Wasch- und Reinigungsmittel

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1,3 Millionen Tonnen Wasch- und Reinigungsmittel werden jährlich verkauft.
Quelle: Torsten Schon / Fotolia.com

Wasch- und Reinigungsmittel werden täglich in allen Haushalten sowie in Gewerbe und Industrie eingesetzt. Aufgrund ihrer Allgegenwärtigkeit wird daher eine mögliche Gefährdung von Umwelt und Gesundheit durch ihre Verwendung häufig unterschätzt. Dabei belastet die Verwendung von Wasch- und Reinigungsmittel das Abwasser erheblich mit Chemikalien.

Umweltbewusst waschen und reinigen - Umwelt weniger belasten

Jährlich werden mehr als 1,3 Millionen Tonnen Wasch- und Reinigungsmittel an den privaten Endverbraucher verkauft.
Diese teilen sich wie folgt auf:

  1. ca. 630.000 Tonnen Waschmittel,

  2. ca. 220.000 Tonnen Weichspüler,

  3. ca. 480.000 Tonnen Reinigungs- und Pflegemittel; davon ca. 260.000 Tonnen Geschirrspülmittel.

Hinzu kommen unbekannte Mengen gewerblicher und industrieller Reinigungsmittel.

Der aus Wasch- und Reinigungsmitteln von privaten Haushalten resultierende Chemikalieneintrag in das Abwasser beträgt ca. 630.000* Tonnen. Davon sind

  1. Tenside: 198.976 Tonnen,

  2. Phosphate: 31.860 Tonnen,

  3. Duftstoffe: 8.352 Tonnen,

  4. Enzyme: 4.183 Tonnen,

  5. Phosphonate: 3.887 Tonnen,

  6. optische Aufheller: 438 Tonnen,

  7. Silicone: 379 Tonnen.

Aber auch für die Gesundheit spielen Wasch- und Reinigungsmittel eine wesentliche Rolle. Sie dienen zwar der notwendigen Hygiene, durch ihre Anwendung können jedoch auch gesundheitsschädliche Stoffe wie z. B. allergene Duft- und Konservierungsstoffe in die Innenräume eingebracht werden. Aus diesem Grund unterliegen Wasch- und Reinigungsmittel bestimmten gesetzlichen Regelungen.

*Bezugsjahr: 2008; Quelle: Nachhaltigkeitsbericht des Industrieverband Körperpflege und Waschmittel (IKW) 2009/2010 (www.ikw.org).

Quelle: Umweltbundesamt

Nachhaltig waschen

Wer die Waschprogramme und das Waschmittel optimal einsetzt, spart Energie. Dies entlastet die Umwelt und auch die Haushaltskasse, denn die Ausgaben für Strom lassen sich merklich senken. Häufig wird wärmer gewaschen als erforderlich. Der Stromverbrauch pro Waschgang sinkt bereits durch Verringerung der Waschtemperatur vom 40° C auf 30°C um über 35 Prozent. Nachhaltiges Handeln im Haushalt zahlt sich somit direkt aus.

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