REACH für Verbraucherinnen und Verbraucher

Quelle: Europäische Chemikalienagentur

Gefährliche Chemikalien in Produkten: Zahlen Sie nicht den Preis, sondern fragen Sie nach!

Produkte können gefährliche Chemikalien enthalten. Bevor Sie eins kaufen, haben Sie das Recht, beim Hersteller, Importeur oder Händler nachzufragen. Das geht ganz einfach: mit dem Online-Formular des Umweltbundesamtes. Nach Eingabe der Barcode-Nummer des Produktes und Ihrer Kontaktdaten wird dort automatisch eine Anfrage an den zuständigen Hersteller oder Importeur versendet. Dafür, dass Verbraucherinnen und Verbraucher ihr Auskunftsrecht nutzen, wirbt dieser Werbespot der Europäischen Chemikalienagentur ECHA.

Tipp-Box

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Die EU-Chemikalienverordnung REACH stellt wichtige Informationen zu in der EU verwendeten Chemikalien bereit. Fast alle diese Daten sind öffentlich verfügbar und können auf der Homepage der Europäischen Chemikalienagentur ECHA eingesehen werden. Für uns alle bedeutet REACH mehr Sicherheit vor Gefahren, die von chemischen Stoffen ausgehen können.

Warum ist REACH für Bürgerinnen und Bürger wichtig?

REACH soll die menschliche Gesundheit und die Umwelt vor Chemikalien schützen. Durch REACH können Produkte mit "besonders besorgniserregenden Stoffen" (SVHC) erkannt und vermieden werden. Mit dem Auskunftsrecht haben Verbraucherinnen und Verbraucher die Möglichkeit sich selbst über solche Stoffe zu informieren und sich bei ihren Kaufentscheidungen danach zu richten.

Auskunftsrechte

Werden chemische Stoffe zu Produkten verarbeitet (z. B. ein Farbstoff in einem Kunststoffprodukt), müssen innerhalb der Lieferkette Informationen zu den enthaltenen besonders besorgniserregenden Stoffen und zur sicheren Handhabung weitergegeben werden. Handel, Importeure oder Hersteller müssen diese Informationen auf Anfrage Verbraucherinnen und Verbrauchernzur Verfügung stellen. Dieses Recht gilt unabhängig von einem Kauf. Eine Antwort muss innerhalb von 45 Tagen erfolgen. Ein vergleichbares Auskunftsrecht bestand vor REACH nicht.

Ihre Anfrage können Sie schnell und einfach per Online-Formular stellen. Sie brauchen dazu lediglich die Nummer unter dem Strichcode des Produktes. Tragen Sie diese Nummer in das Online-Formular ein und geben Sie Ihre Kontaktdaten an, damit Sie eine Antwort erhalten. Mit dem Online-Formular wird automatisch eine Anfrage an den Hersteller oder Importeur erstellt und versendet. Alternativ können Sie auch den Musterbrief des Umweltbundesamtes nutzen, der in deutscher und englischer Sprache vorliegt.

Die Auskunftspflicht gilt für die meisten Gegenstände, z. B. Haushaltswaren, Textilien, Schuhe, Sportartikel, Möbel, Heimwerkerbedarf, Elektro-/Elektronikgeräte, Spielzeug, Fahrzeuge, Verpackungen etc. Sie ist nicht anwendbar in Bereichen, die speziellen Regelungen unterliegen. Dazu gehören z. B. flüssige oder pulverförmige Produkte (z. B. Lacke, Farben), Medizinprodukte, Arzneimittel, Lebensmittel, Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel, Futtermittel, Pflanzenschutzmittel und Biozide.

Quelle: Umweltbundesamt

Chemikalien sind überall

Chemikalien sind überall und wir kommen täglich mit ihnen in Berührung: seien es Verpackungsmaterialien, Möbel oder Plastik-Badeschuhe. Nicht alle Chemikalien sind harmlos. Denn manche Chemikalien stehen im Verdacht krebserregend, erbgutverändernd oder fruchtbarkeitsschädigend wirken zu können. Leider sieht man das den Produkten nicht an.

Händler, Hersteller und Importeure müssen über besonders besorgniserregende Chemikalien in Produkten Auskunft geben, wenn Sie eine entsprechende Anfrage stellen - unabhängig vom Kauf. Mit dem Online-Formular auf www.reach-info.de ist eine Anfrage schnell gestellt.

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Giftige Chemikalien in Produkten entlarven

Ab sofort können Sie per Mausklick erfahren, ob besonders besorgniserregende Chemikalien in Alltagsprodukten stecken.BUND und UBA haben ein Online-Formular entwickelt, in das Sie den Strichcode des Produktes eintragen können. Die Anfrage wird dann automatisch an den Hersteller geschickt. Die Europäische Chemikalienverordnung REACH verpflichtet diesen, innerhalb von 45 Tagen kostenlos zu antworten. Wie die REACH-Anfrage genau funktioniert, erklärt Jurek Vengels vom BUND auf Green Radio.

Quelle:
Green Radio

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Gift in der Kleidung: Worauf Verbraucher achten sollten

Wer sich einen Pullover kauft, findet auf dem eingenähten Etikett zwar Informationen über die verwendeten Textilien. Über die bei der Herstellung benutzten Chemikalien steht dort allerdings nichts. Dabei werden Kleidungsstücke gefärbt, gebleicht, imprägniert, bedruckt. Einige Färbemittel gelten als krebserregend, andere Stoffe sind fortpflanzungsschädlich. Rückständ davon lassen sich noch in der fertigen Kleidung nachweisen. Green Radio hat mit Christiane Huxdorff von Greenpeace darüber gesprochen.

Quelle:
Green Radio
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Schlagworte:
 REACH  EU-REACH-Verordnung  Chemikalienrecht  Verbraucheranfrage
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