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Neues EMW-Unterstützungsangebot: die UmPARKUHR

Außenaktion
Außenaktion UmParkuhr
Quelle: Europäische Mobilitätswoche / Umweltbundesamt

Wie wird der Raum in meiner Kommune genutzt? Welche Potenziale bergen bestehende Flächen, die es zu heben gilt? Was könnte konkret getan werden? Bei der Beantwortung dieser und weiterer Fragen hilft unsere UmPARKUHR. Sie dient als Messgerät für Raumqualität und Potenzial und hilft dabei, die Umgebung genau zu untersuchen und mit Anwohner*innen und Bürger*innen ins Gespräch zu kommen.

Die UmPARKUHR hilft dabei, Straßenräume gemeinsam zu untersuchen und ihr Potenzial für eine andere Nutzung sichtbar zu machen. Sie eignet sich gut dafür, Begehungen öffentlicher Räume interessanter und interaktiver zu machen. Gleichzeitig kann sie dabei helfen, das Gesehene zu dokumentieren und später gemeinsam auszuwerten. 

Ganz konkret verfügt die UmPARKUHR über drei Drehregler zu den Themen „Zustand“, „mögliche Handlung“ und „Vision“. In Kleingruppen wird der Straßenraum erkundet und die derzeitige und zukünftige Nutzung von Flächen bewertet. 

In einem ersten Schritt wird der aktuelle Zustand einer Fläche ermittelt: 

  • Übernutzt: Fläche ist dauerhaft belegt, meist durch parkende Fahrzeuge. Kaum Wechsel, kaum Platz für andere Nutzungen.
  • Reserviert: Fläche ist belegt oder vorbehalten, steht aber oft leer. Nutzung exklusiv oder eingeschränkt.
  • Ungenutzt: Fläche wirkt weitgehend leer oder funktionslos (für Mensch und Natur).
  • Durchmischt: Fläche wird unterschiedlich genutzt. Nutzungen greifen ineinander, funktionieren nebeneinander.
  • Ungeregelt: Fläche wird genutzt, aber ohne erkennbare Struktur/ Regeln.

Nachdem der Zustand erfasst und mit dem Drehregler eingestellt wurde, kann die mögliche Handlung ermittelt werden: 

  • Ordnen: Struktur und Klarheit schaffen – Markierungen, Zonierungen, Regelung
  • Bewirtschaften: Nutzung über Preise, Zeiten oder Verlagerungen lenken
  • Aktivieren: Flächen oder Potenziale nutzbar machen
  • Umwandeln: Fläche umgestalten oder neuen Funktionen zuführen
  • Bewahren: Bestehende Nutzung erhalten – funktioniert gut, kein Handlungsbedarf 

In einem letzten Schritt wird überlegt, wofür sich diese Fläche noch eignen würde und eine Nutzungsidee benannt: 

  • Parken: Stellplatz bleibt oder wird kombiniert genutzt
  • Begrünen: Pflanzen, Entsiegelung, Kühlung, Schatten
  • Aufenthalt: Ort zum Verweilen, Begegnen, Spielen, Sitzen, Sport treiben
  • Bewegung: Raum für Rad-, Fuß- oder Mikromobilität
  • Experiment: Temporäre, flexible oder neue Nutzung erproben

Wenn alle Regler eingestellt sind, kann ein Foto der UmPARKUHR mit der bewerteten Fläche gemacht werden. Oftmals kommt es dabei im Straßenraum zu spontanen Interaktionen mit Anwohner*innen oder Passant*innen, die viele hilfreiche Hinweise und Ideen zu den untersuchten Räumen haben. So wirkt die UmPARKUHR nicht nur als Mess- und Beobachtungsinstrument, sondern hilft auch dabei, in den Austausch und Dialog zu kommen. 

Im Anschluss an die Begehung können die Bilder und Beobachtungen gemeinsam ausgewertet und nächste Schritte diskutiert werden. Die UmPARKUHR kann ganz praktisch genutzt werden und hilft dabei, Begehungen zu strukturieren und spannender zu machen. Eine von uns zur Verfügung gestellte Rallye kann außerdem genutzt werden, um den Kleingruppen für die Begehung bestimmte Aufgabenstellungen an die Hand zu geben. 

Wer die UmPARKUHR in der EMW nutzen möchte, kann sich gerne an emw@uba.de wenden und sie sich (bei Verfügbarkeit) ausleihen. 

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