Weichspüler

Eine Frau dreht am Programmwählknopf einer Waschmaschine.zum Vergrößern anklicken
Wie und womit man wäscht, ist entscheidend für eine umweltschonende Wäsche.
Quelle: Kzenon/FOTOLIA.com

Weichspüler sollten immer nur dann eingesetzt werden, wenn man seine Funktionen auch wirklich benötigt, da es sich hierbei um einen zusätzlichen Eintrag von Chemikalien in die Umwelt handelt.

Weiche Wäsche – um jeden Preis?

Für den eigentlichen Wasch- und Reinigungsvorgang sind Weichspülmittel nicht erforderlich. Sie werden aber gern verwendet, da sie die Textilien „weicher” machen, zum Teil schneller trocknen lassen oder auch elektrostatische Aufladungen bei bestimmten Textilien unterdrücken. Weichspüler werden auch häufig wegen ihres Duftes benutzt. In Kauf genommen wird dafür die verringerte Wasseraufnahmefähigkeit (z. B. geringeres Saugvermögen von Handtüchern). Wirksubstanzen der Wäscheweichspülmittel sind in der Regel kationische Tenside. Das sind Tenside, die an einem Ende eine positive Ladung tragen. Durch diese positive Ladung können sie sich mit den in der Regel negativ geladenen Fasern verbinden und so auf die Wäsche aufziehen. Damit wird einer Versteifung der Textilien entgegengewirkt, was einer der Haupteffekte eines Weichspülers ist. Früher enthielten Weichspüler vor allem einen bestimmten Typ von kationischen Tensiden, die wegen ihrer ungenügenden biologischen Abbaubarkeit und ihrer besonders starken Giftigkeit gegenüber Wasserlebewesen seit 1992 durch andere Stoffe mit geringerem Gefährdungspotential weitestgehend ersetzt wurden. Entsprechend der gesetzlichen Regelungen (EU-Detergenzienverordnung EG/907/2006 von 2006) müssen alle Tenside, d.h. auch Tenside in Weichspülern, vollständig biologisch abbaubar sein. Für die in Weichspülern ebenfalls enthaltenen Duftstoffe und weiteren organischen Inhaltsstoffe gibt es bisher keine diesbezüglichen gesetzlichen Vorgaben.

Deshalb appelliert das Umweltbundesamt an Sie als Verbraucher:

Weichspüler sollten immer nur dann eingesetzt werden, wenn man seine Funktionen auch wirklich benötigt, da es sich hierbei um einen zusätzlichen Eintrag von Chemikalien in die Umwelt handelt. Wenn Sie nicht auf den Gebrauch von Weichspülern verzichten wollen, reduzieren Sie diesen und dosieren Weichspüler so sparsam wie möglich.

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Schlagworte:
 Weichspüler  Waschmittel  Nachhaltiger Konsum