GSBL wird zu Informationssystem Chemikalien Bund / Länder

1. Sitzung der Steuerungsgruppe zum neuen Kooperationsprojekt am 23.2.2016 zum Vergrößern anklicken
1. Sitzung der Steuerungsgruppe zum neuen Kooperationsprojekt am 23.2.2016
Quelle: Martin Stallmann / Umweltbundesamt

Der Gemeinsame zentrale Stoffdatenpool des Bundes und der Länder (GSBL) wird zum Informationssystem Chemikalien des Bundes und der Länder für verschiedene Nutzergruppen und Endgeräte weiterentwickelt. Das Umweltbundesamt wird gemeinsam mit den Partnern das deutsche Informationssystem zu Chemikalien betreiben und Neuentwicklungen vorantreiben.

Für den Umweltschutz und für viele Bereiche des Verwaltungshandelns in Deutschland, wie zum Beispiel im Gesundheits- und Verbraucherschutz, bei der Anwendung des Chemikalienrechts und zur Gefahrenabwehr sind gesicherte, aktuelle und umfassende Informationen über die Eigenschaften von Chemikalien von großer Bedeutung. Die Erschließung und Pflege einer solchen Datenbasis in deutscher Sprache, insbesondere über gefährliche Chemikalien, ist eine wesentliche Aufgabe der öffentlichen Hand zum Schutze der Umwelt und der Allgemeinheit.

Seit mehr als 20 Jahren  arbeiteten Bundes-  und Länderbehörden auf unterschiedlichen  staatlichen Ebenen  des Umwelt-, Bevölkerungs- und Arbeitsschutzes zusammen, um bundesweit verlässliche und gut strukturierte Daten zu Chemikalien zu erarbeiten und  zielgruppenorientiert bereitzustellen. Grundlage dieser Zusammenarbeit war eine Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern, die zum 31. Dezember 2015 endete. Gut aufbereitete Daten und Informationen zu Chemikalien stehen der Öffentlichkeit in komprimierter Form über den Zugang www.gsbl.de zur Verfügung. Dieser Gemeinsame Stoffdatenpool Bund Länder  - auch als GSBLpublic bekannt, bietet frei recherchierbare Informationen über gefährliche Eigenschaften von chemischen Stoffen und deren rechtliche Regelungen im Bereich Gesundheits- und Verbraucherschutz an. Darüber hinaus steht der komplette Datenbestand allen Kooperationspartnern in den verschiedenen Verwaltungsebenen über einen geschützten Zugang zur Verfügung. Ein auf die Feuerwehr und Ersteinsatzkräfte zugeschnittener Datenbestand zu Gefahrstoffen wird als App (Android und IOS) angeboten und erfreut sich eines großen Zuspruchs.

Die bestehende hochwertige Datenbasis soll in einem neuen Bund - Länder Projekt unter dem Dach der Verwaltungsvereinbarung zur Kooperation bei Konzeptionen und Entwicklungen von Software für Umweltinformationssysteme (VKoopUIS) ab Januar 2016 qualitativ weiter entwickelt werden. Um dies zu realisieren wird ein IT-Fachkonzept erstellt, das die Grundlage für ein innovatives und robustes Informationssystem zu Chemikalien des Bundes und der Länder mit spezifischen Modulen für die Aktualisierung, Auswertung und Recherche sein wird.

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