Abfalltechnologietransfer

CD-Cover Abfalltechnologietransferzum Vergrößern anklicken
„Bewährte Verfahren zur kommunalen Abfallbewirtschaftung“ – als CD oder Dokument zum herunterladen
Quelle: Ralf Menzel / Umweltbundesamt

Der Transfer von Umwelttechnologie, insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländer, ist erklärtes Ziel der Bundesregierung. Für die Abfalltechnologie streben wir dabei zwei Ziele an: die Förderung einer nachhaltigen Abfallwirtschaft beziehungsweise Harmonisierung mit europäischen Umweltstandards in den Zielländern und eine erhöhte Nachfrage nach deutschen Produkten der Abfallwirtschaft.

Ziele und Instrumente des Umwelttechnologietransfers

Sowohl die Agenda 21 als auch das Kyoto-Protokoll schreiben dem Transfer von Umwelttechnologie eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung globaler Umweltprobleme zu. Umwelttechnologietransfer findet sowohl im nationalen wie auch im internationalen Raum statt. Er schließt nicht nur den Transfer von technischen Verfahren, Gütern und Dienstleistungen, sondern auch den Transfer von Wissen über technische und organisatorische Lösungen im Umweltschutz ein.

Im umweltpolitischen Raum haben sich bereits viele Maßnahmen etabliert, die im weitesten Sinne capacity building zum Ziel haben. Auf nationaler Ebene ist hier das Beratungshilfeprogramm vom Bundesumweltministerium einzuordnen. Auf EU-Ebene sind das zum Beispiel die sogenannten Verwaltungspartnerschaften von Twinning, Studienreiseprogramme von TAIEX und die INTERREG-Programme. Grundsätzlich haben alle Programme zum Ziel, dass langfristig die ausländischen Projektpartner ihre Herausforderungen im Umweltschutz selbst bewältigen können. Projektbeispiele unter Fachbegleitung des Umweltbundesamtes sind in der Projektdatenbank des Beratungshilfeprogramms zu finden.

Das Umweltbundesamt als Wissensdienstleister

Neben dem Engagement der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des UBA in den genannten Programmen bieten wir auch „außerhalb unserer Öffnungszeiten“ Informationen rund um das Thema Umwelttechnologietransfer an. An erster Stelle ist hier „Cleaner Production Germany (CPG) – das Informationsportal zum Umwelttechnologietransfer” zu nennen. CPG präsentiert schon seit einem guten Jahrzehnt öffentlich geförderte Best-Practice-Beispiele und Forschungsergebnisse zum Nachmachen und Weiterentwickeln auf Deutsch und Englisch. Unterstützt wird CPG von der Forschungsinitiative für nachhaltige Entwicklung mit Mitteln des Ministeriums für Bildung und Forschung.

Im Bereich Abfalltechnologietransfer informiert die CD-ROM „Best Practice Municipal Waste Management / Bewährte Verfahren zur kommunalen Abfallbewirtschaftung″ auf Deutsch, Englisch, Russisch und Französisich über bewährte Verfahren zur kommunalen Abfallbewirtschaftung. Strukturierte Datenblätter enthalten Informationen über den EU-Rechtsrahmen, Abfallwirtschaftsprinzipien und -verfahren. Ausländische Zielgruppen schätzen dabei die Verlinkung mit deutschen Technologie-Anbietern. Einzelne Datenblätter können heruntergeladen oder die komplette CD-ROM kann bei Ralf Menzel (Kontakt siehe Ansprechpartnerbox), dem Ansprechpartner dieser Seite, bestellt werden (nur 1 Stück pro Besteller, da nur begrenzte Anzahl vorhanden). Sie können die Informationssammlung aber auch unter „Dokumente” herunterladen.

Eine Weiterentwicklung hat diese Informationssammlung über die Aktualisierung und Übersetzung ins Polnische erfahren. Nun können sich auch Entscheidungsträger in polnischen Kommunen über Best Practice in der deutschen Abfallwirtschaft informieren. In der Datenbank des Beratungshilfeprogramms finden Sie weitere Informationen zum Projekt und das E-Book zum Download.

Abgeschlossenes Forschungsvorhaben

Visualisierung von abfallwirtschaftlichen Best Practice-Beispielen

Ein überragendes Problem für die Effizienz des Technologietransfers ist das Wissensmanagement. Akteurinnen und Akteure müssen besser koordiniert und Synergien genutzt werden. Denn aufgrund fehlender Transparenz und ungenügender Kommunikation werden viele ähnliche Projekte isoliert voneinander geplant und durchgeführt. Es fehlt eine umfassende ressortübergreifende Datenbasis über vergangene, gegenwärtige und geplante Projekte und Maßnahmen. Diese Datensammlung müsste Ziele und Ergebnisse dokumentieren und sowohl Expertinnen und Experten als auch den Empfängerländern des Technologietransfers Zugriff gewähren. So könnten sie sich vernetzen, Maßnahmen koordinieren und zielgenau abstimmen.  Vor diesem Hintergrund erstellte das bifa Umweltinstitut im Auftrag des UBA Anfang 2014 eine kartenbasierte Internetplattform, auf der Informationen über Projekte öffentlicher und Privater deutscher Akteure im Bereich der Abfallwirtschaft veröffentlicht werden sollen.

Mit der Einbettung in ein Geographisches Informationssystem (GIS) verfolgen wir zwei Ziele:

  1. Die Erhöhung der Transparenz deutscher Aktivitäten soll die Nutzung von Synergien und die Kooperationen öffentlicher und privater Akteure fördern.
  2. Für Entscheidungsträger aus aller Welt soll die Möglichkeit geschaffen werden, sich schnell und unkompliziert von der Auslandsexpertise deutscher Akteure zu überzeugen.


Auch Sie sind herzlich eingeladen, Ihre im Ausland erfolgreich durchgeführten Abfallwirtschaftsprojekte auf der neuen UBA-Plattform zu veröffentlichen!

Den ausgefüllten Bogen senden Sie bitte per eMail an: ralf [dot] menzel [at] uba [dot] de
Wie sind bemüht, die eingegangenen Projekte zeitnah einzustellen.

×

Sie suchen Daten und Fakten zur Umwelt?
Helfen Sie mit, unseren Internetauftritt zu verbessern.

Ja, ich mache mit