Oft stehen nur die Kosten von Klima- und Umweltschutz im Fokus. Doch welche gesellschaftlichen Folgekosten entstehen eigentlich durch Treibhausgase und Luftschadstoffe? Dies beziffert das frisch aktualisierte UBA-Handbuch Umweltkosten, welches wir Ihnen in diesem Newsletter vorstellen wollen. Außerdem werfen wir unter anderem einen Blick darauf, wie Deutschland beim Klimaschutz und bei der Luftreinhaltung vorankommt, wie Textilien in der EU umweltfreundlicher werden könnten und welche Bedeutung kleine stehende Gewässer für Natur und Mensch haben.
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Neues UBA-Handbuch Umweltkosten beziffert hohe Schäden durch Treibhausgase und Luftschadstoffe
Treibhausgasemissionen führen weltweit zu Schäden in Milliardenhöhe.
Quelle: ClaudiaOtte / Fotolia
Klima- und Umweltschutz vermeiden reale Schäden – an Gesundheit, Wohlstand, Infrastruktur und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Um die durch Umweltbelastungen entstehenden Schäden sichtbar und vergleichbar zu machen, stellt das UBA im „Handbuch Umweltkosten – Methodenkonvention“ bereits seit dem Jahr 2007 Kostensätze zur Verfügung, die diese in Euro-Werte umrechnen.
So verursachen etwa nach der kürzlich erschienenen Version des Handbuchs mit aktualisierten und erweiterten Kostensätzen eine Tonne Kohlendioxid-Ausstoß rund 990 Euro Schäden durch Klimawandel und ein Kilogramm Feinstaub-Ausstoß (Partikelgröße kleiner 2,5 Mikrometer) rund 128 Euro Gesundheitsschäden.
Bei den alleine im Jahr 2024 in Deutschland freigesetzten Treibhausgasen summieren sich die globalen Schäden auf 647 Milliarden Euro für heutige und künftige Generationen, zum Beispiel durch Ernteausfälle infolge von Dürren oder Anstieg der Hitzesterblichkeit.
UBA-Präsident Dirk Messner: „Das Handbuch Umweltkosten zeigt klar, dass uns der Klimawandel teuer zu stehen kommt und unterstreicht die Notwendigkeit von ambitioniertem Klimaschutz.“
Der Rückgang klimaschädlicher Emissionen in Deutschland hat sich verlangsamt. Das zeigen die Emissionsdaten des Umweltbundesamtes (UBA) für das Jahr 2025. Demnach emittierte Deutschland im vergangenen Jahr rund 649 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente. Die Emissionen sanken um knapp eine Million Tonnen oder 0,1 Prozent CO₂-Äquivalente im Vergleich zu 2024.
Berechnungen des Umweltbundesamtes zeigen, dass die spezifischen Treibhausgas-Emissionsfaktoren im deutschen Strommix im Jahr 2025 weiter sinken, aber langsamer als in den Vorjahren. Hauptursachen für die sinkenden Emissionen sind der steigende Anteil erneuerbarer Energien, der gesunkene Stromverbrauch infolge der wirtschaftlichen Stagnation und dass mehr Strom importiert als exportiert wurde.
Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch ist in Deutschland im Jahr 2025 auf 23,8 Prozent gestiegen – ein Plus von 1,3 Prozentpunkten zum Vorjahr. Bei der Stromerzeugung gab es witterungsbedingt lediglich einen leichten Zuwachs, während die erneuerbare Wärmeerzeugung deutlich zulegte. Im Verkehr wurden mehr Biokraftstoffe und erneuerbarer Strom genutzt als im Vorjahr.
Der diesjährige „Green Cooling Summit“, gemeinsam ausgerichtet durch die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem Umweltbundesamt im Auftrag des Bundesumweltministeriums, widmet sich der Frage, wie Split-Geräten mit dem natürlichen Kältemittel Propan (R-290) in der Raumklimatisierung zum Durchbruch verholfen werden kann.
Die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) lädt in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt (UBA) am 16. Juni 2026 zur siebten „AGEE-Stat-Fachtagung: Erneuerbare Energien in der Industrie – energetischer und nicht energetischer Verbrauch in Statistik und Berichterstattung“. Die Fachtagung findet am UBA in Dessau-Roßlau statt.
