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Fläche, Boden, Land-Ökosysteme

Fläche, Boden und Land-Ökosysteme sind schützenswerte Ressourcen. Der wachsende Flächenverbrauch und ein zunehmender Verlust von qualitativ hochwertigen Böden stellen eine Bedrohung für die Intaktheit der Land-Ökosysteme dar. Versiegelungen, Umwandlung von natürlichen Flächen in landwirtschaftliche Nutzflächen und Bodendegradation führen zu einer Verknappung dieser Ressourcen und wirken sich negativ auf die Artenvielfalt aus.

In einem bevölkerungsreichen Land wie Deutschland ist die Fläche eine knappe Ressource. Die stetige Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche verursacht negative Folgen für die Umwelt. Außerdem stehen diese Flächen dann zum Beispiel nicht mehr als Erholungsflächen zur Verfügung.

Je nach Art der Flächennutzung werden die Böden unterschiedlich in ihrer Qualität beeinträchtigt. Etwa 46 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsflächen sind versiegelt, das heißt bebaut, betoniert, asphaltiert, gepflastert oder anderweitig befestigt. Damit gehen wichtige Bodenfunktionen, vor allem die Wasserdurchlässigkeit und die Bodenfruchtbarkeit, verloren.

Nährstoffeinträge (vor allem Stickstoff) aus der Luft belasten Land-Ökosysteme und gefährden die biologische Vielfalt. Zur Bewertung dieser Belastung stellt man ökosystemspezifische Belastungsgrenzen (Critical Loads) den aktuellen Stoffeinträgen aus der Luft gegenüber. Trotz rückläufiger Stickstoffbelastungen in Deutschland besteht weiterhin Handlungsbedarf – vor allem bei den Ammoniak-Emissionen.

Wichtiges in Kürze

  • Ein Diagramm zeigt den Anteil der unzerschnittenen verkehrsarmen Räume mit mindestens 100 km² an der Landfläche Deutschlands für die Jahre 2000, 2005, 2010 und 2015 sowie den Zielwert. Wegen methodischer Unterschiede sind die Werte nicht uneingeschränkt vergleichbar.
    Indikator: Landschaftszerschneidung

    Mit den unzerschnittenen verkehrsarmen Räumen (UZVR) wird die Zerschneidung der Landesfläche durch Verkehrsachsen beschrieben.Im Jahr 2015 machten unzerschnittene, verkehrsarme Räume 23,5 % der Landfläche Deutschlands aus.Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil bei 25,4 % zu halten. weiterlesen

  • Ein Diagramm zeigt für die Jahre 1970 bis 2015 die Entwicklung der Bestände typischer Vogelarten in unterschiedlichen Landschaftstypen sowie einen Gesamt-Index. Der Gesamt-Index sinkt von 1970 (107 %) bis 2015 (70 %) deutlich.
    Indikator: Artenvielfalt und Landschaftsqualität

    Der Indikator hat sich in den zehn Jahren 2005 bis 2015 weiter verschlechtert und lag 2015 bei 70,3 %.Negativ haben sichin diesem Zeitraum vor allem die Werte der Teilindikatoren für das Agrarland und für die Küsten und Meere entwickelt.Die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung sieht vor, dass der Indikator bis 2030 auf 100 % steigen soll. weiterlesen

  • Das Diagramm zeigt den Flächenanteil empfindlicher Ökosysteme in Deutschland, auf dem die Belastungsgrenzen für Eutrophierung im Zeitraum 2000 bis 2015 überschritten wurden sowie das Ziel für 2030. Im Jahr 2000 lag der Wert bei 79 %, 2015 bei 68 %.
    Indikator: Eutrophierung durch Stickstoff

    68 % der Fläche empfindlicher Ökosysteme Deutschlands waren 2015 durch zu hohe Stickstoffeinträge bedroht.Die Bundesregierung strebt mit der Neuauflage der Nachhaltigkeitsstrategie 2016 an, den Anteil dieser Flächen zwischen 2005 und 2030 um 35 % zu senken. Dadurch ergibt sich nach den derzeitigen Berechnungsgrundlagen ein Wert von 50 % im Jahr 2030.Nur wenn die Anstrengungen verstärkt werden, den… weiterlesen

  • Ein Diagramm stellt in Balkenform für jedes Jahr dar, wie viel Hektar Fläche in Deutschland zwischen 1993 und 2016 pro Tag neu für Siedlungs- und Verkehrsflächen ausgewiesen wurden. Ergänzend wird als Linie der Vier-Jahres-Durchschnitt abgebildet.
    Indikator: Siedlungs- und Verkehrsfläche

    In den Jahren 2013 bis 2016 wurden täglich 62 Hektar für Siedlungs- und Verkehrszwecke neu in Anspruch genommen.Der Anstieg soll nach dem Willen der Bundesregierung bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag sinken. Bis 2030 soll der tägliche Anstieg unter 30 Hektar liegen.Es müssen zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, damit diese Ziele erreicht werden können. weiterlesen

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Instrumente und Maßnahmen: Bodenschutzpolitik

Instrumente und Maßnahmen der Bodenschutzpolitik ergeben sich aus rechtlichen Vorgaben und deren Implementierung. Entsprechende Regelungen finden sich zum einen auf nationaler und europäischer Ebene. Zum anderen enthält auch das internationale Recht bodenbezogene Vorschriften. Daneben sind Planungs- und Förderinstrumente sowie Maßnahmen zur Steigerung des Bodenbewusstseins zu nennen. weiterlesen

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Fläche

Jede Flächennutzung ist mit Umweltfolgen verbunden. Die meisten Flächen werden in Deutschland von der Land- und der Forstwirtschaft sowie für Siedlungen und Verkehr (SuV) belegt. Die Ausdehnung der SuV-Fläche ist ein großes Umweltproblem. Ziel der Bundesregierung ist, das Wachstum der SuV-Fläche von 66 Hektar pro Tag im Zeitraum 2012 bis 2015 auf unter 30 Hektar pro Tag im Jahr 2030 zu reduzieren. weiterlesen

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Ozon - Einhaltung von Zielwerten zum Schutz der Pflanzen

Bodennahes Ozon kann Pflanzen schädigen. Wirkungsschwellenwerte (Critical Levels) markieren, welche Ozonbelastung nicht überschritten werden darf, um Schäden an Kultur- und Wildpflanzen zu vermeiden. Die Zielwerte zum Schutz der Vegetation nach EU-Richtlinie 2008/50/EG werden in Deutschland vielerorts überschritten. Neue Bewertungsmethoden führen zu einer noch präziseren Risikobewertung. weiterlesen

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Bodenversiegelung

Etwa 46 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsflächen sind versiegelt, das heißt bebaut, betoniert, asphaltiert, gepflastert oder anderweitig befestigt. Damit gehen wichtige Bodenfunktionen, vor allem die Wasserdurchlässigkeit und die Bodenfruchtbarkeit, verloren. Mit der Ausweitung der Siedlungs- und Verkehrsflächen nimmt auch die Bodenversiegelung zu - im Jahr 2011 um rund 100 Quadratkilometer. weiterlesen

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Folgen der Flächennutzung

Jede Nutzung von Flächen durch Menschen hat mehr oder weniger große Auswirkungen auf die Umwelt. Das gilt für Nutzungen durch die Land- und Forstwirtschaft ebenso wie für Nutzungen als Siedlungs- und Verkehrsfläche oder zum Rohstoffabbau. Ziel ist es, knappe Flächen nachhaltig - also umweltschonend, ökonomisch effizient und sozial gerecht mit Rücksicht auf künftige Generationen - zu nutzen. weiterlesen

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Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt