Projektionsdaten 2026
Am 14. März veröffentlichte das UBA die Projektionsdaten 2026 in dem Kurzpapier „Treibhausgas-Projektionen 2026 – Ergebnisse kompakt“. Die Arbeiten zur Modellierung starteten Ende November 2025, somit konnten aktuellere Entwicklungen und klimapolitische Instrumente, die möglicherweise eine Auswirkung auf die Treibhausgasemissionen hätten, nicht berücksichtigt werden. Konkret bedeutet dies, dass weder die aktuellen Konflikte im Nahen Osten noch aktuelle energie- und klimapolitische Einigungen, wie das Gebäude-Modernisierungsgesetz, Netzpaket oder die Novelle des Erneuerbaren-Energie-Gesetz, in den Projektionsdaten 2026 Berücksichtigung finden konnten.
Die Projektionsdaten 2026 weisen bis 2030 einen Rückgang um 62,6 % mit den derzeitigen Politiken aus. Um die eine Minderung um 65% in 2030 gegenüber 1990 zu erreichen, gilt es die Lücke von 30 Mio. t CO₂-Äq. zu schließen. Die sektorübergreifenden Jahresemissionsgesamtmengen zwischen 2021-2030 können rechnerisch nur noch knapp mit 3,8 Mio. t CO₂-Äq. eingehalten werden. Aus Sicht des Umweltbundesamtes ist diese Zielerreichung unter Berücksichtigung der Sensitivitäten und Modellunsicherheiten potentiell gefährdet.
Sektorübergreifend könnten die Klimaschutzziele im Zeitraum 2021 bis 2030 knapp erreicht werden. Der Puffer der Projektionsdaten 2025 ist fast vollkommen aufgebraucht. Die Beiträge der einzelnen Sektoren sind sehr unterschiedlich. Energiewirtschaft, Industrie, Landwirtschaft sowie Abfallwirtschaft überkompensieren die Zielverfehlungen in den Sektoren Gebäude und Verkehr.