Hinweise zum Recycling
Aufgrund der besonderen Eigenschaften finden Platin und Palladium in unterschiedlichen Bereichen Anwendung. Beide werden in Automobil- und sonstigen Industriebereichen sowie in den Bereichen Elektronik, Schmuck, Investment, Medizin- und Dentaltechnik eingesetzt. Daraus ergeben sich jeweils besondere Herausforderungen der Erfassung und Aufbereitung, um die Stoffströme in die Raffination zu lenken. Platinabfälle im Schmuck- und Dentalbereich liegen meist stückig und relativ homogen vor. Sie werden im Recyclingprozess überwiegend nur umgeschmolzen. Platinabfälle aus Industrie- und Autokatalysatoren, aus der Glasindustrie und aus Elektroschrott liegen feiner verteilt vor und müssen zur Verwertung angereichert und raffiniert werden.
Das Recycling von Platin und Palladium aus industriellen Anwendungen findet auf einem sehr hohen Niveau statt. Die Gründe dafür sind die überschaubare Anzahl der Prozesse und Akteure sowie die bekannte Werthaltigkeit. Daher konnten sich über viele Jahre direkte und vertraglich geregelte Akteurskooperationen zwischen den Herstellern von Edelmetallkatalysatoren, den Raffinerien und den Scheideanstalten entwickeln. Größer sind die Verluste hingegen bei der Erfassung und auch Aufbereitung von platin- und palladiumhaltigen Elektro- und Elektronikschrotten.