Wege zur Teilhabe vulnerabler und schwer erreichbarer Gruppen
Durch verschiedene Beteiligungsformate veranschaulichen Kommunen Anwohner*innen die Vorteile naturbasierter Lösungen, um die Folgen des Klimawandels vor Ort zu verringern. Dennoch zeigt sich immer wieder: Oft werden mit solchen Aktivitäten vor allem Gruppen erreicht, die sich ohnehin schon für diese Themen interessieren. Dieser Leitfaden zeigt Wege auf, wie Öffentlichkeitsarbeit inklusiver…
Vor zwei Jahren hat das UBA Mono-n-hexylphthalat (MnHexP) im Urin von Erwachsenen nachgewiesen. MnHexP ist ein Abbauprodukt des Weichmachers Di-n-hexylphthalat (DnHexP), der als fortpflanzungsschädigend gilt und deshalb in der EU nicht zugelassen ist. Aktuell untersucht das UBA Urinproben von Kindern und Jugendlichen. Ergebnis: In 92 Prozent der in 2025 gesammelten Proben wurde MnHexP nachgewiesen
Obwohl jeder Weg zu Fuß beginnt, wird der Fußverkehr in Erhebungen systematisch untererfasst und bleibt in der Verkehrsplanung oft eine „unbekannte Größe“. Eine Studie im Auftrag des UBA widmet sich dieser Lücke über eine präzisere Erfassung des Zufußgehens in Mobilitätsbefragungen, über Modelle zur Bemessung fußläufiger Erreichbarkeit und über das Zufußgehen aus dem Blickwinkel der Suffizienz.
Die Koordinierungsstellen zur Europäischen Mobilitätswoche (EMW) aus Deutschland und Österreich tun sich erneut zusammen, um sich gegenseitig zu inspirieren und voneinander zu lernen. Das Seminar eignet sich für alle, die sich an der EMW 2026 beteiligen wollen, an einem Austausch interessiert sind oder noch Inspiration für die eigene EMW vor Ort brauchen.
Für den europäischen Markt sind erstmals verbindliche Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Textilien geplant. Grundlage ist die 2024 in Kraft getretene EU-Ökodesign-Verordnung. Eine UBA-Studie hat fünf mögliche Aspekte identifiziert, für die Vorgaben gemacht werden könnten, und über die Verbraucher*innen in einem neuen Label am Produkt und einem Digitalen Produktpass informiert werden sollten.
Bisher werden Werbeaussagen zu Umweltvorteilen von Produkten, wie „öko“, „nachhaltig“, „klimaneutral“ oder „recycelbar“, sowie Umweltlabel kaum reguliert. Ab 27. September 2026 wird Greenwashing durch die Änderung des Wettbewerbs- und des Verbraucherrechts stärker reglementiert. Im Februar 2026 hat Deutschland die neuen EU-Regeln durch zwei Gesetze in deutsches Recht umgesetzt.
Der UBA-CO₂-Rechner hilft, einfach, aber wissenschaftlich fundiert die eigene CO₂-Bilanz zu ermitteln. Bei der jährlichen Datenaktualisierung wurden weitere Verbesserungen umgesetzt, etwa bei der Erfassung von Strombezügen und der Berücksichtigung von Nicht-CO₂-Effekten des Luftverkehrs. Zudem wurde ein CO₂-Haushaltsrechner eingeführt und der Veranstaltungsrechner mit Speicherfunktion versehen.
Auf www.thru.de finden Sie eine ausführliche Datenbank zu Emissionen und entsorgten Abfallmengen von Industriebetrieben in Deutschland, die diese jährlich dem Umweltbundesamt berichten. Einen Überblick über den Umfang dieser Datenbank gibt eine für die Berichtsjahre 2007 bis 2024 aktualisierte Broschüre, welche die Daten in kompakter Weise darstellt.
Die Klimawaage ist zurück – umfassend überarbeitet mit aktuellen Daten, zusätzlichen Handlungen, mit mehr „ökologischer Handabdruck“ sowie verbesserten Materialien für Bildung und Öffentlichkeitsarbeit. Auch das Kartenspiel wurde aktualisiert und ist nun auch auf Englisch verfügbar. Nutzer*innen können ihre bestehende Klimawaage ohne großen Aufwand aktualisieren.
