Umweltmanagement im UBA

EMAS-Logo auf der Eingangstür des UBA-Dienstgebäudes in Dessau-Roßlauzum Vergrößern anklicken
Das UBA war 2001 die erste Bundesbehörde, die für ihr Umweltmanagement das EMAS-Zertifikat bekam
Quelle: Umweltbundesamt

2001 führte das UBA als erste Bundesbehörde EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) an ihrem Dienstsitz in Berlin ein. Mittlerweile sind alle 15 Standorte des UBA – einschließlich aller Luftmessstationen sowie der Geschäftsstelle des Sachverständigenrates für Umweltfragen – nach EMAS validiert. Dies wird jährlich von einem unabhängigen Umweltgutachter überprüft.

Unser Umweltmanagement im Überblick

Das Umweltbundesamt hat sich konsequent für das derzeit anspruchsvollste Umweltmanagementsystem entschieden. Die Veröffentlichung der EMAS-Umwelterklärung macht alle umweltrelevanten Aspekte des betrieblichen Umweltschutzes im UBA für die Öffentlichkeit transparent.

In unseren Umweltleitlinien verpflichten wir uns zu grundlegenden Prinzipien des betrieblichen Umweltschutzes im UBA. Konkretisiert werden diese Prinzipien durch quantifizierte und überprüfbare Ziele sowie zahlreiche Maßnahmen, mit denen diese Ziele erreicht werden sollen. So haben wir uns bis 2017 konkrete Ziele, zum Beispiel für die Verringerung des Energieverbrauchs, die Erzeugung erneuerbarer Energien, eine umweltverträgliche Mobilität oder die umweltfreundliche Beschaffung gesetzt.

Wir informieren unsere Beschäftigten regelmäßig über Umweltverhalten am Arbeitsplatz. Um die Umweltbelastungen durch unsere vielen Dienstreisen zu verringern, haben wir Leitlinien für umweltverträgliche Dienstreisen beschlossen. Eine umweltorientierte Beschaffung, die sich an unseren fachlichen Empfehlungen orientiert, ist für uns selbstverständlich. Das schließt auch hohe Umweltschutzanforderungen an die Bau- und Sanierungsvorhaben an unseren Liegenschaften ein. Damit verringern wir nicht nur die von unseren Standorten ausgehenden Umweltbeeinträchtigungen, sondern erhöhen auch die praktische Relevanz und Glaubwürdigkeit unserer fachlichen Empfehlungen in diesem Bereich. Ebenso wollen wir das Umweltverhalten unserer Vertragspartner und Besucherinnen und Besucher beeinflussen sowie unsere Kooperationspartner in ihren Bemühungen zum Umweltschutz unterstützen.

Die Zuständigkeiten, Schwerpunkte, Ziele und Aktivitäten sowie die wichtigsten Kennzahlen unseres Umweltmanagements beschreiben wir in unserer EMAS- Umwelterklärung, die jährlich aktualisiert wird.

Banner mit der Aufschrift "EMA Winner Awards 2014", im Hintergrund ein grüner Wald
Für das Nullenergie-Bürogebäude "Haus 2019" in Berlin-Marienfelde gewann das UBA den EMAS Award 2014
Quelle: EMAS Helpdesk

Unsere konkreten Ziele

Aktuelle Schwerpunkte des Umweltmanagements im UBA sind die Aspekte Energieeinsparung, erneuerbare Energieerzeugung, Mobilität, Biodiversität und Flächennutzung, Beschaffung und Vertragsgestaltung sowie Kooperation mit anderen Institutionen. Für jeden dieser Schwerpunkte formuliert das UBA konkrete, überprüfbare Ziele. 2014 hat das UBA die folgenden Ziele beschlossen:

