die mittlere Haushaltsgröße auf 2,0 Personen pro Haushalt sank. Dies lag an der überproportionalen Zunahme der Ein- und Zwei-Personenhaushalte. Im Jahr 2025 lebte bereits in 42,3 % der Haushalte in Deutschland nur eine Person. Die Ein- und Zwei-Personenhaushalte machten zusammen ca. drei Viertel aller Haushalte aus. Betrachtet man die Personen in den Haushalten, so lebte etwa jede fünfte Person in einem Ein-Personenhaushalt und etwas mehr als die Hälfte, nämlich 53,7 %, lebte in Ein- oder Zwei-Personenhaushalten. Die Zunahme der Ein-Personenhaushalte ist zum einen durch einen Anstieg der Zahl der Rentnerhaushalte beeinflusst und geht zum anderen auf Verhaltensänderungen, wie die frühere Gründung eigener Haushalte durch junge Erwachsene sowie die seltenere und spätere Gründung einer Familie mit Kindern zurück. Aufgrund der erwarteten Entwicklung der Altersstruktur in der Bevölkerung dürfte sich die für die letzten Jahre beobachtete Tendenz hin zu kleineren Haushalten auch in Zukunft fortsetzen. 

Die Haushaltsgrößenstruktur beeinflusst die Umweltbelastung, da kleinere Haushalte pro Person meist mehr Ressourcen verbrauchen als größere. Kleinere Haushalte haben höhere Konsumausgaben, größere Wohnflächen, mehr Energieverbrauch und CO₂-Emissionen, weshalb der Rückgang der Haushaltsgröße tendenziell die Umwelt stärker belastet (siehe Tab. „Zahl der Haushalte von 2000 bis 2025 nach Haushaltsgröße“).

Die Tabelle zeigt die Entwicklung der Zahl der Haushalte in Deutschland von 2000 bis 2025 nach Haushaltsgröße in Tausend. 2025 hatten die Ein-Personenhaushalte einen Anteil von 42,3 Prozent an den Gesamthaushalten. Tab: Zahl der Haushalte von 2000 bis 2025 nach Haushaltsgröße
Quelle: Statistisches Bundesamt / Umweltbundesamt

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