Informationen zur PM10-Überschreitungstabelle

Die Tabelle enthält Überschreitungen der Feinstaub-Grenzwerte an Messstationen in der Bundesrepublik. Sie zeigt überwiegend die vorläufigen, kontinuierlich erhobenen Daten der Ländermessnetze und der Messnetze des UBA. Diese Daten können lückenhaft sein. Die mit dem Referenzverfahren bestimmten gravimetrischen PM10-Werte liegen erst nach etwa einem Monat vor.

Das Umweltbundesamt dokumentiert und informiert über aufgetretene Überschreitungen der Feinstaub-Grenzwerte an Messstationen in der Bundesrepublik. Dazu werden überwiegend die vorläufigen, kontinuierlich erhobenen Daten der Ländermessnetze und der eigenen Stationen genutzt. In der Tabelle sind diese mit „k″ in der Spalte „Messmethode″ gekennzeichnet. Diese vorläufigen Daten dienen der schnellen Information der Öffentlichkeit. Sie können möglicherweise lückenhaft sein. Das europaweit gültige Referenzverfahren zur PM10-Messung beruht auf der Abscheidung der PM10-Fraktion auf einem Filter und gravimetrischer Massenbestimmung (Wägung der Filter im Labor), weshalb die mit dem Referenzverfahrenen bestimmten PM10-Werte erst nach etwa einem Monat vorliegen. In der Tabelle sind diese Daten mit „g″ in der Spalte „Messmethode″ gekennzeichnet. Die Spalten „Erster Messtag im Jahr″ und „Aktuellster Messtag im Jahr″ geben an, für welchen Zeitraum PM10-Tageswerte für die Ermittlung der Überschreitungstage vorlagen.

Tagesgrenzwert für Feinstaub (PM10)

Zum Schutz der menschlichen Gesundheit ist am 1. Januar 2005 der Tagesgrenzwert für Feinstaub (PM10) in Kraft getreten. Er beträgt 50 µg/m3. Dieser Wert darf nicht öfter als 35-mal im Jahr überschritten werden.

Vorläufige Daten und Datenlücken

Die vorläufigen, kontinuierlich erhobenen Daten werden nach europaweit einheitlichen Verfahren durch die zuständigen Behörden der Länder später nochmals geprüft und gegebenenfalls berichtigt. Die korrigierten Daten sind dann ausschlaggebend für die endgültige Beurteilung. Neben der Vorläufigkeit der Messwerte ist zu berücksichtigen, dass die verwendeten Datensätze Datenlücken enthalten können. Ursache hierfür können Ausfälle der Datenübertragung von den Ländermessnetzen zum Umweltbundesamt oder auch bereits bei der Übertragung der Daten von der Messstation zur jeweiligen Messnetzzentrale sowie Störungen der Messgeräte selbst sein.

Abweichende Daten der Länder und des Umweltbundesamtes

Aufgrund der Vorläufigkeit und ggf. Lückenhaftigkeit der Daten können sich Abweichungen zwischen den Auswertungen der Ländermessnetze und des Umweltbundesamtes ergeben. Liegen bei einer parallelen Messung der Feinstaubkonzentration mit dem kontinuierlichen und dem gravimetrischen Messverfahren an einer Messstation beide Datensätze im Umweltbundesamt vor, werden die in der Tabelle aufgelisteten Überschreitungstage aus einer Kombination der Daten beider Verfahren berechnet. Soweit gravimetrisch gemessene Daten vorliegen, werden diese verwendet und bis zum aktuellen Tag durch Daten aus der kontinuierlichen Messung ergänzt. Auf diese Weise bleibt die Tagesaktualität bei gleichzeitiger Verbesserung der Datenqualität erhalten.

Aktualisierung der Tabelle

Die Tabelle wird täglich nachts aktualisiert. Eine mögliche Überschreitung des Tagesmittelwertes ist frühestens am Morgen des übernächsten Tages in die Tabelle des Umweltbundesamtes eingearbeitet, da die Vortagesdaten durch die Länder bis zum Vorabend korrigiert werden können. Während in der Kartendarstellung der Tagesmittelwerte die Daten des Vortages dargestellt werden, ist dies in den Überschreitungstabellen nicht möglich. Um eventuelle Datenlücken zu schließen, werden dem Umweltbundesamt regelmäßig aktualisierte und validierte Monatsdatensätze von den Ländern zur Verfügung gestellt und fortlaufend in die Überschreitungstabelle eingearbeitet.