Rechtsreferendariat

Wahl- und Verwaltungsstationen für Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare im Bereich Umweltrecht sowie im Justitiariat (Mindestdauer 3 Monate)

Ausbildungsstellen und -inhalte

Die Umweltjuristinnen und -juristen im UBA beschäftigen sich mit dem deutschen, europäischen und internationalen Umweltrecht sowie mit sonstigen Rechtsfragen zu Instrumenten des Umweltschutzes. Sie erarbeiten konzeptionelle Vorschläge zur Weiterentwicklung des Umweltrechts und der rechtlichen Instrumente des Umweltschutzes und nehmen Vollzugsaufgaben wahr. Die Aufgaben  beinhalten  im Einzelnen:

  • Vorschläge zu neuen Gesetzesvorhaben zu erarbeiten
  • rechtliche Stellungnahmen zu den Rechtsetzungsvorschlägen der natur-, wirtschafts- und sozialwissenschaftlich arbeitenden Kolleginnen und Kollegen zu erstellen
  • kleinere Rechtsgutachten zu aktuellen umweltrechtlichen Fragen anzufertigen, bei umfangreichen Fragestellungen Forschungsaufträge an Dritte (Universitäten, private Forschungseinrichtungen, Rechtsanwaltskanzleien, Berater) zu vergeben und zu betreuen
  • Vollzugsaufgaben wahrzunehmen und Rechtsmittelverfahren zu bearbeiten. Zum Beispiel beim Emissionshandel, bei der grenzüberschreitenden Abfallverbringung, im Bereich des Chemikalien- und sonstigen Stoffrechts, bei der Anerkennung von Umweltverbänden sowie beim Schutz der Antarktis.

Die Juristinnen und Juristen des UBA bearbeiten neben vielfältigen Fragestellungen aus dem klassischen Wasser-, Abfall- und Immissionsschutzrecht auch Rechtsfragen zu neuen Themen unter anderem im Energierecht (z.B. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz), im Ressourcenschutz (z.B. Weiterentwicklung der Ökodesign-Richtlinie) und im Klimaschutz (z.B. Emissionshandel, Klimaanpassung, Kohlendioxidspeicherung - CCS).

Im UBA arbeiten und forschen Vertreterinnen und Vertreter der Natur-, Geistes- und Ingenieurwissenschaften eng zusammen. Unsere Tätigkeit ist daher stark interdisziplinär geprägt. Wichtige Arbeitsfelder sind zum Beispiel Querschnittsbereiche wie Umwelt und Handel (z.B. WTO-rechtliche Zulässigkeit eines Grenzsteuerausgleichs) und Umwelt und Verkehr (z.B. Rechtsfragen zu Abgaben im Flugverkehr). Die Referendarinnen und Referendare im UBA unterstützen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihrer Arbeit und werden von ihnen in den genannten Gebieten ausgebildet.

Neben den Stellen mit umweltrechtlichem Schwerpunkt besteht im UBA für Referendarinnen und Referendare auch die Möglichkeit, sich im Justitiariat des Amtes durch allgemeine Verwaltungsjuristinnen und -juristen im Zivilrecht und im öffentlichen Recht ausbilden zu lassen.

Tätigkeitsbereiche

Die Referendarinnen und Referendare sind in den folgenden Fachbereichen tätig:

Fachgebiet I 1.3 „Rechtswissenschaftliche Umweltfragen” (Standort Dessau-Roßlau)

Juristische Angelegenheiten des Fachbereiches I sind vor allem:

Fachgebiet II 2.1 „Übergreifende Angelegenheiten Gewässergüte und Wasserwirtschaft, Grundwasserschutz” (Standort Dessau-Roßlau)

Fachgebiet III 1.2 „Rechtsangelegenheiten, Vollzug ElektroG und BattG” (Standort Dessau-Roßlau)

Fachgebiet III 1.5 „Kommunale Abfallwirtschaft, Gefährliche Abfälle, Anlaufstelle Basler Übereinkommen” (Standort Dessau-Roßlau)

  • Juristische Angelegenheiten des Fachbereichs III, vor allem Rechtsangelegenheiten der Abfallentsorgung und anlagen- und produktbezogenes Immissionsschutzrecht

Fachgebiet IV 1.1 „Internationales Chemikalienmanagement” (Standort Dessau-Roßlau)

Fachgebiet E 1.4 Justitiariat Emissionshandel” (Standort Berlin)

Fachgebiet E 1.5 „Verfahrenssteuerung, Qualitätssicherung, Gebühren“ (Standort Berlin)

  • Umsetzung der marktwirtschaftlichen Klimaschutzinstrumente des Kyoto-Protokolls: Emissionshandel und projektbasierte Mechanismen Joint Implementation (JI) und Clean Development Mechanism (CDM)
  • Aufgaben der DEHSt bei der Umsetzung der EU-Emissionshandelsrichtlinie, des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes (TEHG), der Zuteilungsgesetze (ZuG 2007 und ZuG 2012) sowie des Projekt-Mechanismen-Gesetzes (ProMechG)

Stabsstelle Justitiariat (Standort Dessau-Roßlau)

  • Grundsatzfragen im Zivilrecht (insbesondere vertragsrechtliche, arbeitsrechtliche und urheberrechtliche Fragestellungen) und im öffentlichen Recht (insbesondere verwaltungsverfahrens- und dienstrechtliche Fragen) sowie im Europarecht
  • Vertretung des UBA in gerichtlichen und außergerichtlichen Streitigkeiten

Bewerbung

Arbeitsumfeld

Wir bieten unseren Referendarinnen und Referendaren modern eingerichtete Arbeitsplätze, die auch den Zugang zu juristischen Datenbanken und Fachzeitschriften beinhalten. Das UBA verfügt zudem mit der „Fachbibliothek Umwelt des Umweltbundesamtes” über die größte Umweltbibliothek im deutschsprachigen Raum. Flexible Arbeitszeiten sind für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des UBA – und somit auch für unsere Referendarinnen und Referendare – selbstverständlich.

Anforderungen

Für den Bereich Umweltrecht sollten Sie Interesse an der Gestaltung des Umweltrechts und an der interdisziplinären Zusammenarbeit sowie gute Englischkenntnisse mitbringen. Kenntnisse auf dem Gebiet des internationalen und europäischen Rechts sind von Vorteil. Für eine Ausbildung im Justitiariat des UBA sind Grundkenntnisse im Bereich des Arbeits- und Dienstrechts sowie des Vertrags- und Europarechts erwünscht.

Bewerbungsunterlagen

Bitte nennen Sie in Ihrer Bewerbung für eine mindestens dreimonatige Referendarstation in einem der beiden Tätigkeitsbereiche (Umweltrecht/Justitiariat) den Zeitraum und den Beginn der gewünschten Station (mit evtl. Alternativen) und begründen Sie kurz Ihr Interesse an einer Tätigkeit im UBA. Die Bewerbungsunterlagen sollen einen tabellarischen Lebenslauf sowie eine Kopie des Zeugnisses des Ersten Staatsexamens und des Abiturzeugnisses enthalten. Nachweise weiterer Qualifikationen (z. B. einschlägige Seminarscheine, Aufbaustudium, Promotion) sind willkommen; ebenso Wünsche nach besonderen Einsatzgebieten innerhalb des Amtes. Ihre Bewerbung senden Sie bitte an die Postfachadresse des UBA.

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