Quellen der Luftschadstoffe

Diagramm: Für die Luftschadstoffe NOx, SO2, NMVOC, NH3, CO, TSP, PM10 und PM2,5 ist angegeben, mit wieviel Prozent der Energiesektor, Industrieprozesse, die Land- und die Abfallwirtschaft an den Emissionen beteiligt sind.zum Vergrößern anklicken
Quellen der Luftschadstoff-Emissionen
Quelle: Umweltbundesamt Daten als Excel-Datei

Klassische Luftschadstoffe werden ähnlich wie Treibhausgas-Emissionen zu großen Teilen bei Verbrennungsprozessen ausgestoßen. Jedoch hängt das Maß der Freisetzung sehr vom emittierenden Prozess, den eingesetzten Brennstoffen und den Bedingungen beim Verbrennen ab. Ammoniak, Stäube und einige Schwermetalle und POP stammen jedoch oft aus anderen Quellen.

Die Emissionen von Stickstoffoxiden, Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid und Feinstaub werden größtenteils von der stationären Verbrennung und dem Verkehr dominiert. Die NMVOC-Emissionen hingegen stammen weitestgehen aus der Lösemittel-Anwendung. Die Gesamtstaub-Emissionen werden von Verbrennungs- und Industrieprozessen dominiert, was sich teilweise auch auf die Feinstäube überträgt. Die Ammoniak-Emissionen stammen fast ausschließlich aus der Landwirtschaft.

Energie − stationär

Emissionen aus der stationären Verbrennung sind eine bedeutende Quelle für die Luftschadstoffe. Während die Energieindustrie größere Mengen Stickstoffoxide und Schwefeldioxid produziert erzeugen die Kleinfeuerungsanlagen der Haushalte & Kleinverbraucher sowie Gewerbe, Handel & Dienstleistungen relevante Mengen Kohlenmonoxid und Feinstäube.

Energie − Verkehr

Vor allem der Straßenverkehr trägt über die Emissionen aus der Verbrennung (v.a. Stickstoffoxide und Kohlenmonoxid) und dem Reifen- und Bremsabrieb (v.a. Stäube) zu den Gesamtemissionen bei.

Industrie

Bei den prozessbedingten Emissionen der Industrie trägt vor allem die Metallproduktion zu den Kohlenmonoxid-Emissionen bei. Die mineralische Industrie und der Schüttgutumschlag hingegen produzieren relevante Mengen von Gesamt- und Feinstaub.

Die in diesem Bereich berichteten Emissionen aus der Anwendung von Lösemitteln ist mit Abstand die größte Quelle für NMVOC-Emissionen.

Landwirtschaft

Die Emissionen aus der Düngemittelwirtschaft aber auch aus den Böden sind mit Abstand die größte Quelle für Ammoniak in Deutschland.

Abfall und Abwasser

Der Bereich Abfall und Abwasser emittiert kleine Mengen Stickstoffoxide, Ammoniak, NMVOC und Stäube die in den Gesamtemissionen nicht ins Gewicht fallen.