Nanotechnologie

Das Umweltbundesamt bewertet und prüft die umweltrelevanten Aspekte der Nantotechnik. Was ist Nanotechnik? Welche Chancen und Risiken birgt sie?

In der Nanotechnik werden Partikel oder Oberflächen, die kleiner als 100 Nanometer sind (also 10 Millionstel Meter) hergestellt, untersucht oder angewendet. Das Umweltbundesamt prüft und bewertet umweltrelevante Aspekte der Nanotechnik. Es befasst sich seit 2001 mit dem Thema „Chancen und Risiken der Nanotechnik“.

In welchen Bereichen kann die Nanotechnik zur Anwendung kommen?

Künstlich erzeugte Nanomaterialien besitzen neue Eigenschaften, die gezielt zur Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen genutzt werden. Von der Nanotechnik werden zahlreiche innovative Entwicklungen in verschiedenen technischen Bereichen (u.a. Energietechnik, chemische Produktionstechnik, Informations- und Kommunikationstechnik) und unterschiedlichen gesellschaftlichen Anwendungsfeldern sowie Wirtschaftszweigen erwartet. Produkte der Nanotechnik, wie kratzfeste Beschichtungen oder organische Solarzellen, erobern in rasch wachsender Zahl den Markt und wirken positiv auf die Wirtschaft. In Deutschland gab es im Jahr 2013 etwa 2.300 Institutionen (KMU, Großunternehmen, Hochschulinstitutionen, Forschungseinrichtungen) mit über 70.000 Beschäftigten, die im Bereich Nanotechnik tätig waren. Für 2013 wurde in Deutschland mit einem Umsatz von circa 15 Milliarden Euro durch nanotechnische Produkte gerechnet.

Welche Vorteile und Risiken bringt die Nanotechnik für die Umwelt?

Die Umwelt kann von der Nanotechnik profitieren: Die Einsparung stofflicher Ressourcen, die Verringerung des Anfalls umweltbelastender Nebenprodukte, die Verbesserung der Effizienz bei der Energieumwandlung, die Verringerung des Energieverbrauchs und die Entfernung umweltbelastender Stoffe aus der Umwelt werden erwartet. Daten liegen hierzu derzeit kaum vor. Im Auftrag des UBA wurden eine Reihe von Studien erarbeitet, die die Chancen und Risiken nanotechnischer Verfahren und nanotechnisch hergestellter Produkte für die Umwelt und den Umweltschutz qualitativ und – wo möglich – quantitativ zeigen: Entlastungseffekte für die Umwelt durch nanotechnische Verfahren und Produkte (Universität Bremen), Untersuchung des Einsatzes von Nanomaterialien im Umweltschutz (Golder Associates, Celle), „Analyse und strategisches Management der Nachhaltigkeitspotenziale von Nanoprodukten – NachhaltigkeitsCheck von Nanoprodukten“ (Öko-Institut, Freiburg).

Aktuelle Aktivitäten des Umweltbundesamts

Für nähre Informationen über die Aktivitäten und Forschungsvorhaben des Umweltbundesamtes zum Thema Nanotechnik und Nanomaterialien verweisen wir auf die Seiten Wissenswertes und Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Themenseite "Chemikalien".

Veröffentlichungen zum Thema Nanotechnologie

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