Zu viel Nitrat im Grundwasser. Im Trinkwasser kein Problem!

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Nitrat ist im Trinkwasser kein Problem.
Quelle: Javier Castro / Fotolia.com

Wo Landwirtschaft betrieben wird, ist deutschlandweit zu viel Nitrat im Grundwasser. Das Wasser aus der Leitung ist trotzdem sicher. Dafür sorgen Deutschlands Wasserversorger.

Trinkwasser wird in Deutschland größtenteils aus Grundwasser hergestellt. Dieses Grundwasser ist häufig zu stark mit Nitrat belastet, etwa weil die Bauern zu viel stickstoffhaltigen Dünger auf die Äcker bringen. Auch Gülle aus Mastställen oder Biogasanlagen landet immer öfter auf den Feldern – und was die Pflanzen nicht verbrauchen können, endet als Nitrat im Grundwasser. Rund 50 Prozent aller Grundwasser-Messstellen in Deutschland zeigen derzeit erhöhte Nitrat-Konzentrationen von über 10 Milligramm/Liter – 15 Prozent des Grundwassers hält gar den für Trinkwasser geltenden Grenzwert von 50 Milligramm/Liter nicht ein.

Das Trinkwasser selbst ist trotzdem fast allerorten unbelastet - nur 0,08 Prozent der Trinkwasser-Messstellen liegen in Deutschland über dem Grenzwert von 50 Milligramm/Liter. Dass das so ist, liegt an den Wasserversorgern. Einige verdünnen zu stark belastetes Grundwasser schlicht mit unbelastetem Wasser und schützen so das  Trinkwasser und unsere Gesundheit. Immer mehr Versorger müssen das Nitrat allerdings technisch aus dem Grundwasser entfernen, weil zu wenig unbelastetes Grundwasser vorhanden ist. Das ist relativ teuer und erhöht letztlich die Wasserrechnung der Verbraucher.

Daher ist es wichtig, hohe Nitrateinträge in das Grundwasser zu vermeiden. Dazu kann eine sparsame Düngung beitragen. Aber vor allem dem massiven Bau von Mastställen könnte durch weniger Verzehr von billigem Fleisch Einhalt geboten werden. 

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 Trinkwasser Wasserversorgung  Nitrat im Grundwasser