Schimmel

Schimmelpilzezum Vergrößern anklicken
Schimmelpilzsporen können ungesund sein, wenn sie in großen Mengen eingeatmet werden.
Quelle: Regine Szewzyk / Umweltbundesamt

FAQ

  • Wie kann ich dem Schimmelpilzbefall vorbeugen?

    Jeder Tag mit feuchten Wänden und Gegenständen erhöht das Risiko eines Schimmelpilzwachstums. Trocknen Sie deshalb die feuchten Gegenstände und Wohnungen möglichst rasch durch gezieltes Heizen und Lüften. Am besten sorgen Sie über mehrere Tage für Durchzugslüftung. Trockene Wände sind die beste Vorsorge gegen Schimmelpilzbefall und die Basis für eine dauerhafte Sanierung.Umweltmedizinische Beratun… weiterlesen

  • Schutzmaßnahmen: Worauf muss ich bei der Entfernung von Schimmel achten?

    Schutzmaßnahmen beachten!Schwer zu reinigende Gegenstände,  z.B. Textilien, abdecken oder aus dem Sanierungsbereich entfernen.Lebensmittel und andere Gegenstände wie Kinderspielzeug und Kleidung vor der Sanierung aus dem Raum entfernen.Möglichst staubarm arbeiten (z.B. Oberflächen vorher absaugen oder anfeuchten).Eine Ausbreitung von Schimmelpilzsporen vermeiden.Schimmelpilze nicht mit bloßen Händ… weiterlesen

  • Wie finde ich eine fachkundige Firma bei Schimmelbefall?

    An folgende Verbände sowie das Netzwerk Schimmelpilzberatung können Sie sich wenden:Bundesverband Schimmelpilzsanierung e.V.Berufsverband Deutscher Baubiologen VDB e.V.Beratungsstandorte des Netzwerkes Schimmelpilzberatung in Deutschland weiterlesen

  • Woran erkenne ich einen guten Sachverständigen für die Probenahme und die Bewertung von Schadstoffen in Innenräumen?

    Sachverständige für die Probenahme und die Bewertung von Schadstoffen in Innenräumen besitzen ein abgeschlossenes Hoch- bzw. Fachhochschulstudium (Mikrobiologie, Chemie oder Ingenieurwissenschaft) bzw. eine Meister- oder Technikerausbildung für ein entsprechendes ArbeitsgebietGute Sachverständige:besitzen eine Zusatzqualifikation in den Bereichen Analytik, Baubiologie, Bauphysik, Bauwesen, Innenra… weiterlesen

  • Woran erkenne ich ein qualifiziertes Schimmelpilzlabor?

    Qualifizierte Labore:besitzen eine Genehmigung zum Arbeiten mit infektiösem Material, v.a. auf dem Gebiet der Schimmelpilzidentifizierung, entsprechend § 44 Infektionsschutzgesetzhaben mehrjährige praktische Erfahrungen und theoretische Kenntnisse auf dem Gebiet der Umweltmykologienehmen regelmäßig an mykologischen Weiterbildungsveranstaltungen teilorientieren sich bei ihrer Arbeit (Probenlagerung… weiterlesen

  • Was tun bei Schimmel in meiner Wohnung?

    Generell gilt: Materialien, auf denen Schimmelpilze wachsen, müssen gereinigt oder entfernt werden. Die Ursachen für die erhöhte Feuchtigkeit, die zu dem Schimmelwachstum geführt haben, müssen geklärt und abgestellt werden. (siehe Leitfaden 2005, S. 24 ff. )Sie können kleineren Schimmelbefall (zum Beispiel < 0,5 m2 und nur oberflächlicher Befall) selbst beseitigen, wenn Sie nicht allergisch auf… weiterlesen

  • Wo finde ich Beratung zum Thema Schimmel in Innenräumen?

    Einige Gesundheitsämter bieten Beratung bei Schimmelpilzproblemen an. Für die Anzeige von Schimmelproblemen in öffentlichen Gebäuden (zum Beispiel Kindergärten, Schulen) sind die örtlichen Gesundheitsämter zuständig.Mietervereine geben Tipps zum Umgang mit Vermietern, wenn ein Schimmelpilzproblem auftritt.In Bundesländern, in denen Wohnungsaufsichtsgesetze bestehen (Hamburg, NRW, Berlin, Hessen),… weiterlesen

  • An wen kann ich mich wenden, wenn ich vermute, durch Schimmel krank zu sein?

    Grundsätzlich ist Ihr Hausarzt als erster Ansprechpartner zuständig, der Sie gegebenenfalls zu Spezialisten zur weiteren Abklärung Ihrer Symptome schicken kann. Einige Mitglieder im Netzwerk Schimmelpilzberatung bieten auch medizinische Hilfestellung an. In Deutschland gibt es nur wenige umweltmedizinische Zentren, die sich auf die Behandlung von Patienten mit Umwelterkrankungen spezialisiert habe… weiterlesen

  • Wie kann man Schimmel in der Wohnung vorbeugen?

