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Erneuerbare Energien in Zahlen

Das Diagramm zeigt, wie sich die Anteile erneuerbarer Energien für Strom, Wärme und Verkehr entwickeln. Strom entwickelt sich fast kontinuierlich positiv. Die Entwicklung bei der Wärme und im Verkehr stagniert seit einigen Jahren. Der Anteil am Strom sank im Jahr 2021 (auf 41,7 Prozent), stieg danach aber und erreichte im Jahr 2025 einen neuen Höchstwert (55,1 Prozent). Der Anteil im Wärmebereich liegt im Jahr 2025 bei 19,2 Prozent und im Verkehr bei 8,0 Prozent.
Entwicklung der Anteile erneuerbarer Energien
Quelle: AGEE-Stat / Umweltbundesamt

Aktuelle und qualitätsgesicherte Daten zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland sind ein wichtiger Baustein zur Bewertung der Energiewende. Die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) stellt diese Daten regelmäßig bereit und arbeitet zusammen mit anderen Akteuren an der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Datenbasis erneuerbarer Energien.

Inhaltsverzeichnis

Überblick

Die Energiewende verändert Deutschland. Um den Fortschritt des Ausbaus der erneuerbaren Energien zu dokumentieren, finden Sie in den folgenden Abschnitten aktuelle Daten zur Nutzung nachhaltiger Energieträger in allen Verbrauchssektoren – dies sind neben dem Stromsektor auch der Bedarf an Wärme, beispielsweise in der Industrie oder in Haushalten, sowie die Nutzung von Biokraftstoffen und Strom im Verkehr.

Darüber hinaus bietet ein weiterer Abschnitt einen Einblick in die positiven Effekte erneuerbarer Energien auf die Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Deutschland.

Unsere hier dargestellten Jahresdaten stehen in tabellarischer Form in unseren Zeitreihen zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland zum Download bereit. Maschinenlesbare Zeitreihen werden auch über den UBA DataCube bereitgestellt. Ergänzend zu den Jahreszeitreihen finden sie in unserem Downloadbereich auch aktuelle Monats- und Quartalsberichte über die Entwicklung der erneuerbaren Energien im aktuellen Jahr.

Welchen Beitrag leisten die erneuerbaren Energien zum Brutto-Endenergieverbrauch in Deutschland?

Vorläufige Berechnungen zeigen, dass im Jahr 2025 nach den für alle EU-Länder einheitlichen Berechnungsvorschriften der EU-Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energien (RED) 23,9 Prozent des deutschen Bruttoendenergieverbrauchs mit erneuerbaren Energien gedeckt wurde. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Anteil damit um 1,4 Prozentpunkte. Im Jahr 2020 hatte Deutschland mit einem Anteil von 19,1 Prozent bereits sein unter der damaligen EU-Richtlinie festgelegtes Ziel von 18 Prozent übertroffen. Um allerdings die neuen ambitionierteren EU-Klimaziele zu erreichen, wird in den kommenden Jahren ein deutlich höheres Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien notwendig sein. Im Jahr 2030 sollen erneuerbare Energieträger 41 Prozent des Bruttoendenergieverbrauchs in Deutschland decken.

Insgesamt wurde im Jahr 2025 eine Energiemenge von 542 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) aus erneuerbaren Energieträgern bereitgestellt. Von dieser Energiemenge entfielen 54 Prozent auf die Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen; über 39 Prozent auf den erneuerbaren Wärmesektor und gut 7 Prozent auf biogene Kraftstoffe im Verkehrsbereich.

Insgesamt ist die Biomasse aufgrund ihrer vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten in allen Sektoren (in Form von festen Brennstoffen zum Heizen, Biokraftstoffen im Verkehr oder Biogas zur Stromerzeugung) mit einem Anteil von etwa 49 Prozent an der Bereitstellung noch immer der wichtigste erneuerbare Energieträger. Die Windenergie folgte mit einem Anteil von 25 Prozent an zweiter Stelle. Die Nutzung von Sonnenenergie in Photovoltaik- und Solarthermieanlagen trägt weitere 18 Prozent bei. Die restlichen Anteile stammen aus Geothermie und Umweltwärme (5 Prozent) sowie Wasserkraft (3 Prozent).

