Straßenverkehrslärm ist eines der größten Umweltprobleme in Deutschland. Die von Straßenfahrzeugen erzeugten Geräusche hängen im hohen Maße von den gefahrenen Geschwindigkeiten ab. Begrenzungen der Geschwindigkeiten, insbesondere auf Autobahnen, tragen deshalb wirksam zum Schutz vor Straßenverkehrslärm bei.
Auch im Innerortsbereich entlasten niedrige Geschwindigkeiten Anwohnende vor Lärm. Geplante Änderungen im Baugesetzbuch (BauGB) und in der TA Lärm enthalten Regelungen, die sinnvolle und bewährte Anforderungen an den Schutz vor Lärm gefährden.
Die tatsächlichen Auswirkungen dieser Änderungen sind jedoch noch nicht greifbar. Mit Hilfe dieses Verbändeprojektes soll deshalb die faktenbasierte Diskussion über die Wirksamkeit von Geschwindigkeitsbegrenzungen bei Straßen zum Schutz vor Lärm mit den verschiedenen Akteur:innen (Verwaltung, Politik, Bürger:innen) geführt werden. Vor- und Nachteile sollen objektiv und wissenschaftlich fundiert dargestellt werden.
Der autofahrenden Bevölkerung wird anhand einer neuen Reifenkennzeichnung bekannt gemacht, wie bewusst lärmarme Reifen gewählt werden können und wie deren Geräuschemission von der Geschwindigkeit abhängt.
Durch eine Fragebogenaktion bei den kommunalen Verwaltungen sollen die Auswirkungen der zeitlich befristeten Änderungen des BauGB und der TA Lärm in ihrer Experimentierphase hinsichtlich ihrer Konsequenzen für den Schutz vor Lärm kritisch beobachtet und bewertet werden.