    Ein baulich intaktes Gebäude, in das keine Feuchte von außen eindringt, ist Voraussetzung für gesundes Wohnen. Vorbeugend gegen Schimmelwachstum wirkt richtiges Heizen und Lüften - mit regelmäßigem Abführen der Feuchtigkeit nach außen. Wärmedämmmaßnahmen können das Problem von Wärmebrücken mit kalten Wandtemperaturen reduzieren. Wenn bei einer energetischen Sanierung, dicht schließende Fenster ein… weiterlesen

  • Wie gesundheitsschädlich ist Schimmel in der Wohnung?

    Zahlreiche Studien zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Schimmelpilzen sehen einen Zusammenhang zwischen der Belastung durch Schimmelpilze und Atemwegsbeschwerden (WHO 2010 und WHO 2009). Sporen und Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen können, über die Luft eingeatmet, allergische und reizende Reaktionen beim Menschen auslösen. Es konnte jedoch bisher noch nicht festgestellt werden, ab welc… weiterlesen

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Schimmelpilze sind allgegenwärtig und nützlich für die Umwelt. Sie können aber auch die menschliche Gesundheit beeinträchtigen, besonders dann, wenn sie sich beispielsweise in unseren Wohnungen stark vermehren. Wie kommen die Schimmelpilze dort hin, wie erkennen wir sie und was kann gegen eine ungesunde Schimmelvermehrung getan werden?

Was sind Schimmelpilze?

Zu den Schimmelpilzen werden Pilze gerechnet, die typische Pilzfäden und winzige, nur unter dem Mikroskop sichtbare Sporen ausbilden. Schimmelpilze gehören zu unserer natürlichen Umwelt. Sie sind an der Zersetzung von organischem Material beteiligt und spielen damit eine wichtige Rolle im Kreislauf der Natur. Die Sporen von Schimmelpilzen sind daher allgegenwärtig, unter anderem im Boden und in der Luft. Sie können Monate und Jahre auch bei Trockenheit überleben; wachsen können sie aber nur in feuchter Umgebung.

Wie kommt es zu Schimmel in der Wohnung?

Schimmelpilzsporen sind immer im Innenraum vorhanden. Zu einem Wachstum von Schimmelpilzen kommt es aber nur, wenn die Sporen auf eine feuchte Oberfläche treffen. Durch das Wachstum entsteht dann sichtbarer Schimmelbefall. Neben Schimmelpilzen können auch andere Mikroorganismen (z.B. Aktinobakterien) in feuchten Innenräumen wachsen. Ursachen erhöhter Feuchte in der Wohnung können zum Beispiel sein:

  • direkter Eintrag von Feuchtigkeit über defekte Dächer, Risse im Mauerwerk, aufsteigende Feuchte in Wänden,
  • ungenügendes Austrocknen bei Neubauten oder nach Baumaßnahmen,
  • Wassereintritt infolge von Rohrbrüchen oder anderen Wasserschäden,
  • unzureichende Abfuhr erhöhter Raumluftfeuchte durch zu wenig Lüftung,
  • Kondensation der Luftfeuchte im Bereich von „kalten“ Wänden, die beispielsweise durch Wärmebrücken oder bei unzureichender Wärmedämmung sowie durch unsachgemäßes Heizen entstehen.

Wie gefährlich ist Schimmel in der Wohnung?

Von Schimmelpilzen kann eine Gesundheitsgefahr ausgehen, wenn die Sporen in großer Zahl eingeatmet werden. Grundsätzlich sind alle Schimmelpilze in der Lage, allergische Reaktionen wie beim Heuschnupfen (laufende Nase, Augenreizungen, Niesen) auszulösen. Wenn Sie in einer feuchten, schimmligen Wohnung leben, haben Sie außerdem ein erhöhtes Risiko für Atemwegserkrankungen und Atemwegsinfektionen sowie für eine Verstärkung einer vorhandenen Asthmaerkrankung.

Wie kann man Schimmel in der Wohnung vorbeugen?

Ein baulich intaktes Gebäude, in das keine Feuchte von außen eindringt, ist Voraussetzung für gesundes Wohnen. Vorbeugend gegen Schimmelwachstum wirkt richtiges Heizen und Lüften – mit regelmäßigem Abführen der Feuchtigkeit nach außen. Wärmedämmmaßnahmen können das Problem von Wärmebrücken mit kalten Wandtemperaturen reduzieren. Wenn bei einer energetischen Sanierung, dicht schließende Fenster eingebaut werden, müssen Sie aber verstärkt lüften, um die Feuchte im Raum und damit die Schimmelgefahr zu reduzieren. Bei Havarien (z.B. Wasserrohrbruch, Überschwemmungen) ist es wichtig, die betroffenen Materialien möglichst schnell zu trocknen, um Schimmelwachstum zu vermeiden.

Woran erkennt man Schimmel in der Wohnung?

Schimmelpilze bilden beim Wachstum durch ihre gefärbten Sporen farbige, oft braune oder schwarze Flecken an Wänden, Decken oder Mobiliar. Manchmal wachsen sie aber auch im Verborgenen hinter Schränken oder in abgehängten Decken. Dann ist ein erster Hinweis oft ein modriger, muffiger Geruch.

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