Insgesamt entwickelte sich der Anteil der erneuerbaren Energien in den vergangenen Jahren positiv. Dabei gibt es jedoch Unterschiede in der Dynamik der einzelnen Sektoren: Während sich der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch in den letzten 10 Jahren fast verdoppelte und im Jahr 2025 bei 55,1 Prozent lag, verändern sich die Anteile in den Bereichen Wärme (19,2 Prozent) und Verkehr (8,0 Prozent) vergleichsweise langsam. Beide Bereiche müssen zukünftig deutlich stärker in den Fokus rücken, um die Energie- und Klimaziele zu erreichen.

Strom aus erneuerbaren Energien

Der Anteil der erneuerbaren Energien im Stromsektor stieg in den letzten Jahren deutlich und erreichte im Jahr 2025 einen Wert von 55,1 Prozent. Insgesamt wurden im Jahr 2025 291,5 Mrd. kWh Strom aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt. Dies waren etwa 4 Mrd. kWh mehr als im Vorjahr (+1 Prozent).

Die leicht positive Entwicklung ist vor allen Dingen auf den sehr starken Zubau an neuer Erzeugungskapazität zurückzuführen, denn die Witterungsbedingungen waren im Jahr 2025 in Summe sehr ungünstig: Zwar gab es viele Sonnenstunden, gleichzeitig war es aber sehr windschwach und trocken. Dies führte zu Rückgängen bei der Stromerzeugung aus Windenergie und Wasserkraft.

Wind 

Die Windenergie leistete im Jahr 2025 mit einem Ertrag von 134,2 Mrd. kWh den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (2024: 139,8 Mrd. kWh). Zwar sank die Windstromerzeugung im Vergleich zum Vorjahr wegen der windarmen Witterung leicht – Windenergieanlagen erzeugten aber erneut mehr Strom als alle Braun- und Steinkohlekraftwerke in Deutschland zusammen.

Die installierte Leistung von Windenergie an Land und auf See stieg im Jahr 2025 um weitere 5.100 Megawatt (MW). Dies ist ein deutlich stärkeres Wachstum als im Jahr 2024 (3.300 MW). Um die Energie- und Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen, ist jedoch zukünftig ein noch schnellerer Ausbau der Windenergieleistung nötig. Positiv ist vor diesem Hintergrund die wachsende Anzahl genehmigter (aber noch nicht gebauter) Windenergieanlagen.

Photovoltaik

Die Stromerzeugung aus Photovoltaik (PV) profitierte im Jahr 2025 durch sonnenreiches Wetter. Die günstige Witterung zusammen mit dem weiterhin starken Zuwachs neuer Anlagen sorgte für einen starken Anstieg an PV-Stromerzeugung. Insgesamt wurden im Jahr 2025 92,2 Mrd. kWh Strom aus PV-Anlagen erzeugt. Dies entspricht einer Steigerung von über 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr (75,5 Mrd. kWh).

Nachdem der Zubau neuer Photovoltaikkapazitäten im Jahr 2014 stark eingebrochen war, stieg er seitdem wieder kontinuierlich an. Die Leistung neu installierter PV-Anlagen lag im Jahr 2025 bei etwa 17.900 MW und damit leicht unter dem Rekordjahr 2024 (rd. 18.300 MW). Insgesamt verdoppelte sich die installierte PV-Bruttoleistung in den letzten 5 Jahren und lag am Ende des Jahres 2025 bei über 120.000 MW.

Biomasse

Aus Biomasse und biogenem Abfall wurden im Jahr 2025 etwa 47,8 Mrd. kWh grüner Strom bereitgestellt. Gegenüber 2024 (49,7 Mrd. kWh) sank der Wert damit um etwa 4 Prozent. Maßgeblich für die Stromerzeugung aus Biomasse sind vor allem Biogas (27,7 Mrd. kWh), feste Biomasse (10,0 Mrd. kWh) und der biogene Anteil des Abfalls (5,6 Mrd. kWh). Insgesamt ging die Stromerzeugung aus Biomasse zuletzt zurück, nachdem sie zuvor ungefähr ein Jahrzehnt auf etwa gleichbleibendem Niveau lag.

