Internationale Aktivitäten in der und um die Antarktis

Trotz aller Abgeschiedenheit herrscht an manchen Orten und zu bestimmten Zeiten in der Antarktis beinahe reges Treiben: Forschung, Tourismus und die logistische Unterstützung der Aktivitäten hinterlassen ihre Spuren. Um die Antarktis in ihrer Einzigartigkeit zu bewahren, muss man nicht immer selbst vor Ort sein. Viel Arbeit, insbesondere zur Verwaltung wird außerhalb des Vertragsgebiets geleistet.

Der Schutz der Antarktis ist eine internationale Aufgabe, die die jeweils zuständigen nationalen Einrichtungen der Vertragsstaaten auf der Basis des Antarktisvertragssystems gemeinsam wahrnehmen. Auch NGOs wie die Antarctic Ocean Alliance oder der Internationale Verband der Antarktis-Reiseveranstalter (IAATO) wollen die Antarktis als einmaliges Ökosystem bewahren.

Auf den folgenden Seiten haben wir eine Übersicht für Sie zusammengestellt, wie die Beteiligung von Gremien oder Institutionen aussieht und welche Aufgaben anfallen. Hier können Sie sich über die jährlichen Treffen der Konsultativstaaten (ATCMs), den Umweltausschuss (CEP) oder die Internationale Antarktisforschung informieren. Lesen Sie auch, welche Pflichten die Vertragsstaaten bei der Berichterstattung haben. Wissenswertes über Schutzgebiete in der Antarktis sowie Informationen über die IAATO haben wir ebenfalls für Sie zusammengetragen.

Auch das UBA ist an der internationalen Arbeit maßgeblich beteiligt. So nehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den ATCMs und Sitzungen des CEP teil oder beteiligen sich an Inspektionen und verschiedenen Beobachtermissionen in der Antarktis. Das UBA vergibt Forschungsaufträge mit Umweltschutzbezug und wirkt beim Austausch der Vertragspartner zwischen den Sitzungen in sogennanten Intersessional Contact Groups des CEP mit. Weiterhin übernimmt das UBA federführend die Berichterstattung über die deutschen Aktivitäten in der Antarktis an die anderen Vertragsstaaten.