Zentrale Melde- und Auswertestelle für Störfälle und Störungen

Ein Feuerwehrmann hält den Schlauch, aus dem Schaumlöschmittel quillt, im Hintergrund ist Feuerzum Vergrößern anklicken
Feuerwehr löscht einen Großbrand
Quelle: Kzenon / Fotolia.com

Im Jahr 1993 hat die Zentrale Melde- und Auswertestelle für Störfälle und Störungen (ZEMA) im Umweltbundesamt ihre Arbeit aufgenommen. Durch die ZEMA werden alle nach der Störfall-Verordnung meldepflichtigen Ereignisse erfasst, ausgewertet und in einer Datenbank sowie Jahresberichten veröffentlicht.

Die meldepflichtigen Ereignisse werden ihrem Gefahrenpotenzial entsprechend in „Störfälle“ und in „Störungen des bestimmungsgemäßen Betriebs“ unterteilt. Die systematische Erfassung und Auswertung der Ereignisse ist eine wichtige Grundlage, um den Standes der Sicherheitstechnik weiterentwickeln zu können.

Im Zeitraum von 1980 bis 2015 wurden in der Datenbank der ZEMA 685 Ereignisse aus Deutschland registriert. Statistische Auswertungen liegen für den Zeitraum von 1991-2014 vor.

Gemeldete Ereignisse 2000 bis 2015

Das Balkendiagramm zeigt die Anzahl der nach der Störfall-Verordnung gemeldeten Ereignisse in Deutschland in den Jahren 2000 bis 2015. Im Jahr 2015 gab es neun Störfälle gemäß Anhang VI Teil 1 der Störfall-Verordnung. Hinzu kamen sieben technisch bedeutsame Betriebsstörungen gemäß Anhang VI, Teil 1, II der Störfall-Verordnung und weitere elf Betriebsstörungen mit Stofffreisetzung oder -reaktion gemäß Anhang VI, Teil 1, III der Störfall-Verordnung. Die normierte Anzahl der Ereignisse lag bei 8,3 Ereignissen pro 1.000 Betriebsbereiche und ist damit etwas höher als im Jahr 2014.

Unternehmen melden seit dem Jahr 2000 durchschnittlich 23 meldepflichte Ereignisse pro Jahr. Darunter finden sich im Schnitt 9 Störfälle und 14 Betriebsstörungen.
Nach der Störfall-Verordnung gemeldete Ereignisse
Quelle: Umweltbundesamt/ZEMA Diagramm als PDF

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