Die installierte Leistung zur Stromerzeugung aus Biomasse stieg 2025 um etwa 1 Prozent auf rund 9.700 MW. Innerhalb der letzten zehn Jahre wuchs die installierte Leistung von Biomassekraftwerken zwar um etwa ein Viertel, die Ausweitung der Kapazität diente jedoch in den letzten Jahren vornehmlich der Flexibilisierung der Stromerzeugung. Diese sogenannte „Überbauung“ führt nicht zu einem Anstieg der jährlich erzeugten Strommenge, schafft aber die Voraussetzungen dafür, dass biogener Strom bedarfsgerecht (beispielsweise in Zeiten mit geringer Wind- und PV-Stromerzeugung) bereitgestellt werden kann.

Wasserkraft und Geothermie

Die Stromerzeugung aus Wasserkraft lag mit 17,1 Mrd. kWh aufgrund der sehr trockenen Witterung etwa 24 Prozent niedriger als im Jahr 2024 (22,5 Mrd. kWh). Die jährliche Einspeisung der Wasserkraftwerke ist maßgeblich von der Witterung abhängig, da das Ausbaupotential in weiten Teilen ausgeschöpft ist und sich die installierte Leistung seit einigen Jahren nur noch wenig ändert. Am Ende des Jahres 2025 lag die Gesamtkapazität der Wasserkraftanlagen bei etwa 5.400 MW.

Die Stromerzeugung aus Geothermie blieb in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Mit rund 0,2 Mrd. kWh trägt die Geothermie weiterhin nur circa 0,1 Prozent zu erneuerbaren Strommenge bei.

Wärme aus erneuerbaren Energien

Nachdem die Bedeutung erneuerbarer Wärme, insbesondere die Nutzung von Energieholz und Solarthermie, aber auch der zunehmende Einsatz von elektrischen Wärmepumpen, aufgrund der hohen Gaspreise in den Jahren 2021 und 2022 stark angestiegen war, sank vor allem der Einsatz von Holz in den Jahren 2023 und 2024 wieder auf das Vorkrisenniveau. Unter anderem wegen der kalten Witterung stieg die Nutzung grüner Wärme im Jahr 2025 nun wieder deutlich an.

Der Verbrauch erneuerbarer Wärme steigerte sich dabei um knapp 8 Prozent von 197,1 Mrd. kWh (2024) auf 212,2 Mrd. kWh (2025). Weil mit witterungsbedingt steigendem Heizwärmebedarf aber auch der Verbrauch fossiler Energieträger leicht anstieg, änderte sich der Anteil erneuerbarer Energieträger am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte in 2025 nur moderat. Er erreichte 19,2 Prozent nach 18,2 Prozent im Vorjahr.

Insgesamt dominieren die verschiedenen Formen der Bioenergie bei der erneuerbaren Wärmeversorgung. Die feste Biomasse – also Energieholz in seinen unterschiedlichen Nutzungsformen – liefert den weitaus größten Anteil an erneuerbarer Wärme. Allerdings hat der Anteil fester Biomasse an der gesamten erneuerbaren Wärme im Laufe der Zeit kontinuierlich abgenommen: von 86 Prozent im Jahr 2000 auf 65 Prozent im Jahr 2025. Insgesamt lieferte die feste Biomasse im Jahr 2025 einen Beitrag von 137,2 Mrd. kWh am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte. Flüssige Biobrennstoffe trugen 2,3 Mrd. kWh bei, gasförmige Biomasse 22,5 Mrd. kWh und biogener Abfall weitere 15,3 Mrd. kWh.

Neben der Nutzung von Biomasse wird erneuerbare Wärme in Solarthermie- und Geothermieanlagen erzeugt. Der Anteil der Solarthermie wuchs zwischen 2000 und 2025 nur langsam von 2 auf gut 4 Prozent der gesamten erneuerbaren Wärme. Insgesamt steuerte die Solarthermie im Jahr 2025 mit 9,2 Mrd. kWh aufgrund höherer Solarstrahlung etwa 5 Prozent mehr Wärme bei als 2024 (8,8 Mrd. kWh). Allerdings werden zukünftig immer mehr Anlagen das Ende ihrer Lebensdauer erreichen. Angesichts des geringeren Zubaus neuer Anlagen ist daher von einem rückläufigen Anlagenbestand und zukünftig weniger solarer Wärme auszugehen. 

