Ebola: Was passiert mit infektiösen Krankenhausabfällen?
2014 kam es in Afrika zum weltweit größten bisher bekannten Ausbruch von Ebolafieber. Drei infizierte internationale Helfer wurden nach Deutschland ausgeflogen, um hier behandelt zu werden. Auch ein Thema für das UBA – denn was passiert mit den infektiösen Krankenhausabfällen, die bei der medizinischen Behandlung von Ebola-Patienten entstehen?
Was Krankenhäuser, Betreiber von Sonderabfallverbrennungsanlagen und Gesundheitsämter bei der Entsorgung von infektiösen Abfällen zu beachten haben, darum ging es auf einer Informationsveranstaltung im Februar 2015, organisiert vom Robert-Koch-Institut, der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung sowie dem UBA. Sofern die Abfälle nicht am Ort ihrer Entstehung sicher desinfiziert werden können, ist es möglich, diese entsprechend einer gesonderten internationalen Transportvorschrift sicher zu verpacken (Dreifachverpackungen), in einem abgeschlossenen Bereich zu lagern, gegen mechanische Beschädigung der Verpackung gesichert zu transportieren und schließlich in speziell dafür zugelassenen Anlagen zu verbrennen. Da in Deutschland alle Voraussetzungen bestehen, Infektionsketten zu unterbrechen und die möglicherweise Erkrankten sicher zu versorgen, ist das Risiko des Ausbruchs einer Ebola-Epidemie nach Angaben des Robert-Koch-Instituts hier sehr gering.