Energiesparende Gebäude

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Baugerüst vor einer wämegedämmten Fassade

Baugerüst vor einer warmgedämmte Fassade

Quelle: Westpic / Fotolia.com

Tipp-Box

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Gebäude haben einen wesentlichen Anteil am Gesamtenergiebedarf und an den Treibhausgasemissionen in Deutschland. Den Energiebedarf von Gebäuden zu verringern, ist nicht nur ein Schwerpunkt deutscher Klimaschutzpolitik, sondern liegt ebenso im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger, die von geringeren Betriebskosten profitieren.

Energie und Heizkosten sparen

Die Energiespar-Ratgeber von co2online helfen Ihnen, Heizenergie- und Heizkosten zu sparen. Sie können sich zum Beispiel Tipps für die Wahl eines neuen Heizsystems holen, die Wirtschaftlichkeit von Modernisierungsmaßnahmen überprüfen oder sich über Förderprogramme oder zum Thema Energieausweis für Gebäude informieren. Sie finden Hinweise auf Fördermittel, erfolgreiche Sanierungsprojekte und Kontaktadressen von Handwerkern und Energieberatern.

Die UBA-Broschüre „Das Energie-Sparschwein“ bietet Informationen zum Wärmeschutz und zur Heizenergieeinsparung bei bestehenden oder geplanten Eigenheimen.

Der Weg zum klimaneutralen Gebäudebestand

Um den Anforderungen des Klimaschutzes gerecht zu werden, sollte aus Sicht des Umweltbundesamtes der Gebäudebestand langfristig (bis spätestens 2050) klimaneutral werden. Das bedeutet einen niedrigen Nutzenergiebedarf und eine (möglichst vollständige) Versorgung mit erneuerbaren Energien. Ein Schlüssel, um dieses Ziel zu erreichen, ist der Gebäude-Sanierungsfahrplan. Er kann seine Wirkung entfalten, wenn er folgende Elemente umfasst:

  • den energetischen Ausgangszustand von Gebäuden, Quartieren und des ganzen Gebäudebestands beschreiben
  • ein langfristiges Zielniveau sowie, zur Orientierung, Zwischenziele festlegen
  • Sanierungspfade für einzelne Gebäude und Quartiere erarbeiten
  • zusätzliche finanzielle Anreize schaffen, z.B. mittels eines Zuschlags auf die Energiesteuern oder einer Gebäude
  • Klimaabgabe, deren Einnahmen den Förderprogrammen zufließen.

Dessen Eckpunkte, den weiteren Handlungsbedarf sowie die Hintergründe zum Thema beschreibt das UBA im Papier „Der Weg zum klimaneutralen Gebäudebestand“.

Beim Heizen CO2 und Kosten sparen

Heizen und Trinkwassererwärmung in Wohngebäuden verursachten 2007 fast ein Viertel des Endenergieverbrauchs. Die Studie: „Umweltwirkungen von Heizungssystemen in Deutschland“ im Auftrag des UBA zeigt, wie Gebäude klima- und umweltfreundlich zu beheizen sind: Sowohl ein besonders niedriger Heizenergiebedarf als auch besonders klimafreundliche Heiztechniken ermöglichen es, die Treibhausgasemissionen um bis zu 95 Prozent zu senken.

Nachtspeicherheizungen

Mit elektrischem Strom zu heizen, verursacht mehr Treibhausgase als nötig. 2004 betrug der gesamte Stromverbrauch für Raumwärme und elektrische Warmwasserbereitung 14 Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Jede 25. Wohnung in Deutschland wird elektrisch beheizt. Informationen über Gründe für den Ersatz klimaschädlicher Stromheizungen und zur Wirtschaftlichkeit des Austauschs von Nachtspeicherheizungen finden Sie beim Bundesumweltministerium.

Trinkwassererwärmung: Energieeffizienz und Hygiene

Ein wesentlicher Beitrag zur Erreichung der vereinbarten Klimaziele wird in Energieeinsparungen im Gebäudebereich gesehen. So auch bei der Warmwasserbereitung, die etwa 12% des Endenergieverbrauchs der privaten Haushalte ausmacht. Energiesparen bei der Trinkwassererwärmung und die hygienischen Anforderungen an das Trinkwasser sind aber nicht ganz einfach in Einklang zu bringen: Nur die Warmwassertemperatur zu verringern oder das Wasser chemisch zu desinfizieren, kann nämlich zu Gesundheitsbelastungen durch Legionellen oder Chlornebenprodukten führen. Das Umweltbundesamt empfiehlt daher, auf chemische Desinfektion zu verzichten und Energiespar-Maßnahmen durchzuführen, die die Wärmeverluste bei der Erzeugung, Speicherung und Verteilung des Warmwassers verringern.

