COHIBA

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Das Projekt COHIBA - „Control of hazardous substances in the Baltic Sea Region” wurde zur Unterstützung der Umsetzung des HELCOM Ostseeaktionsplans (BSAP-„ Baltic Sea Action Plan“ ) für den Themenbereich gefährliche Stoffe initiiert. Dabei sollen die Ostsee-Anrainerstaaten gemeinsam handeln, um den Eintrag gefährlicher Stoffe zu reduzieren bzw. zu unterbinden. Die Laufzeit des Projektes war von 2009-2012. Das Projekt ist co-finanziert durch die Europäische Union im Rahmen des Baltic Sea Region Programme 2007-2013.

Die Hauptziele des Projektes waren:

  • Identifizierung der wichtigsten Quellen der ausgewählten 11 besonders relevanten gefährlichen Stoffe/Stoffgruppen für die Ostsee und Entwicklung eines Kontrollsystems für diese Stoffe
  • Quantifizierung der Einträge in die Ostsee für die ausgewählten Stoffe
  • Analyse der Eintragspfade für die ausgewählten Stoffe
  • Entwicklung von kosteneffizienten Maßnahmen zur Reduzierung der Einträge der gefährlichen Stoffe
  • sowie die Mitarbeit bei der Aufstellung der Nationalen Implementierungsprogramme im Rahmen der Umsetzung des BSAP

Die elf gefährlichen Stoffe sind:

  1. Dioxine (PCDD), Furane (PCDF) und dioxinähnliche Polychlorierte Biphenyle (PCB)
  2. Tributylzinnverbindungen (TBT), Triphenyltzinnverbindungen (TPhT)
  3. Pentabromodiphenylether (pentaBDE), Octabromdiphenylether (octaBDE), Decabromdiphenylether (decaBDE)
  4. Perfluoroctansulfonat (PFOS), Perfluoroctansäure (PFOA)
  5. Hexabromcyclododecan (HBCDD)
  6. Nonylphenole (NP), Nonylphenolethoxylate (NPEO)
  7. Octylphenole (OP), Octylphenolethoxylate (OPEO)
  8. Kurzkettige Chlorparaffine (SCCP oder Chloralkane C10-13 ), Mittelkettige Chlorparaffine (MCCP or Chloralkane C14-17 )
  9. Endosulfan
  10. Quecksilber
  11. Cadmium

Das Projekt bestand aus 6 Arbeitspaketen:

  1. Projekt Management und Administration geleitet vom finnischen Umweltinstitut SYKE
  2. Kommunikation und Information geleitet vom HELCOM Secretariat
  3. Innovative Ansätze für die Überwachung der gefährlichen Stoffe geleitet vom finnischen Umweltinstitut SYKE
  4. Identifizierung von Quellen und Bewertung von Einträgen/Wirkungen in die Ostsee geleitet vom Schwedischen Umweltforschungsinstitut (IVL)
  5. Kosteneffiziente Maßnahmen zur Reduzierung der Einträge der gefährlichen Stoffe geleitet vom Umweltbundesamt Deutschland (UBA)
  6. Aufbau von Kapazitäten und Wissenstransfer geleitet vom Baltischen Umweltforum in Estland (BEF Estland)

In dem Projekt arbeiteten 22 Partner aus den europäischen Ostsee-Anrainerstaaten Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen und Schweden mit.

Das Umweltbundesamt leitet das Arbeitspaket 5 „Kosteneffiziente Maßnahmen zur Reduzierung der Einträge gefährlicher Stoffe“. Für das UBA handelt es sich um ein Drittmittelvorhaben. Zur Unterstützung der Erfüllung der fachlichen Anforderungen wurde das Fraunhofer Institut ISI als Unterauftragnehmer in das Projekt mit eingebunden.

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 COHIBA  Projekt
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