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"Kultur - Fundament der Demokratie?" - Diskussion und Musik

Stiftung Bauhaus Dessau

Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau
Deutschland

http://www.bauhaus-dessau.de
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Mittwoch, 3. Juni 2026
18:00 — 20:00

Demokratie braucht ein starkes kulturelles Fundament. Auf der Suche nach einem weltläufigen und zugleich identitätsstiftenden Kulturbegriff diskutieren Gäste aus der Kultur und der Wissenschaft im historischen Bauhausgebäude in Dessau. Für den musikalischen Rahmen der Diskussion sorgt Sebastian Krumbiegel, Sänger und Mitbegründer der Band „Die Prinzen“.

Die aktuellen Debatten über die Zukunft einer offenen, demokratischen Gesellschaft in Deutschland werden zunehmend als Kulturkampf geführt, in dem der Austausch von Argumenten der Konfrontation von verhärteten Haltungen weicht. Dabei wird der Begriff „Kultur“ selbst zum Streitfall: Während eine Rückbesinnung auf vermeintlich nationale Traditionen als Reaktion auf globale Herausforderungen an Zustimmung gewinnt, geraten die Verteidigerinnen und Verteidiger einer pluralistischen und toleranten Demokratie zunehmend in Bedrängnis. Aber was steht auf dem Spiel, wenn man „Leitkultur und Multikulti“ als unversöhnliche Gegensätze behauptet? Kommt der deutschen Gegenwart in den zunehmend aggressiven Auseinandersetzungen zwischen Rechts und Links die Mitte abhanden? Und ist die teilweise in Wahlprogrammen erklärte „patriotische Kulturpolitik“ zugleich ein Angriff auf die kulturellen Fundamente der Demokratie?

Wenn man Kultur als jene gemeinsame Basis versteht, auf der das gesellschaftliche Zusammenleben ausgehandelt und beurteilt wird, dann sind die Erschütterungen dieses Fundaments auf allen Ebenen spürbar - lokal und regional, aber auch national und global. Dabei ist es längst offensichtlich, dass die Probleme und Krisen der Gegenwart nicht durch Abgrenzung, sondern nur durch den Dialog auf wissenschaftlicher Basis und in einem demokratischen Prozess gelöst werden können.

Mit dabei

Sebastian Krumbiegel, geboren 1966, ist Musiker, Texter, Komponist und Mitbegründer der Prinzen, die zahlreiche Hits landeten und 2021 ihr 30-jähriges Bestehen feierten. Zusätzlich ist er als Solokünstler aktiv, veröffentlicht Musik und geht mit Konzerten und musikalischen Lesungen auf Tour. Seit vielen Jahren engagiert er sich gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und soziale Ungerechtigkeiten, wofür er unter anderem 2012 mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet wurde. Krumbiegel lebt und arbeitet nach wie vor in Leipzig. 

Dirk Messner ist seit Januar 2020 Präsident des Umweltbundesamtes. Er ist außerdem Co-Direktor des „Käte Hamburger/Center for Global Cooperation Research“ an der Universität Duisburg Essen. Der international anerkannte Experte in den Bereichen Globalisierung/Global Governance und Transformationen zur Nachhaltigkeit war Mitglied in mehreren politischen Beiräten, u.a. Co-Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung globale Umweltveränderungen (WBGU) und des Sustainable Development Solutions Network Germany. 

Carena Schlewitt, geboren 1961 in Leipzig, ist Dramaturgin und Theaterleiterin. Sie studierte Theaterwissenschaften an der Humboldt Universität Berlin, arbeitete an der Akademie der Künste in Ost-Berlin und war bei internationalen Produktionshäusern und Festivals als Dramaturgin, Kuratorin und künstlerische Leiterin in Berlin, Düsseldorf und Basel tätig. Seit der Spielzeit 2018/2019 ist sie Intendantin von HELLERAU – Europäische Zentrum der Künste in Dresden, das 2026 mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet wurde.

Barbara Steiner, Kunsthistorikerin und Kuratorin, ist seit September 2021 Vorständin und Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau. Von 2001 bis 2011 war sie Direktorin der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig und von 2016 bis 2021 Direktorin des Kunsthauses Graz. In ihrer theoretischen und praktischen Arbeit befasst sie sich mit strukturellen und institutionellen Fragen. Dazu zählen Rahmenbedingungen kultureller Produktion genauso wie Effekte künstlerischen Arbeitens auf Institutionen und Gesellschaft. 

Olaf Zimmermann, Publizist, 2020 ausgezeichnet mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Er war Kunsthändler und Galerist. Seit März 1997 ist er Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates. Er ist Herausgeber und Chefredakteur von Politik & Kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrates. Er ist Vorsitzender des Beirates der Stiftung Digitale Spielekultur und Vorsitzender des Stiftungsbeirates der Kulturstiftung des Bundes, Sprecher der Initiative kulturelle Integration und Mitherausgeber von Zeitzeichen – Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft.

Die Moderation übernimmt Andreas Hillger, Dramaturg und Autor. 

Der Eintritt ist frei. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. 

Eine Anmeldung ist erforderlich unter:  

www.uba.de/kultur

 

Eine Veranstaltung vom Umweltbundesamt in Kooperation mit dem Deutschen Kulturrat und der Stiftung Bauhaus Dessau.

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