Problematische Stoffeigenschaften
Wann gilt ein Produkt als schadstoff- und emissionsarm? Welche Umwelteigenschaften sollte ein Produkt darüber hinaus besitzen? Zur Beantwortung dieser Fragen liegen verschiedene Bewertungsansätze vor.
Wann gilt ein Produkt als schadstoff- und emissionsarm? Welche Umwelteigenschaften sollte ein Produkt darüber hinaus besitzen? Zur Beantwortung dieser Fragen liegen verschiedene Bewertungsansätze vor.
Ob Teppichboden, Notebook oder Gummistiefel: Schadstoffe können fast überall vorhanden sein. Ziel von Umwelt- und Gesundheitsschutz ist es, die Menge der Schadstoffe in Produkten – sowie die Freisetzung von Schadstoffen aus Produkten – stetig zu reduzieren.
Ab Juli 2013 verlangt die Bauproduktenverordnung der Europäischen Union eine neue Begleitinformation für Bauprodukte mit CE-Kennzeichnung. Falls das Bauprodukt besonders besorgniserregende Stoffe enthält, muss dies angegeben werden. Weiterhin ist - falls zutreffend - ein Sicherheitsdatenblatt beizufügen. Das UBA gibt Ratschläge zum Format dieser neuen Pflichtangaben.
Großflächig verlegte Produkte wie Tapeten, Teppichböden oder flexible Bodenbeläge können wegen ihrer großen Oberfläche erhebliche Mengen von Schadstoffen abgeben. Das passiert entweder direkt oder mit Staubpartikeln in die Raumluft. Die Inhaltstoffe und Emissionen von Boden- und Wandbelägen haben daher eine hohe Bedeutung für die Qualität der Innenraumluft.
In eigenen Laboratorien untersucht das UBA, wie Pflanzenschutzmittel, Biozide, Arzneimittel oder Industriechemikalien auf die Umwelt wirken: Wie belasten sie einzelne Lebewesen in Ökosystemen? Wie verteilen sie sich im Boden, Wasser und in der Luft? Wirken die Mittel gegen Glieder- und Nagetiere ausreichend?
Flammschutzmittel sollen die Entflammbarkeit von Gegenständen verringern und so die Entstehung von Bränden verzögern. Einige der häufig eingesetzten Flammschutzmittel können jedoch giftig auf Umwelt und Gesundheit wirken. Sie sind weit verbreitet sowohl in Innenräumen als auch der Natur nachweisbar.