Tiermedizin
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Maßnahmen gegen Parasiten
Parasiten können bei Nutztieren zu lebensbedrohlichen Erkrankungen führen. Durch Prävention und angepasste Entwurmungsstrategien kann der Einsatz von Entwurmungsmitteln reduziert, die Umwelt geschont und der Entwicklung von Anthelminthika-Resistenzen (Entwurmungsmittel-Resistenzen) begegnet werden.
Reduktion tierarzneimittelhaltiger Sperrmilch
Sperrmilch darf nicht in den Handel gelangen. Darunter fällt sowohl Kolostrum als auch Milch, die während der Behandlung mit Tierarzneimitteln und der darauffolgenden Wartezeit gemolken wird. Das sind bis zu vier Prozent der gesamten erzeugten Milchmenge. Die Entsorgung von Sperrmilch ist für Landwirtinnen/-wirte ein Dilemma, da die vorhandenen Möglichkeiten entweder Tiere oder Umwelt belasten.
Umweltaspekte bei Verordnung von Tierarzneimitteln
Gesunde und sichere Lebensmittel tierischen Ursprungs können nur von gesunden Tieren erzeugt werden. Wenn Erkrankungen auftreten, kann es notwendig sein Tierarzneimittel einzusetzen. Diese sind in der Regel verschreibungspflichtig und dürfen nur von Tierärztinnen/-ärzten verordnet werden, die abwägen müssen, welche Behandlung geeignet ist. In diese Abwägung sollten auch Umweltaspekte einfließen.
Stärkung des Immunsystems von Nutztieren
Ein gut funktionierendes körpereigenes Abwehrsystem hilft Infektionen und Erkrankungen von Nutztieren zu bekämpfen und zu verhindern. Ein starkes Immunsystem ist der Grundstein zur Vermeidung von Erkrankungen. Erkranken weniger Tiere, werden auch weniger Tierarzneimittel eingesetzt, wodurch sich der Eintrag in die Umwelt verringert.