Gebäude umweltfreundlich und kostengünstig kühlen

Gebäude zu kühlen wird als immer selbstverständlicher angesehen. Eine Studie untersuchte, wie viel CO2-Emissionen und Energieverbrauch die Kühlung von Gebäuden in Deutschland verursacht und wie sich beides verringern lässt. Selbst bei wärmerem Klima können zahlreiche Maßnahmen die Behaglichkeit verbessern und den gegenwärtigen Energieverbrauch für Gebäudekühlung um 64 Prozent verringern. So helfen zum Beispiel außenliegender Sonnenschutz und intensive Nachtlüftung.

Nachhaltige Kälteversorgung in Deutschland an den Beispielen Gebäudeklimatisierung und Industrie

Die Klimawirkung von Kältesystemen in der Nichtwohngebäudeklimatisierung und der Prozesskälte unterscheidet sich stark. Anhand von Simulationsrechnungen konnte die Studie Nachhaltige Kälteversorgung in Deutschland zeigen, dass Kältemaschinen mit halogenfreien, natürlichen Kältemitteln deutlich klimafreundlicher abschneiden als HFKW-Anlagen, da erstere zum einen energieeffizienter sind und zum anderen keine oder vernachlässigbare klimarelevante direkte Emissionen (Kältemittelemissionen) verursachen. Der Anlagenvergleich umfasst auch sorptive Kältesysteme (zum Beispiel Absorptionskältesysteme). Der Anteil des Kältebedarfs in den Bereichen Gebäudeklimatisierung und Industriekälte wird ermittelt, der sich anstelle von Kompressionskältesystemen mittels wärmegetriebener Kältesysteme decken lässt. Mit Solar- oder Abwärme angetrieben, sind Absorptionskälteanlagen herausragend energieeffizient und weisen die geringsten Treibhausgasemissionen aller in der Studie untersuchten Anlagen auf. Der Potentialanalyse geht eine umfangreiche Analyse des Kältebedarfs in den betrachteten Anwendungsbereichen voraus.

Gebäudesanierungen durch günstige rechtliche Rahmenbedingungen vorantreiben

Im Gebäudebestand existieren enorme Möglichkeiten, den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß zu vermindern. Diese bleiben aber oft ungenutzt, da zu selten, und dann häufig nicht anspruchsvoll genug, energetisch saniert wird. Wie das Recht die Entwicklung zu energieeffizienteren Gebäuden unterstützen kann, zeigt die Studie „Konzepte für die Beseitigung rechtlicher Hemmnisse des Klimaschutzes im Gebäudebereich“.

EU führt besonders effiziente Umwälzpumpen als Standard ein

Der Einsatz besonders effizienter Umwälzpumpen spart Energie und CO2, und die Verbraucherinnen und Verbraucher sparen Geld. Deshalb beschloss die EU Anforderungen an die Mindesteffizienz von Umwälzpumpen: Ab 2013 sollen ineffiziente Umwälzpumpen in zwei Stufen vom Markt verschwinden. Die Verordnung (EG) Nr. 641/2009 trat mit der Veröffentlichung am 22. Juli 2009 im Amtsblatt der EU in Kraft. Eine Presse-Information fasst diese Anforderungen und ihre Auswirkungen auf das Klima, auf Verbraucherinnen und Verbraucher und auf die Hersteller von Umwälzpumpen und Heizungsanlagen zusammen. Ausführlichere Informationen bietet ein Hintergrundpapier. Informationen zum Pumpentausch finden Sie bei co2online.

Bauen und Wohnen: Die Umweltbilanz muss besser werden

Wie wir bauen, wohnen und siedeln schadet der Umwelt mehr als nötig. Unsere Häuser und Wohnungen verbrauchen zu viel Energie, mehr Fläche als nötig, und mit Baumaterialien gehen wir wenig sparsam um. Das muss sich ändern. Wie, erläutert die UBA-Broschüre  „Nachhaltiges Bauen und Wohnen“.

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