Die Wärmebereitstellung aus Umweltwärme und Geothermie gewann dagegen im Jahr 2025 nochmals deutlich an Bedeutung und lag mit 25,7 Mrd. kWh knapp 19 Prozent über dem Niveau des Vorjahres (21,7 Mrd. kWh). Hier zeigt sich das starke Wachstum auf dem Wärmepumpenmarkt. Insgesamt werden heute über 12 Prozent der erneuerbaren Wärme aus Geothermie und Umweltwärme gewonnen, im Jahr 2000 lag der Anteil noch bei unter 4 Prozent.

Weitere Informationen zum Wärmeverbrauch insgesamt finden Sie im Artikel „Energieverbrauch für fossile und erneuerbare Wärme“.

Erneuerbare Energien im Verkehrssektor

Der Verkehrssektor ist der Sektor mit dem geringsten Anteil an erneuerbaren Energiequellen. Einschließlich des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien im Schienen- und Straßenverkehr belief sich der Anteil im Jahr 2025 auf 8,0 Prozent der insgesamt im Verkehr genutzten Energiemenge. 

Die Menge der 2025 eingesetzten Biokraftstoffe stieg deutlich von 33,9 Mrd. kWh (2024) auf etwa 37,9 Mrd. kWh. Mit Abstand wichtigster Biokraftstoff war mit 21,3 Mrd. kWh Biodiesel, gefolgt von Bioethanol mit 9,1 Mrd. kWh, Biomethan (3,9 Mrd. kWh) hydriertem Pflanzenöl (HVO) mit 3,6 Mrd. kWh und Biokerosin (0,085 Mrd. kWh). Erstmals wurde auch der Einsatz von Wasserstoff im Verkehr erfasst. Die Mengen sind aber sehr gering.

Im Jahr 2025 wurden rechnerisch etwa 10,4 Mrd. kWh Strom aus erneuerbaren Quellen im Verkehr verbraucht – noch immer zum überwiegenden Teil im Schienenverkehr. Trotz des wachsenden Anteils erneuerbaren Stroms im Zuge der Elektromobilität beträgt sein Anteil am gesamten Endenergieverbrauch im Verkehrssektor weiterhin nur etwa 2 Prozent (ohne Berücksichtigung der höheren Effizienz des Elektromotors).

Insgesamt wurden im Jahr 2025 im Verkehr 48,3 Mrd. kWh erneuerbare Energien eingesetzt. Dies entspricht einem Anstieg von etwa 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Weitere Daten zum Kraftstoffverbrauch finden Sie im Artikel „Erneuerbare Energie im Verkehr“.

Vermeidung von Treibhausgasen durch erneuerbare Energieträger

Die steigende Nutzung erneuerbarer Energien führt zu einer Verdrängung fossiler Energien und somit zu einer zunehmenden Vermeidung klimaschädlicher Treibhausgase. Im Jahr 2025 haben erneuerbare Energien Treibhausgas-Emissionen von rund 245 Millionen (Mio.) Tonnen CO₂-Äquivalenten vermieden.

Die Stromerzeugung durch erneuerbare Quellen hat dabei den größten Anteil an den vermiedenen Emissionen (186 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalente, damit etwa 76 Prozent der Gesamtvermeidung). Im Wärmesektor wurden 2024 Treibhausgase in Höhe von 43 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalente vermieden (18 Prozent), durch Biokraftstoffe und Elektrifizierung im Verkehr 16 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalente (6 Prozent).

Die Menge der vermiedenen Treibhausgasemissionen hat sich innerhalb der letzten 10 Jahre um etwa 46 Prozent erhöht. Treiber der Entwicklung war vor allem die erneuerbare Stromerzeugung.

Die Berechnungen des UBA zeigen, dass erneuerbare Energien insbesondere Steinkohle und Erdgas aus dem deutschen Energiemix verdrängen. Im Bereich der Wärmeversorgung führt der Einsatz erneuerbarer Energien zu Einsparungen von Heizöl und Erdgas. Im Verkehrsbereich werden vor allem Diesel- und Ottokraftstoff ersetzt.

Eine ausführlichere Darstellung der Thematik findet sich im Artikel „Treiber energiebedingter THG-Emissionen“.

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