Messen/Beobachten/Überwachen

Staub- und Niederschlagssammler Messfeld - Messstation Schmücke Thüringer Waldzum Vergrößern anklicken
Staub- und Niederschlagssammler Messfeld - Messstation Schmücke Thüringer Wald
Quelle: Umweltbundesamt

Schadstoffe, die durch die Luft transportiert werden, lassen sich mit den menschlichen Sinnen oft nicht wahrnehmen. Um dennoch zu wissen, ob und welche Schadstoffe in der Luft vorhanden sind, betreiben das UBA und die Länder Luftmessnetze. Die Anwendung einheitlicher Messmethoden und Qualitätskriterien stellt sicher, dass die erhobenen Daten vergleichbar und aussagekräftig sind.

Messung weiträumig transportierter Belastungen

Um saubere Luft für Mensch und Umwelt zu garantieren oder ihre Qualität wenn nötig verbessern zu können, führen Experten bundesweit regelmäßig Messungen durch. Dabei erfüllen die vom Umweltbundesamt und den einzelnen Bundesländern betriebenen Luftmessnetze unterschiedliche Aufgaben.

Das Luftmessnetz des Umweltbundesamtes betreibt Messstationen außerhalb von Ballungsgebieten und Städten. Nahe Schadstoffquellen, wie Industriestandorte, Kraftwerke oder Verkehrsachsen sollen die Messungen nicht beeinflussen.

Im ländlichen Bereich gelegen, ermitteln die Stationen des Umweltbundesamtes die Qualität weiträumig und grenzüberschreitend herantransportierter Luftmassen.

Beobachtungsnetze in den Ländern

Im Gegensatz zum Umweltbundesamt betreiben die Bundesländer auf ihrem Gebiet flächendeckend Luftmessstationen. In Städten, Ballungsräumen, Gebieten mit hoher Verkehrsdichte und ländlichen Regionen ermitteln und überwachen sie die Luftqualität.

Informationen zu Luftmessstationen

Jede Luftmessstation der Bundesländer und des Umweltbundesamtes hat ein bestimmtes Messprogramm und arbeitet mit bestimmten Messgeräten. Alle Angaben über derzeit aktive und historische Stationen sind in der Datenbank der bundesweiten Luftmessstationen recherchierbar.

Quelle: Umweltbundesamt

Auf der Spur der Luft - Das Luftmessnetz des Umweltbundesamtes

Luft kennt keine Grenzen. Luftverunreinigungen können tausende von Kilometern zurücklegen, Grenzen überschreiten und sich weltweit in der Erdatmosphäre ausbreiten. Deshalb erfordert die die Überwachung und Langzeitbeobachtung von Luftschadstoffen und ihrer Wirkungen internationale Zusammenarbeit. Den deutschen Beitrag dazu liefert das Luftmessnetz des Umweltbundesamtes. Sieben Messstationen in sogenannten Reinluftgebieten analysieren seit fast 50 Jahren Luft, Feinstaub und Regenwasser auf ferntransportierte, menschenverursachte Luftschadstoffe und deren Wirkungen auf Ökosysteme. Anlässlich des EU-Jahres der Luft stellt das Umweltbundesamt daher sein Luftmessnetz, dessen Aufgaben und ausgewählte Ergebnisse in einem Kurzfilm und einer neuen Broschüre dar.