Die Gefahrstoffschnellauskunft informiert zu Trimethylaluminium

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Quelle: cevahir87 / Fotolia.com

Am 17. Oktober 2016 ist ein PKW mit einem Gefahrguttransporter auf der Autobahn A2 zwischen Bornstedt und Irxleben zusammengestoßen. Beide Fahrzeuge fingen Feuer, der PKW-Fahrer kam ums Leben. Der Gefahrgut transportierende LKW hatte die Chemikalie „Trimethylaluminium“ geladen. Die Autobahn wurde in beide Richtungen gesperrt.

Stoffeigenschaften von Trimethylaluminium

Trimethylaluminium ist eine flüssige metallorganische Verbindung. Sie entzündet sich an der Luft von selbst (pyrophor), bei Zutritt von Wasser oder Feuchtigkeit entsteht das brennbare Gas Methan. Methan - Luftgemische sind explosionsfähig. Sie schmilzt bei etwa 15°C und verdampft bei normalem Luftdruck bei etwa 126°C.

Trimethylaluminium ist wegen seiner selbstentzündlichen und Methan bildenden Eigenschaft als Gefahrstoff eingestuft, zusätzlich verursacht es schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. Die Substanz wird in der metallverarbeitenden Industrie als Reaktionsgas zur Beschichtung von Oberflächen verwendet.

Informationsherkunft

Die Gefahrstoffschnellauskunft ist Teil der Chemiedatenbank GSBL (Gemeinsamen zentraler Stoffdatenpool Bund / Länder). Sie kann von öffentlich-rechtlichen Institutionen des Bundes und einiger Länder sowie von Institutionen, die öffentlich-rechtliche Aufgaben wahrnehmen, genutzt werden. Das sind u.a. Feuerwehr, Polizei oder andere Einsatzkräfte.

Für die allgemeine Öffentlichkeit steht ein Datenbestand unter www.gsbl.de bereit. Dieser frei recherchierbare Datenbestand informiert Sie über die gefährlichen Eigenschaften und über die wichtigsten rechtlichen Regelungen von chemischen Stoffen.


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Schlagworte:
 Trimethylaluminium  Chemikalien  Transportrecht  Metallorganik