Wohnen

„Wohnen“ bedeutet Ressourcenverbrauch und Umweltbelastungen. Immer mehr Flächen für neue Wohnungen und immer mehr Ausstattungsgüter hemmen eine nachhaltige Konsumweise. Umweltbelastungen, wie der Verlust der natürlichen Bodenfunktionen durch Versiegelung, der Verlust fruchtbarer landwirtschaftlicher Fläche sowie der Verlust naturnaher Flächen mit ihrer biologischen Vielfalt sind die Folgen.

Seit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 wurden bei fast gleichbleibender Bevölkerung mehr als sieben Millionen neue Wohnungen in Deutschland gebaut. Besonders die Zunahme der Wohnfläche der privaten Haushalte, vor allem durch den flächenintensiven Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern ist für die dynamische Ausweitung der Siedlungsflächen verantwortlich.

Die Ausstattung und Nutzung neuer Wohnungen erfordert Möbel, Haushaltsgeräte sowie Energie etwa für die Raumwärme oder Warmwasserbereitung. Im Bedarfsfeld „Wohnen“ entstanden im Jahr 2011 gut 38 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen des privaten Konsums. Trotz immer energieeffizienterer Gebäude und Geräte sinkt die durchschnittliche Kohlendioxid-Emission pro Kopf und pro Jahr kaum. Die Effizienzgewinne werden durch Wachstum kompensiert.

Gestaltung einer Wohnung: Einrichtungspläne und Laptop. Drei Personen: Innenarchitekt und ein junges Paar (Mann und Frau), die sich mit Einrichtungsplänen der Wohnung beschäftigen.
Innenarchitektur: Wohnungsplanung
Quelle: Fuse / Thinkstock