Empfehlungen und Stellungnahmen

In den Empfehlungen des Umweltbundesamtes und der Badewasserkommission sowie im technischen Regelwerk (DIN 19643) sind mikrobiologische, chemische und physikalische Parameter zur Überwachung der Badewasserqualität angegeben.

Nicht sachgerecht aufbereitetes Schwimm- und Badebeckenwasser kann Mikroorganismen enthalten, die die Gesundheit der Badenden gefährden können. Die mikrobiologische Überwachung der Badewasserqualität soll deshalb sicherstellen, dass es zum Beispiel nicht zu Durchfallerkrankungen, Ohr- oder Augenentzündungen und weiteren gesundheitlichen Problemen nach dem Baden kommen kann.

Dazu sind in den Empfehlungen des Umweltbundesamtes (UBA) und der Badewasserkommission sowie im technischen Regelwerk (DIN 19643) mikrobiologische Überwachungsparameter angegeben. Darin enthalten sind auch Anwendungskriterien wie Untersuchungshäufigkeiten, Angaben zur Probenahme und zu den Nachweisverfahren. Schließlich gibt es Hinweise auf Maßnahmen bei Überschreitung der Grenzwerte beziehungsweise bei Nichteinhaltung von Anforderungen. Diese Empfehlungen stellt das UBA den Badbetreibern sowie den Gesundheitsbehörden als Handlungsgrundlage zur Verfügung.

  • Hygienische Anforderungen an Kleinbadeteiche (künstliche Schwimm- und Badeteichanlagen) (Hygienische Anforderungen an Kleinbadeteiche (künstliche Schwimm- und Badeteichanlagen). Bundesgesundheitsbl – Gesundheitsforsch – Gesundheitsschutz 2003 – 46: 527 Springer-Verlag 2003),
  • Hygienische Anforderungen an Bäder und deren Überwachung („Hygieneanforderungen an Bäder und deren Überwachung. Bundesgesundheitsbl – Gesundheitsforsch – Gesundheitsschutz, im Druck (Septemberheft 2006).

Auf der Grundlage eigener Forschungsarbeiten und Laboruntersuchungen ist das UBA an der Erarbeitung der oben genannten Empfehlungen beteiligt und arbeitet in Arbeitsausschüssen zur Erstellung von technischen Regeln (z. B. DIN, DVGW) mit. Dabei werden spezielle Untersuchungen zur Auswahl der mikrobiologischen Überwachungsparameter und der Festlegung von Grenzwerten und Anforderungen auf der Basis von Risikoschätzungen durchgeführt und als fachliche Beratung dem Bundesgesundheitsministerium, dem Bundesumweltministerium und den Länderbehörden zur Verfügung gestellt.

Bei der Erarbeitung von Normen und Empfehlungen für mikrobiologische Untersuchungsverfahren sowohl für Überwachungsparameter (Indikatormikroorganismen wie Pseudomonas, E. coli) als auch für Krankheitserreger (z. B. Legionellen, Parasitendauerformen) arbeitet das UBA ebenfalls in den entsprechenden Gremien (DIN, CEN, ISO) mit.

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