Wie kann unsere bebaute Umwelt gesünder, klima- und ressourcenschonender werden? Empfehlungen für alle Politik- und Verwaltungsebenen – von EU bis kommunal – wurden im EU-Interreg-Projekt NonHazCity3 erarbeitet und in Form von Policy Briefs und einem Kurzvideo aufbereitet. Im Fokus: digitale Transparenz über Inhaltstoffe von Bauprodukten und Kreislaufwirtschaft am Bau.
Die Preisträger*innen des Bundespreises Ecodesign eines jeweiligen Jahres werden in einer Roadshow gezeigt. Die erste Station der diesjährigen Roadshow ist das Kunstgewerbemuseum in Berlin. In der Ausstellung sind die 30 Preisträger*innen und Nominierten des Bundespreis Ecodesign 2025 zu sehen.
Über 50 Prozent der Deutschen sind bereit, sich pflanzenbetonter zu ernähren. Aber wer ist diese Zielgruppe und wie kann man sie kommunikativ erreichen? Auf Grundlage einer repräsentativen Umfrage und Fokusgruppen-Gesprächen haben wir fünf Zielgruppen identifiziert. Wir stellen sie in Form von Personas vor – mit Vorlieben, Glaubenssätzen und Ernährungsverhalten. Mit Kommunikationsexpertinnen…
Hinweise für Kommunen in angespannten Wohnungsmärkten
Der demografische Wandel in Stadtregionen ist mancherorts durch angespannte Wohnungsmärkte gekennzeichnet. Hieraus ergeben sich Möglichkeiten einer Bestandsertüchtigung bzw. den Neubau von Wohnungen. Je nach Gestaltung des planerischen Umsetzungsprozesses kann dies zu vielfältigen Auswirkungen auf die Umwelt, den Naturschutz sowie die Nutzung natürlicher Ressourcen führen. Wesentliche Ergebnisse und…
Die Luftreinhaltemaßnahmen wirken: Auch 2025 wurden in Deutschland alle EU-Grenzwerte eingehalten. Für Feinstaub bereits zum achten, für Stickstoffdioxid zum zweiten Mal in Folge. Gleichzeitig lag die durchschnittliche Belastung beider Schadstoffe über dem Niveau der Vorjahre, wie vorläufige Messdaten von Bund und Ländern zeigen.
Zu viel Stickstoff schädigt unsere Gesundheit, die Ökosysteme und deren biologische Vielfalt sowie das Klima. Das UBA hat in einem Forschungsprojekt berechnet, wie hoch eine verträgliche Obergrenze für freigesetzten Stickstoff sein darf und dies für alle Landkreisregionen dargestellt. So können Interessierte und Entscheider vor Ort sehen, wie groß das Problem ist und wodurch es verursacht wird.
Seit Oktober 2024 gilt: Ultrafeinstaub unter 100 Nanometer muss europaweit nach EU-Richtlinie gemessen werden, neben Feinstaub PM10 und PM2,5. Das ULTRAFLEB-Projekt (2020-2025) untersuchte erstmals systematisch, welchen Anteil Großflughäfen an der UFP-Belastung haben (neben Ruß, PM10 und Stickoxiden) – am Beispiel der Berliner Flughäfen Tegel und BER. Die Belastung wird auf Karten dargestellt.
Ein neuer Online-Kurs über die Auswirkungen von Luftverschmutzung auf Mensch und Umwelt macht das Wissen der Genfer Luftreinhaltekonvention (CLRTAP) weltweit zugänglich. Der Kurs wurde gemeinsam von UBA, dem CLRTAP-Sekretariat und Expertinnen*Experten in den Arbeitsprogrammen der CLRTAP entwickelt.
Das Umweltbundesamt (UBA) erklärt kleine stehende Gewässer zum Gewässertyp des Jahres 2026. Damit soll auf ihre große Bedeutung für Natur und Mensch aufmerksam gemacht werden. Die Auszeichnung erfolgt jedes Jahr rund um den Weltwassertag der Vereinten Nationen am 22. März.
