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Umwelt und Wirtschaft

Umweltschutz findet auf vielen Ebenen statt und ist in vielfältiger Weise mit wirtschaftlichem Handeln verknüpft. Beispiele sind die Investitionen des Staates und der Wirtschaft für den Umweltschutz, Arbeitsplätze, die durch Umweltschutz geschaffen werden oder auch die Erfolge der deutschen Unternehmen im internationalen Handel mit Umweltschutzgütern.

In der öffentlichen Diskussion entsteht häufig der Eindruck, Umweltschutz sei ausschließlich ein Kostenfaktor. Eine solche Sichtweise ist jedoch verkürzt: Umweltschutz zahlt sich auch ökonomisch aus. Denn viele Umweltschutzmaßnahmen rentieren sich schon aus einzelwirtschaftlicher Sicht, etwa durch Kosteneinsparungen in Form geringerer Energie-, Wasser-, Material- oder Entsorgungskosten.

Da Umweltschutz dazu führt, Umweltschäden zu verringern, entstehen für die Gesellschaft außerdem geringere Folgekosten. So genannte externe Kosten, die durch Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung oder den Klimawandel verursacht werden, sinken. Das lässt sich auch ökonomisch bewerten. Zum Beispiel liegen die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz verminderten Umweltschäden schon heute in der gleichen Größenordnung wie die zusätzlichen Kosten. Im Jahr 2020 werden die jährlich vermiedenen externen Umweltkosten voraussichtlich schon doppelt so hoch sein wie die Zusatzkosten.

Das macht deutlich, dass sich Umweltschutz und wirtschaftliche Entwicklung nicht ausschließen, sondern unterstützen. Heute ist der Umweltschutz längst ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Zu dem Bedeutungsgewinn tragen auch das hohe Umweltbewusstsein der Bevölkerung und die fortschrittliche Umweltgesetzgebung bei: Staatliche Anreize und Regulierungen lösen Innovationen in den forschungsintensiven Branchen aus. Positive Impulse für den Arbeitsmarkt gehen vor allem von drei Faktoren aus: dem dynamischen Wachstum der erneuerbaren Energien, dem steigenden Export von Umweltschutzgütern und Beschäftigungszuwächsen bei den umweltorientierten Dienstleistungen.

Wichtiges in Kürze

  • Die Abbildung zeigt die Entwicklung der Umweltkosten durch Energieerzeugung und Verkehr von 2008 bis 2014. Im Jahr 2014 waren es 138,3 Milliarden Euro. Im Jahr 2014 betrugen die Kosten 130,1 Milliarden Euro.
    Indikator: Umweltkosten von Energieerzeugung und Straßenverkehr

    Die Umweltkosten von Energie und Straßenverkehr sind von 2008 bis 2014 insgesamt nur um 6 Prozent (%) zurückgegangen. Die verkehrsbedingten Umweltkosten stiegen zwischen 2008 und 2014 um fast 6 % an. Umweltkosten durch Strom und Wärme sind in den letzten Jahren um 12 bzw. 13 % gesunken. weiterlesen

  • Die Entwicklung umweltbezogener Steuern von 1995 bis 2015 ist im Verhältnis zu den gesamten Steuereinnahmen der öffentlichen Haushalte anhand eines Diagrammes dargestellt.
    Indikator: Umweltbezogene Steuern

    Im Jahr 2015 beliefen sich die Einnahmen aus umweltbezogenen Steuern auf 58,2 Milliarden (Mrd.) Euro. Den größten Anteil daran hatte die Energiesteuer mit 39,6 Mrd. Euro, gefolgt von der Kraftfahrzeugsteuer (8,8 Mrd. Euro) und der Stromsteuer (6,6 Mrd. Euro). Der Anteil umweltbezogener Steuern am gesamten Steueraufkommen beträgt nur noch 8,7 Prozent und hat damit einen erneuten Tiefstand erreicht. weiterlesen

  • Der Anteil der Beschäftigten im Umweltschutz an allen Beschäftigten betrug im Jahr 2012 5,2 Prozent. Im Jahr 2004 lag er noch bei 3,8 Prozent.
    Indikator: Beschäftigte im Umweltschutz

    Umweltschutz sichert Arbeit: Im Jahr 2012 arbeiteten 2,2 Millionen Menschen für den Umweltschutz, das sind mehr als 5 Prozent aller Arbeitsplätze. weiterlesen

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Welchen ökonomischen Stellenwert hat der Umweltschutz?

