Umweltmanagement im UBA

EMAS-Logo auf der Eingangstür des UBA-Dienstgebäudes in Dessau-Roßlauzum Vergrößern anklicken
Das UBA war 2001 die erste Bundesbehörde, die für ihr Umweltmanagement das EMAS-Zertifikat bekam
Quelle: Umweltbundesamt

Bereits seit Mitte der 1990er-Jahre hat das UBA ein Umweltmanagementsystem. Im Jahr 2001 war das UBA die erste Bundesbehörde, die an ihrem Dienstsitz in Berlin-Grunewald EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) einführte. Mittlerweile erfüllen zwölf Standorte des UBA die strengen EMAS-Anforderungen. Dies wird jährlich von einem unabhängigen Umweltgutachter überprüft.

Unser Umweltmanagement im Überblick

Das Umweltbundesamt hat sich konsequent für das derzeit anspruchsvollste Umweltmanagementsystem entschieden. Die Veröffentlichung der EMAS- Umwelterklärung macht alle umweltrelevanten Aspekte des betrieblichen Umweltschutzes im UBA für die Öffentlichkeit transparent.

In unseren Umweltleitlinien verpflichten wir uns auf grundlegende Prinzipien des betrieblichen Umweltschutzes im UBA. Konkretisiert werden diese Prinzipien durch quantifizierte und überprüfbare Ziele sowie zahlreiche Maßnahmen, mit denen diese Ziele erreicht werden sollen. Dies betrifft zum Beispiel die Verringerung des Energieverbrauchs, den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien, eine umweltverträgliche Mobilität oder die umweltfreundliche Beschaffung.

Bei der Bewirtschaftung unserer Liegenschaften haben Energieeinsparungen, Ressourcenschutz und die umweltschonende Nutzung von Flächen Priorität. Wir informieren unsere Beschäftigten regelmäßig über Umweltverhalten am Arbeitsplatz. Um die Umweltbelastungen durch unsere vielen Dienstreisen zu verringern, haben wir Leitlinien für umweltverträgliche Dienstreisen beschlossen. Daneben wollen wir gezielt die Umweltauswirkungen aus dem Betrieb unserer Computer und des Rechenzentrums verringern. Eine umweltorientierte Beschaffung, die sich an unseren fachlichen Empfehlungen orientiert, ist für uns selbstverständlich. Ebenso wollen wir das Umweltverhalten unserer Vertragspartner und Besucherinnen und Besucher beeinflussen.

Die Zuständigkeiten, Schwerpunkte, Ziele und Aktivitäten sowie die wichtigsten Kennzahlen unseres Umweltmanagements beschreiben wir in unserer EMAS- Umwelterklärung, die jährlich aktualisiert wird.

Banner mit der Aufschrift "EMA Winner Awards 2014", im Hintergrund ein grüner Wald
Für das Nullenergie-Bürogebäude "Haus 2019" in Berlin-Marienfelde gewann das UBA den EMAS Award 2014
Quelle: EMAS Helpdesk

Unsere konkreten Ziele

Das UBA orientiert sein Umweltmanagement an konkreten und messbaren Zielen. 2011 hat das UBA daher insbesondere für die Schwerpunkte Energie, Mobilität und Flächenverbrauch überprüfbare Ziele beschlossen, die bis 2014 erreicht werden sollen.

Ziele zum Energieverbrauch und zu erneuerbaren Energien

  • Bis 2014 wollen wir den Energieverbrauch unserer Liegenschaften um 5 Prozent gegenüber 2010 senken.
  • Die Menge der im UBA erzeugten und selbst genutzten erneuerbaren Energie soll sich bis 2014 um zwei Drittel gegenüber 2010 erhöhen, das heißt von ca. 300 auf 500 Megawattstunden pro Jahr.
  • An allen Standorten soll ab 2012 ausschließlich Ökostrom, der den anspruchsvollen, vom UBA empfohlenen Anforderungen genügt, bezogen werden (dieses Ziel ist bereits erfüllt).
  • Der Energiebedarf unseres Rechenzentrums am Bismarckplatz in Berlin-Grunewald soll nach dem geplanten Umbau mit rund 200 Megawattstunden pro Jahr nur noch halb so hoch wie zuvor sein.

Ziele zur umweltorientierten Mobilität

  • Der Anteil des Umweltverbund es an den Arbeitswegen soll bis 2014 von 67 Prozent (2009) auf 70 Prozent erhöht werden.
  • Die CO2-Emissionen unserer Kfz-Flotte sollen bis 2014 um 10 Prozent gegenüber 2010 gesenkt werden.
  • Die Notwendigkeit von Dienstreisen soll auch dadurch verringert werden, dass wir die Zahl der Videokonferenzen bis 2014 um 20 Prozent gegenüber 2010 steigern. (Dieses Ziel wurde bereits 2012 erfüllt)

Ziele zur Flächennutzung

  • Die geplanten Baumaßnahmen in Berlin sollen nicht zu einer Zunahme der versiegelten Fläche führen.
  • Der vorgesehene Erweiterungsbau in Dessau-Roßlau soll zu einer Verringerung der versiegelten Fläche führen.
  • Die auf den Liegenschaften des UBA in Berlin-Grunewald und in Berlin-Marienfelde anfallenden Niederschläge sollen vollständig vor Ort genutzt oder versickert werden.
  • An den Messstationen Zingst und Schauinsland soll der Anteil der überbauten und Verkehrsfläche um 5 Prozent abnehmen. Die dabei frei werdenden Flächen sollen entsiegelt und renaturiert werden.
  • Bei der Anlage von Kfz-Stellplätzen im Freien sollen – soweit möglich – teiloffene Beläge oder wassergebundene Decken statt Beton oder Asphalt eingebaut werden.

Umweltprogramm und Überwachung der Umweltziele

Um die genannten Ziele zu erreichen, schreibt das UBA sein Umweltprogramm mit zahlreichen Maßnahmen kontinuierlich fort. Der Erfolg dieser Maßnahmen und die Einhaltung der Ziele werden systematisch durch die Erhebung von Umweltkennzahlen sowie durch regelmäßige interne Umweltaudits überprüft und in der EMAS-Umwelterklärung  jährlich dokumentiert.

Baumaßnahmen helfen Umweltziele zu erreichen

Einen wesentlicher Beitrag, um diese Ziele zu erreichen, leisten die vorgesehenen Neu- und Umbauten an unseren Liegenschaften. Neubauten sollen den Standard „Null-Energie-Haus “ bis „Plus-Energie-Haus “ aufweisen und bereits heute den ab 2019 geltenden EU-Anforderungen genügen. Sie sollen zudem den Gold-Standard nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesbauten (BNB)  erfüllen. Durch den Umbau von Dienstgebäuden wollen wir zeigen, dass auch bestehende Gebäude anspruchsvolle Anforderungen an die Energieeffizienz wirtschaftlich erfüllen können.

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