Waschtemperaturen

Eine Frau dreht am Programmwählknopf einer Waschmaschine.zum Vergrößern anklicken
Wie und womit man wäscht, ist entscheidend für eine umweltschonende Wäsche.

Eine Frau dreht am Programmwählknopf einer Waschmaschine.

Quelle: Kzenon/FOTOLIA.com

Der Energieverbrauch der Waschmaschine ist vorrangig von der Wahl der Waschtemperatur abhängig. Niedrige Waschtemperaturen benötigen weniger Strom, da das Waschwasser nicht so stark erhitzt werden muss. Durch die geringe Waschtemperatur wird somit auch weniger CO 2 produziert als bei hohen Waschtemperaturen.

Die richtige Wahl für energiesparendes und trotzdem hygienisches Wäschewaschen

Moderne Waschmittel waschen bereits bei geringen Wasch-Temperaturen von 30° C gut. Somit sind hohe Waschtemperaturen meist nicht erforderlich, um Textilien von Schmutz und Flecken zu befreien. Doch wie steht es mit der Hygiene? Ist der Verzicht auf Kochwäsche eine Gefahr für die Gesundheit?

Hygieneaspekte beim Waschen in Privathaushalten

Textilien können unterschiedlich stark mit Mikroorganismen verschmutzt sein. Eine mögliche gesundheitliche Belastung ist jedoch von mehreren Faktoren abhängig.

Eine Quelle der Verschmutzung von Textilien mit Mikroorganismen ist die Haut, denn die gesunde Haut des Menschen ist von vielen Bakterien besiedelt. Diese physiologische Hautflora verursacht jedoch keine Erkrankung. Hinzu kommen bei bestimmten Textilien, z. B. Unterwäsche, bakterielle Belastungen durch Kontakt mit den menschlichen Ausscheidungen.

Weitere Quellen von Mikroorganismen auf Textilien sind Staub und Schmutz aus der Umgebung, mit der die Person in Kontakt kommt.
Dieser Kontakt mit Mikroorganismen ist normal und verursacht in der Regel keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Textilwäsche, Haushaltsreinigung und Körperhygiene tragen gemeinsam zur Reduktion von Mikroorganismen bei. Eine Desinfektion oder das Kochen der Wäsche ist nicht erforderlich.

Personen mit geschwächter Immunabwehr, zum  Beispiel als Folge von Erkrankungen, können gegebenenfalls empfindlicher auf eine Keimbelastung reagieren. Daher sollte dieser Personenkreis im Bedarfsfall geeignete Maßnahmen zur Reduktion der Keimbelastung mit dem behandelnden Arzt festlegen.

Im Falle einer ansteckenden Erkrankung (z.B. Durchfallerkrankung) einer Person im Haushalt sollten Maßnahmen ergriffen werden, um eine Übertragung auf andere Personen im Haushalt zu vermeiden. Dazu kann neben den bekannten, einfachen Hygienemaßnahmen (sorgfältiges Händewaschen, keine gemeinsame Benutzung von Handtüchern etc.) auch eine höhere Waschtemperatur (60°C oder 95°C) beitragen. Im Zweifel sollte man den behandelnden Arzt befragen.

Hygieneaspekte beim Waschen in öffentlichen Einrichtungen

In öffentlichen Einrichtungen hat man es mit einer wesentlich höheren Personenzahl und häufig – speziell in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen – mit Personen mit Infektionskrankheiten und / oder geschwächter Immunabwehr zu tun. Daher müssen in diesen Einrichtungen grundsätzlich Maßnahmen gegen eine mögliche Verbreitung krankheitsauslösender Keime getroffen werden, welche auch die Textilreinigung betreffen. Es ist aber nicht sinnvoll, die dort notwendigen Maßnahmen auf private Haushalte zu übertragen.

Quelle: Umweltbundesamt

Nachhaltig waschen

Wer die Waschprogramme und das Waschmittel optimal einsetzt, spart Energie. Dies entlastet die Umwelt und auch die Haushaltskasse, denn die Ausgaben für Strom lassen sich merklich senken. Häufig wird wärmer gewaschen als erforderlich. Der Stromverbrauch pro Waschgang sinkt bereits durch Verringerung der Waschtemperatur vom 40° C auf 30°C um über 35 Prozent. Nachhaltiges Handeln im Haushalt zahlt sich somit direkt aus.