Gesellschaftliche Kosten von Umweltbelastungen

Umweltbelastungen verursachen hohe Kosten für die Gesellschaft, etwa durch umweltbedingte Gesundheits- und Materialschäden, Ernteausfälle oder die Kosten des Klimawandels. So hat im Jahr 2014 die Nutzung der fossilen Energieträger bei der Stromerzeugung Umweltkosten von etwa 47 Milliarden Euro verursacht. Eine ambitionierte Umweltpolitik senkt diese Kosten. weiterlesen

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Umweltschädliche Subventionen in Deutschland

Umweltschädliche Subventionen konterkarieren nicht nur den Umwelt- und Klimaschutz, sondern belasten auch die öffentlichen Kassen. Durch ihren Abbau könnte der Staat neue finanzielle Freiräume zur Gestaltung einer nachhaltigen Politik bekommen. Im Jahr 2012 beliefen sich die umweltschädlichen Subventionen in Deutschland auf über 57 Milliarden Euro. weiterlesen

193

Umweltbezogene Steuern und Gebühren

Im Jahr 2015 beliefen sich die Einnahmen aus umweltbezogenen Steuern auf 58,2 Milliarden (Mrd.) Euro. Den größten Anteil daran hatte die Energiesteuer (die frühere Mineralölsteuer) mit 39,6 Mrd. Euro, gefolgt von der Kraftfahrzeugsteuer (8,8 Mrd. Euro) und der Stromsteuer (6,6 Mrd. Euro). weiterlesen

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Beschäftigung und Umweltschutz

Im Jahr 2012 waren in Deutschland erstmals mehr als zwei Mio. Personen im Umweltschutz tätig. Mit einem Anteil von 5,2 % an allen Erwerbstätigen ist der Umweltschutz damit ein wichtiger Faktor für den gesamten Arbeitsmarkt. Deutlich zugenommen hat die Beschäftigung im Bereich der umweltschutzorientierten Dienstleistungen. Hier wird nun eine Beschäftigung in Höhe von 1,38 Mio. Personen geschätzt. weiterlesen

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Umweltwirtschaft und grüne Zukunftsmärkte

Umweltschutz hat sich in Deutschland und weltweit zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Die Weltmärkte für Umwelt- und Effizienztechnologien weisen ein sehr hohes Wachstum auf und für die Unternehmen werden Energie-, Rohstoff- und Materialeffizienz zu einem immer wichtiger werdenden Wettbewerbsfaktor. weiterlesen

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Ausgaben für den Umweltschutz

Staat und Wirtschaft gaben im Jahr 2010 etwa 1,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für den Umweltschutz aus. Damit setzte sich die relativ stabile Entwicklung der Umweltschutzausgaben fort. Der größte Teil der Ausgaben entfiel auf die Abfallentsorgung und den Gewässerschutz. weiterlesen

220

Wie reagieren Politik, Wirtschaft und Gesellschaft?

Umwelt- und Energiemanagementsysteme

Unternehmen, Behörden und sonstige Organisationen leisten mit dem Betrieb von Umwelt- und Energiemanagementsystemen einen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften. EMAS hat sich als anspruchsvollstes und effektives Instrument des Umweltmanagements bewährt. Es ergänzt die Umweltmanagementnorm ISO 14001 um mehr Transparenz und Rechtssicherheit und erleichtert ein Energiemanagement nach ISO 50001. weiterlesen

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Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt