Innenraumluft

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Die Luftqualität von Innenräumen beeinflusst unsere Gesundheit.

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Quelle: Bernd Kreuscher / UBA

Was kann die Innenraumluft verunreinigen?

Die Menschen in Deutschland verbringen den größten Teil ihres Lebens in Innenräumen, davon im Durchschnitt etwa zwei Drittel in ihrer eigenen Wohnung. Besonders die eigene Wohnung sollte der Ort sein, an den sich der Mensch zurückziehen kann, ohne nachteilige Einflüsse auf seine Gesundheit befürchten zu müssen. Nicht immer hat jedoch die Innenraumluft eine Qualität, die der menschlichen Gesundheit zuträglich ist. Bereits 1992 veröffentlichte die Bundesregierung daher die „Konzeption der Bundesregierung zur Verbesserung der Luftqualität in Innenräumen”. Im Jahr 2005 legte das Bundesumweltministerium seine aktuelle Position dar im Papier „Verbesserung der Luftqualität in Innenräumen - Ausgewählte Handlungsschwerpunkte aus Sicht des BMUB“.

Zahlreiche Quellen können die Qualität der Innenraumluft durch Schadstoffemissionen nachteilig beeinflussen. Zu ihnen gehören Bauprodukte, Möbel und andere Einrichtungsgegenstände, die chemische Stoffe meist kontinuierlich freisetzen können. Beim Lüften kann auch die Außenluft zur Verunreinigung der Innenraumluft beitragen. Zu den vorübergehend aktiven Quellen zählt vor allem das Tabakrauchen, das ebenso wie andere Lebensgewohnheiten – etwa das Abbrennen von Kerzen oder die Verwendung von Duftölen in Lampen – zur Verschlechterung der Innenluftqualität führt. Auch beim Kochen, vor allem mit Gasflammen, durch offene Feuerstellen und bei Renovierungsarbeiten gelangen Schadstoffe in die Innenraumluft. Der Mensch selbst beeinträchtigt die Qualität der Innenraumluft, indem er Kohlendioxid und Feuchtigkeit ausatmet. Feuchtigkeit gelangt auch bei Aktivitäten wie Duschen, Waschen und Wäschetrocknen in den Raum und kann unter bestimmten Bedingungen zur Schimmelbildung führen.

Ausreichende Belüftung der Räume ist daher immer unerlässlich. Sie muss jedoch sinnvoll erfolgen, damit dabei nicht unnötig Energie verschwendet wird. Für die Verringerung der Schadstoffgehalte in der Innenluft durch Lüften muss die Außenluft so sauber wie möglich sein.

Der Ratgeber „Gesünder Wohnen - aber wie?“ gibt einen guten Überblick über das Thema Luftqualität im Innenraum. 

Gesundheitliche Aspekte

Welcher Luftkonzentration eines Schadstoffes ein Mensch während eines Tages ausgesetzt (exponiert) ist, können Fachleute mit einem so genannten personengebundenen Sammler messen oder auch rechnerisch ermitteln. Grundlage der Rechnung sind Wahrscheinlichkeiten, also zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer bestimmten Schadstoffkonzentration in der Luft oder des Aufenthaltes (und seiner Dauer) in einem Raum. Diese Methoden der Expositionsschätzung haben in neuerer Zeit größere Bedeutung erlangt.

Zur gesundheitlichen Bewertung der Qualität der Innenraumluft erarbeitet eine Untergruppe der Innenraumlufthygiene-Kommission (IRK) des Umweltbundesamtes, in der auch Expertinnen und Experten der Bundesländer vertreten sind, Bewertungsmaßstäbe für verschiedene Schadstoffe in Form von Richtwerten für die Innenraumluft.