Energieeinsparungen und Nutzung erneuerbarer Energien

  • Bis 2017 wollen wir den Gesamtenergieverbrauch unserer Liegenschaften um 3 Prozent gegenüber 2013 senken, von derzeit knapp 13.400 MWh auf rd. 13.000 MWh/a.
  • Die Neubauten des UBA sollen die Energieeffizienzanforderungen des Goldstandards nach dem BNB (Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen der Bunderegierung) für Bürogebäude sowie vergleichbare Anforderungen für Gebäude mit besonderer technischer Ausstattung (Labore, Messstationen) einhalten.
  • Wir wollen den Energiebedarf unseres Rechenzentrums am Bismarckplatz in Berlin-Grunewald bis 2017 um 15 Prozent verringern, d.h. von derzeit 354 MWH auf 300 MWh/a.
  • Das Rechenzentrum in Dessau-Roßlau soll bis 2017 den Anforderungen des Blauen Engels für Rechenzentren entsprechen, was mit deutlichen Energieeinsparungen verbunden ist.
  • Wir wollen bis 2017 die Kapazität zur Erzeugung erneuerbarer Energie von 278 MWH (2013) auf über 500 MWh pro Jahr ausbauen.

Umweltorientierte Mobilität

  • Wir wollen den Anteil des Umweltverbundes an den Arbeitswegen sauf dem bisherigen, hohen Niveau von knapp 70 Prozent stabilisieren.
  • Die CO2-Emissionen unserer Kfz-Flotte sollen bis 2017 von derzeit gut 73 t auf 70 t pro Jahr gesenkt werden.
  • Wir wollen die Klimawirkungen unserer Dienstreisen ermitteln und damit die Datengrundlage für eine mögliche Klimakompensation schaffen.

Biodiversität und Flächennutzung

  • Wir wollen die ökologische Qualität der Flächennutzung im UBA erhöhen und hierzu geeignete Indikatoren definieren und erheben.
  • An ausgewählten Standorten des UBA wollen wir die versiegelte Fläche verringern.
  • Wir wollen Niederschläge vorrangig vor Ort nutzen oder versickern.
  • Bei der Anlage von Kfz-Stellplätzen im Freien wollen wir vorrangig teiloffene Beläge oder wassergebundene Decken statt Beton oder Asphalt einbauen.

Beschaffung und Vertragsgestaltung

  • In allen relevanten Liefer- und Dienstleistungsverträgen wollen wir weiterhin Umweltanforderungen aufnehmen und konkretisieren.
  • Wir wollen alle wichtigen Vertragspartner über die Umweltleitlinien sowie die relevanten Empfehlungen des UBA informieren.
  • Veranstaltungen des UBA wollen wir weiterhin umweltverträglich durchführen und uns dabei am aktuellen Leitfaden für die nachhaltige Organisation von Veranstaltungen orientieren.
  • Wir wollen für alle Veranstaltungen des UBA Klimaneutralität durch entsprechende Kompensationszahlungen sicherstellen.

Kooperation mit anderen Institutionen

  • Unsere Erfahrungen mit EMAS wollen wir auch auch außerhalb der EMAS-Umwelterklärung veröffentlichen und anderen Institutionen zur Verfügung stellen.
  • Wir wollen die Anforderungen an umweltrelevante Managementsysteme weiterentwickeln und unsere Erkenntnisse und Vorschläge in die relevanten nationalen und internationalen Gremien einbringen.
  • Bei der anstehenden Novellierung der EMAS-Verordnung werden wir uns dafür einsetzen, dass EMAS-Organisationen künftig stärker von Vollzugserleichterungen und anderen ökonomisch wirkenden Vorteilen profitieren können.
  • Wir wollen Netzwerke fördern, in denen Behörden und andere Institutionen ihre praktischen Erfahrungen mit umweltrelevanten Managementsystemen austauschen und erweitern können.

Umweltprogramm und Überwachung der Umweltziele

Um die genannten Ziele zu erreichen, schreibt das UBA sein Umweltprogramm mit zahlreichen Maßnahmen kontinuierlich fort. Die Einhaltung der Ziele und den Erfolg der Maßnahmen unseres Managements wollen wir systematisch durch die Erhebung von Umweltkennzahlen sowie durch regelmäßige interne Umweltaudits überprüfen. Dabei wollen wir den im UBA vorhandenen Sachverstand auch weiterhin eng mit unserem Management verzahnen. Dovon profitiert nicht nur das Umweltmenagement, sondern auch die fachliche Arbeit gewinnt an praktischer Fundierung und Glaubwürdigkeit.