Umweltmedizin

An einem Arm wird Blut abgenommen, ein weißer Handschuh sticht mit der Nadel gerade in die Vene.zum Vergrößern anklicken
Schlechte Umwelteinflüsse beeinflussen unsere Gesundheit.
Quelle: Thomas Brugger / Fotolia.com

Die Fachrichtung Umweltmedizin will dem Auftreten von umweltbezogenen Beschwerden und Erkrankungen des Menschen vorbeugen. Die Ursache der Leiden ist nicht immer gleich zu erkennen. Diagnose und Therapie bedürfen oft fachrichtungsübergreifender Zusammenarbeit und Erfahrung.

Der Mensch ist täglich einer Vielzahl von Umwelteinflüssen ausgesetzt. Während sich eine intakte Umwelt positiv auf die Gesundheit von Menschen auswirkt, können ungünstige Umwelteinflüsse oder eine als ungeeignet empfundene Umwelt hingegen krank machen.

Dabei sind die krankheitsauslösenden Zusammenhänge oft schwierig und nur mit großem statistischem Aufwand oder überhaupt nicht aufzudecken. Dennoch leiden die Betroffenen unter dem Auftreten umweltbezogener Beschwerden oder Erkrankungen sehr. Umso wichtiger ist die Anbindung dieser Patientinnen und Patienten an spezielle umweltmedizinische Zentren (Zusammenstellung in der Zeitschrift „Umweltmedizin - Hygiene - Arbeitsmedizin", ehemals "Umweltmedizin in Forschung und Praxis"), die durch ihren breitgefächerten fachlichen interdisziplinären Ansatz und ihre Erfahrung auf dem Gebiet der Umweltmedizin mit höherer Wahrscheinlichkeit zur Diagnosefindung und Therapie beitragen können.

Neben der klinischen Betreuung von Patientinnen und Patienten ist es ein wesentliches Ziel der Umweltmedizin, dem Auftreten von umweltbezogenen Erkrankungen vorzubeugen. Dazu müssen potentiell krankmachende Umweltfaktoren erkannt, deren Wirkweise sowie deren Einfluss auf die Gesundheit des Menschen verstanden und geeignete Richt-, Grenz- und Leitwerte zum Gesundheitsschutz abgeleitet werden. Durch ihre Empfehlungen leistet die Umweltmedizin damit einen entscheidenden Beitrag zum vorsorgenden Gesundheits- und Umweltschutz.

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