Position der Kommission Bodenschutz beim UBA (KBU) mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), dem Bundesverband Boden e.V. (BVB), der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft (DBG), dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) und der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA).
Angesichts zunehmender Trockenheit und häufiger Starkregenereignisse mit…
In der EU wird der nächste Haushalt für die Jahre 2028 bis 2035 verhandelt. Die von der Kommission unterbreiteten Vorschlägen müssen wirtschaftliche Interessen mit sozialem Zusammenhalt und Umweltaspekten zusammenbringen. Das UBA zeigt, dass in den Vorschlägen Umwelt- und Klimathemen sowohl in den Instrumenten als auch in der Landwirtschafts- und Kohäsionspolitik gestärkt werden müssen.
Kooperationen als Schlüssel in der Jugend- und Verbandsarbeit
Das Praxishandbuch ist ein Ergebnis des Forschungsprojekts „Jugendengagement für Nachhaltigkeit stärken durch Dialog und transformatives Lernen“. Es richtet sich an Multiplikator*innen, die mit jungen Menschen arbeiten und sie dabei unterstützen möchten, eigene Zugänge zu Nachhaltigkeitsthemen zu entwickeln.
Die enthaltenen praxisorientierten Hinweise bieten u.a. konkrete Empfehlungen zu Ansprache…
Ein Ergebnis aus dem Forschungsprojekt „Neues Europäisches Bauhaus weiterdenken – AdNEB“ und dem Forschungsfeld „Urbaner Umweltschutz"
Mit der Umbaukultur empfiehlt das Umweltbundesamt (UBA) einen Paradigmenwechsel im Planen und Bauen von Gebäuden und Quartieren aus Umweltperspektive. Dabei werden der Erhalt und die Weiterentwicklung des Gebäudebestands mit dem Ziel verbunden, die natürlichen Lebensgrundlagen zu schonen und das Klima zu schützen. Dieses Hintergrundpapier verknüpft zentrale ökologische Argumente für den Erhalt des…
Metal cycles and data gaps in recycling – An analysis of the current data situation
The circular economy is a transformation towards an economy that is resource-efficient, climate-neutral and resilient. Experts from the German Environment Agency and the German Raw Materials Agency systematically analyse available data on metal material cycles, focusing on secondary raw materials, recycling metrics, and material qualities. Case studies on aluminium and cobalt are used to identify…
The EU’s next Multiannual Financial Framework offers an opportunity to align funding with competitiveness and resilience goals. The current proposal suggests a weakening of the environmental and climate priorities. This policy brief advocates for a future-oriented MFF that embrasses resilience, climate change, environment and green innovation. Instruments (Do No Significant Harm (DNSH) principle…
Die Verschränkung von Digitalisierung, Umweltschutz und Nachhaltigkeit ist komplex – und voller Chancen. Künstliche Intelligenz (KI) kann hier innovative Impulse geben: Sie unterstützt Umweltforschung und politische Entscheidungen, macht Prozesse effizienter und ermöglicht neue Erkenntnisse. Annotierte Daten spielen dabei eine Schlüsselrolle.
Das Umweltbundesamt (UBA) hat seine Regeln zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis umfassend erneuert und aktualisiert. Damit entspricht das UBA den Anforderungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an die gute wissenschaftliche Praxis und stellt die Rahmenbedingungen für qualitativ hochwertige und integre wissenschaftliche Forschung sicher.
Das UBA in den Medien
Kreislaufwirtschaft neu gedacht: Wo die größten Hebel liegen
Kreislaufwirtschaft ist mehr als gelber Sack, Pfandflasche und Recyclinghof. Sie ist kein reines Umweltthema, sondern die konkrete Chance, unabhängiger von Rohstoffen zu werden, Umweltbelastungen zu reduzieren, Lieferketten zu stabilisieren und Kosten langfristig zu senken. Oder auf den Punkt gebracht: Es geht nicht darum, weniger zu haben. Sondern mit dem, was wir haben, deutlich mehr zu erreichen. UBA-Expertin Wiebke Jander im Podcast von Zukunftsstandort Deutschland.