Umweltzonen in Deutschland

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Die Zahl der Umweltzonen in Deutschland steigt.
Quelle: Denis Junker/Fotolia.com

Die Umweltzone (engl.: "low emission zone") ist eine europaweite Form kommunaler Maßnahmen gegen verkehrsbedingte Luftbelastungen, wenn die Luftqualitätsgrenzwerte nach Gemeinschafts- oder Landesrecht nicht eingehalten werden. Es sind Gebiete in städtischen Agglomerationen, in denen das Befahren durch stärker emittierende Fahrzeuge verboten wird.

Neue Umweltzonen und Maßnahmen gegen Stickstoffdioxid

Am 1. Februar 2016 führte Aachen eine Umweltzone ein. Somit gibt es in Deutschland mittlerweile 52 Umweltzonen. In 50 davon sind ausschließlich Fahrzeuge mit grüner Plakette zulässig. In Augsburg und Neu-Ulm dürfen auch weiterhin Fahrzeuge mit gelber Plakette einfahren. Da über 90 Prozent der Autos die Abgasstandards erfüllen, plädiert das Umweltbundesamt dafür Umweltzonen auszuweiten, zum Beispiel auf Baumaschinen, Dieselloks, Binnenschiffe und weitere Verkehrswege.

Viele Städte und Gemeinden müssen aktuell zusätzlich Maßnahmen ergreifen, um die Luftbelastung durch Stickstoffdioxid zu senken. Denn seit 01.01.2015 sind alle Kommunen verpflichtet, den Grenzwert für den gesundheitsschädlichen Stoff einzuhalten. Die EU räumte 24 Regionen letztmalig eine Fristverlängerung bis Ende 2014 ein. Da Stickstoffdioxid ein Bestandteil von PKW- und LKW-Abgasen ist, helfen vor allem Maßnahmen im Verkehrsbereich.

Weniger Feinstaub durch Umweltzonen

Die Wirksamkeit einer Umweltzone hängt von vielen Faktoren ab. In der ersten Stufe – wenn vergleichsweise wenige Fahrzeuge ohne Plakette ausgesperrt werden – können eine etwa zweiprozentige Verminderung, bezogen auf den Jahresmittelwert, und etwa fünf Überschreitungstage weniger erwartet werden. In der erweiterten Stufe - wenn nur Fahrzeuge mit der grünen Plakette einfahren dürfen - wird die Luft in den Innenstädten deutlich sauberer: 10 bis 12 Prozent weniger Feinstaub, das entspricht 20 Überschreitungstage weniger. Auch die Belastung von Stickstoffdioxid sinkt in Umweltzonen, allerdings weniger als erwartet.

In den Umweltzonen dürfen nur die Fahrzeuge fahren, die hierfür mit einer Plakette gekennzeichnet sind. Fahrverbote bestehen in der ersten Stufe für die Fahrzeuggruppen, die keine Plakette tragen. In den nächsten Jahren sind – zeitlich gestaffelt – auch Fahrzeuge betroffen, die eine rote oder gelbe Plakette besitzen. Grundlagen der Kennzeichnung sind die in den Fahrzeugschein eingetragene Steuerklasse und die EURO-Schadstoffnorm. Das ist in der Kennzeichnungsverordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (35. BImSchV) geregelt.

Alle Umweltzonen auf einen Blick

Das Umweltbundesamt stellt die von den Ländern und Kommunen gemeldeten Informationen über die Umweltzonen in einer Übersicht für das gesamte Gebiet der Bundesrepublik zusammen. Für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben sind die jeweiligen Kommunen verantwortlich.

Diese Übersicht soll allgemein über die vorhandenen Umweltzonen informieren. Straßenscharfe Darstellungen finden Sie in der Regel auf der Website der betreffenden Kommune. Die Links dorthin finden Sie in unseren Infoblättern: Gehen Sie auf unserer Seite „Umweltzonen und Luftreinhaltepläne“ rechts auf „Weitere Informationen“ und dann zur Tabellenübersicht der Umweltzonen, in der Sie die Infoblätter im PDF-Format herunterladen können.

Umweltzonen in Deutschland
Kartendienst des Umweltbundesamtes - Umweltzonen in Deutschland
Quelle: Umweltbundesamt