Deutschland steckt in einer multiplen Baukrise: Ressourcenverbrauch, Flächenversiegelung, soziale Verdrängung und hohe Emissionen sind direkte Folgen unseres aktuellen Bau- und Planungssystems.
Gleichzeitig bleiben echte Lösungen – wie Bestandserhalt, zirkuläres Bauen und gemeinwohlorientierte Planung – oft unter dem Radar: in der Politik, der Baubranche, der Ausbildung und vor allem in der breiten Öffentlichkeit. Genau hier setzt dieses Projekt an.
Deutschland braucht eine Bauwende – dringend, gerecht und gemeinsam. Mit bundesweiten Aktionswochen für die Bauwende schaffen wir Sichtbarkeit für ökologische und soziale Lösungsansätze im Gebäudesektor. Lokale Gruppen, Bildungseinrichtungen und zivilgesellschaftliche Initiativen gestalten eigene Aktionen – von Stadtspaziergängen über Workshops, Ausstellungen, künstlerische Installationen bis hin zu Mitmachaktionen im öffentlichen Raum.
Die Vielfalt der Formate ermöglicht niedrigschwellige Zugänge für unterschiedliche Zielgruppen und Kontexte.
Das Projekt begleitet diese Aktivitäten durch zentrale Öffentlichkeitsarbeit, Materialpakete, Beratung und Schulungsangebote. Ein digitales Aktionskit, gemeinsame Kommunikationskampagnen sowie eine öffentlich einsehbare Aktionskarte fördern Reichweite und Vernetzung. Dokumentation, Evaluation und Austausch sichern, dass Erfahrungen langfristig weiterwirken.
So entsteht ein wachsendes Netzwerk engagierter Menschen, das die Bauwende sichtbar macht, neue Bündnisse schmiedet und die Zivilgesellschaft dauerhaft stärkt. Die Aktionswochen sind dabei mehr als ein Event – sie schaffen Momentum und verankern strukturell die Forderung nach einer sozial-ökologischen Transformation im Bauwesen.