Internationale Antarktisforschung

Auf einer weiten Eisebene steht eine Gruppe von Forschern und roten Kälteschutzanzügen. Sie entnehmen an einer Stelle eine Eisprobe. Weiter rechts läuft eine weitere Person zur Ausrüstung. zum Vergrößern anklicken
Eisproben vom antarktischen Meereis liefern den Polarforschern wertvolle Informationen.

Probennahme von antarktischem Eis

Quelle: M. Müller/UBA

Mit Unterzeichnung des Antarktis-Vertrages verpflichten sich die unterzeichnenden Staaten zur internationalen Zusammenarbeit bei der wissenschaftlichen Forschung. Zur wissenschaftlichen Beratung der Antarktis-Vertragsstaaten wurde bereits vor Inkrafttreten des Antarktis-Vertrages ein wissenschaftliches Komitee gegründet.

Das Wissenschaftliche Komitee für die Antarktis-Forschung (Scientific Committee on Antarctic Research, SCAR) besteht seit Februar 1958. Seine Aufgabe war und ist bis heute, die im Internationalen Geophysikalischen Jahr 1957/1958 erfolgreich begonnene Zusammenarbeit in der Antarktisforschung fortzusetzen. Als regierungsunabhängige NGO bildet SCAR ein Gremium des International Council of Scientific Unions (ICSU) und ist wissenschaftliche Beraterin der Antarktis-Vertragsstaaten. Aufgabe von SCAR ist es, wissenschaftliche Programme für die Antarktis zu entwickeln, zu koordinieren und zu fördern. Innerhalb des Komitees wurden verschiedene Arbeitsgruppen für wichtige Themengebiete wie Biologie, Geodäsie, Glaziologie, Meteorologie, Medizin, Physik der Erdatmosphäre, Ozeanographie und Fernerkundung eingerichtet.

Alle zwei Jahre tagt das Komitee und formuliert auf Grundlage aktueller Forschungsergebnisse Empfehlungen an die Antarktis-Vertragsstaaten für die künftige Antarktisforschung. Diese Empfehlungen sind jedoch erst dann verbindlich, sofern sie durch die Konsultativstaaten per Beschluss angenommen werden.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der englischsprachigen Webseite von SCAR.

In der nachstehenden Liste finden Sie die Webseiten der nationalen Antarktisprogramme der Konsultativstaaten.

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nationale Antarktisprogramme der Konsultativstaaten