Menschen in der Antarktis

Auf einem Strandabschnitt liegt rostiger Schrott. Im Hintergrund erhebt sich ein Berg, der von Nebel verhüllt wird.zum Vergrößern anklicken
Mit den Menschen kommt auch die Gefährdung für das Ökosystem.

Schrott in der Antarktis

Quelle: Christina Braun/FSU Jena

Antarktika wurde erst im frühen 19. Jahrhundert entdeckt – vorher hatte nie ein Mensch den südlichsten Kontinent betreten. Auch heute gibt es abgesehen von wissenschaftlichen Stationen keine permanenten Siedlungen. Menschen, die heute in die Antarktis reisen sind entweder Forscherinnen und Forscher, Touristinnen und Touristen oder vertreten nationale und internationale Medien.

Der britische Seefahrer und Entdecker James Cook (1728-1779) drang im Januar 1774 weiter nach Süden vor als je ein Mensch zuvor und landete schließlich in Südgeorgien, einer Insel im Südpolarmeer. Das antarktische Festland jedoch wurde erst fast 50 Jahre später im Jahr 1821 von dem Robbenjäger John Davies betreten.

Im Gegensatz zu allen anderen Kontinenten leben in der Antarktis keine menschlichen Ureinwohner. Neben Pinguinen und Robben sind lediglich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie das Stationspersonal mehr oder weniger stetige Bewohner. Wer in der Antarktis arbeitet, tut dies in der Regel nur für einige Monate. Im Winter halten sich etwa 1.000, im Sommer etwa 4.000 Menschen in der Antarktis auf. Zusätzlich kommen während des antarktischen Sommers zehntausende Touristen dazu, die die Antarktis jedoch zumeist von Schiffen aus besuchen.

Mit den Menschen kommt auch die Gefährdung des Ökosystems

Alle menschlichen Aktivitäten in der Antarktis benötigen wegen der Abgeschiedenheit und der extremen Klimabedingungen eine aufwendige Logistik verbunden mit umfangreichen Vorsichts- und Sicherungsmaßnahmen. Umweltprobleme in der Antarktis entstehen durch die menschliche Nutzung. Sowohl der Tourismus als auch die Forschung belasten das dortige Ökosystem. Mit steigender Zahl der Forschungsstationen nehmen Flug-, Schiffs- und Fahrzeugbewegungen für Personentransport und Logistik, Luftbelastung durch Abgase, die Menge des anfallenden Mülls und der Abwässer, die Gefahren potentieller (Öl-)Unfälle zu.

Besonders beim Tourismus ist eine Lenkung und Beschränkung erwünscht, um andere Gebiete noch möglichst lange und weitestgehend ungestört für wissenschaftliche Grundlagenuntersuchungen zu erhalten.
Der antarktische Kontinent ist die letzte große zusammenhängende Region der Erde, die vom Menschen noch weitestgehend unbeeinflusst ist. Deshalb bietet die Antarktis einzigartige Möglichkeiten für das wissenschaftliche Studium völlig ungestörter, natürlicher Zustände wie sie für Vergleichs-, Referenz-, Hintergrund- und andere Untersuchungen wichtig sind.

Informieren Sie sich auf den folgenden Seiten über die spannende Entdeckungsgeschichte der Antarktis, Forschung und Logistik an den zahlreichen Stationen sowie über die Geschichte des Antarktistourismus