Die Antarktis

Abgebildet ist eine Karte der Antarktis. zum Vergrößern anklicken
Seit ihrer Entdeckung faszinierte diese weite Eislandschaft die Menschen.
Quelle: Dorling Kindersley RF / Thinkstock

„Man stelle sich ein Land vor, so groß wie Australien und Europa zusammen. Sonniger als Kalifornien und kälter als das Gefrierfach eines Kühlschranks. Trockener als Arabien und höher als die Schweiz. Leerer als die Sahara. Es gibt nur einen Ort auf der Welt, auf den diese Beschreibung zutrifft: die Antarktis – dieser fremde, aber wunderschöne Kontinent im untersten Teil der Erde.” (J. M. Dukert)

Extreme am südlichen Ende der Welt

Die Antarktis erstreckt sich über den Kontinent Antarktika und das ihn umgebende Südpolarmeer. Mit der Region assoziiert man vorrangig gewaltige Eisberge und Pinguine. Jedoch steckt noch weitaus mehr in der so genannten „letzten Wildnis der Erde“. Das riesige Gebiet um den Südpol ist eine Region voller Extreme und bricht einige Rekorde:

Der antarktische Eisschild ist die größte zusammenhängende Eismasse der Erde, nur etwa zwei Prozent der Gesamtfläche sind eisfrei. Die Mächtigkeit des Eispanzers reicht von 0 bis nahezu 5.000 Metern.

Der Don Juan See am westlichen Ende des Wright Valley in Viktorialand ist mit über 40 Prozent Salzgehalt das salzhaltigste Gewässer der Erde.

Direkt am Südpol bleibt die Sonne von Ende September bis Ende März über dem Horizont. In der Antarktis herrschen Polartag und Polarnacht also jeweils für etwa ein halbes Jahr. Dementsprechend gibt es auch nur zwei Jahreszeiten: Sommer und Winter.

Die Antarktis ist mit durchschnittlich 2.500 Metern der Kontinent mit der höchsten durchschnittlichen Geländehöhe. Gleichzeitig befindet sich im Bentleygraben in der Westantarktis auch der tiefste nichtunterseeische Punkt der Erde – er ist fast 2.500 Meter tief.

Die tiefste jemals gemessene Temperatur wurde im Juli 1983 an der russischen Station Vostok genommen und betrug minus 89,2 Grad Celsius.
Zusätzlich wehen in der Antarktis starke Fallwinde – so genannte katabatische Winde – mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h.

Mount Erebus auf der Ross-Insel ist der südlichste aktive Vulkan der Welt, auf Deception Island befinden sich sogar Thermalquellen.

Durch die große Geländehöhe, die extrem niedrigen Temperaturen und dementsprechend wenig Niederschlag ist die Antarktis auch die trockenste Region und somit die größte Wüste der Welt.

Trotz der harschen Lebensbedingungen wimmelt es im Südpolarmeer und den Küstengebieten von Leben, das sich an die extremen Bedingungen angepasst hat.

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Schon gewusst?

Woher stammt der Begriff Antarktis?

Die Region der Arktis hat ihren Namen vom nördlichen Sternbild des Großen Bären (griech. „arktos”). „Ant-Arktis” soll ausdrücken, dass dieses Gebiet antipodisch zur Arktis liegt; also der Arktis „gegenüber”.

Was sind die Unterschiede zwischen Arktis und Antarktis?

Die Antarktis ist ein von Eis bedeckter und vom Meer (Südpolarmeer) umgebener Kontinent. Die Arktis ist ein von Kontinenten umgebenes Meer (Nordpolarmeer), auf dem eine mehrere Meter dicke Decke aus mehrjährigem Eis schwimmt

Am Südpol ist es mit durchschnittlich minus 50 Grad Celsius deutlich kälter als am Nordpol mit durchschnittlich minus 18 Grad Celsius.

In der Antarktis gibt es keine indigene Bevölkerung, im Gegensatz zu den Inuit in der Arktis.

In der Antarktis leben Pinguine. Eisbären sind nur in der Arktis beheimatet.

Was ist der Unterschied zwischen unserem Sommer und dem Südsommer?

Die auf der Erde unterschiedlich vorherrschenden Jahreszeiten sind in der Schiefe der Ekliptik, also der Neigung der Erdachse von 23,5 Grad zur Ebene ihrer Umlaufbahn um die Sonne, begründet. Im Südsommer (November bis März, Winterzeit auf der Nordhalbkugel) ist der Südpol zur Sonne geneigt und es herrscht bis zu 24 Stunden Tag. Im Südwinter (Nordsommer) zeigt der Südpol von der Sonne weg und es herrscht bis zu 24 Stunden Nacht.

Eine Gruppe Pinguine sitzt und steht auf einem Erdhügel. Dahinter ist Wasser auf dem Eisberge schwimmen. Im Hintergrund ist ein schnee- und eisbedecktes Gebirge.
Eselspinguine fühlen sich besonders entlang der Antarktischen Halbinsel wohl.
Quelle: Fritz Hertel/UBA