Es gibt Bestrebungen, die anthropogene Klimaerwärmung durch bewusste und zielgerichtete, meist in großem Maßstab durchgeführte Eingriffe in das Klimasystem abzumildern. Diese Maßnahmen bezeichnet man als Geo-Engineering bzw. "Climate Engineering". Sie bergen viele Risiken und ihre Wirksamkeit ist bisher nicht erwiesen. Sie können die notwendige Reduktion von Treibhausgasen deshalb keinesfalls ersetzen.
Da die Ozeane die größte und wichtigste Kohlenstoffsenke unseres Planeten sind und ungefähr 50 mal so viel Kohlenstoff wie die Atmosphäre aufnehmen, zielen viele Geo-Engineering-Vorschläge darauf ab, diese Kohlenstoffsenke zu nutzen.
Marine Geo-Engineering-Methoden, die gegenwärtig diskutiert werden, umfassen z. B. die Ozeandüngung , die Ozeankalkung und die Versenkung von Ernteabfällen. Innerhalb dieser Methoden nimmt die Ozeandüngung eine gewisse Sonderstellung ein, da diese Methode bereits in der Praxis erforscht wurde und Aspekte wie Wirksamkeit und Risiken bereits bewertet werden können.
Ozeandüngung
Algenblüten fixieren CO2, welches nach Absterben der Blüte und durch Absinken zum Meeresgrund und dortiger (Zwischen-)lagerung dem „System“ zeitweilig entzogen wäre. Die Idee, mit Eisendüngung in den Ozeanen den Anstieg der CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre aufzuhalten, ist nicht neu.
Anfang der 1990er-Jahre hat der US Ozeanograf John Martin festgestellt, dass in großen Regionen der Weltmeere fast keine einzelligen Algen (Phytoplankton) zu beobachten sind, obwohl die Makronährsalze Stickstoff und Phosphat in ausreichendem Maß vorhanden waren. Es stellte sich heraus, dass in diesen "paradoxen" Zonen ein für die Algen essentielles Mikronährsalz, das Eisen, fehlt und dadurch mögliche Blüten von einzelligen Algen (Phytoplankton) im Meer begrenzt wurden oder ausbleiben.
Seit dieser Beobachtung sind dreizehn Meeresexpeditionen durchgeführt worden, um mit Düngungsexperimenten die „Eisenhypothese“ zu überprüfen. Drei dieser Experimente, Eisenex (2000), EIFEX (2004) und LOHAFEX (2009) wurden vom Alfred-Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Kooperation mit wissenschaftlichen Institutionen anderer Länder durchgeführt. Während die Ozeandüngungsexperimente hinsichtlich des wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns durchaus erfolgreich waren, zerschlug sich der auf theoretischen Studien basierende Enthusiasmus hinsichtlich des Potenzials der CO2-Speicherung recht schnell.
Es ließ sich zwar nachweisen, dass durch Eisendüngung Algenblüten erzeugt werden, aber das Algenwachstum wurde schnell durch Lichtmangel oder das Fehlen anderer Nährstoffe limitiert, so dass die Blüten nur von kurzer Dauer waren (Abb. 2). Es ist auch ungeklärt, ob die absinkenden Algenmassen überhaupt Tiefen erreichen, in denen der darin gespeicherte Kohlenstoff über längere Zeiträume festgelegt wäre.
In einigen Experimenten hat sich gezeigt, dass ein großer Teil der Algen sehr schnell von Ruderfußkrebsen gefressen und ein anderer Teil durch Bakterien bereits in den obersten Wasserschichten mineralisiert wurde. Nur eine Studie konnten bisher einen Nettoexport von Kohlenstoff in die Tiefe nachweisen. So sanken im EIFEX Experiment im Südozean über 50% der Kieselalgenblüte in >1000m ab und nur 11% wurden remineralisiert (Smetacek et al. 20012). Die optimistische theoretische Annahmen über das Potenzial der Ozeandüngung als Klimaschutzmaßnahme (Entfernung von 1 Gt Kohlenstoff pro Jahr aus der Atmosphäre, entspricht ungefähr 12% der anthropogenen CO2-Freisetzung) konnte bisher nicht bestätigt werden.
Zusätzlich zur in Frage stehenden Wirksamkeit sind unkalkulierbare sowie schädliche Auswirkungen auf die Meeresumwelt sehr wahrscheinlich, denn mit Ozeandüngung wird massiv in biogeochemische Kreisläufe und die sehr komplexe Struktur und Funktion mariner Ökosysteme eingegriffen.
Auswirkungen der Ozeandüngung auf das Ökosystem
Viele dieser Auswirkungen können heute noch nicht bewertet werden, da die bisherigen Experimente zu kleinskalig waren (bis zu 300 km 2 ) und nicht lange genug andauerten (< 40 Tage), um solche Effekte nachzuweisen. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass eine großflächige intensive Ozeandüngung zu Effekten führen wird, die denen der Eutrophierung (Überdüngung) ähneln, ein gut untersuchtes Phänomen, dass in Meeresgewässern durch übermäßige Nährstoffzufuhr auftritt.So bedingt z. B. eine Akkumulation abgestorbener Algenbiomasse Sauerstoffmangel in der Wassersäule und am Meeresboden, bis hin zum Erstickungstod von Organismen. Darüber hinaus führt Sauerstoffmangel in den Sedimenten zur Produktion sehr potenter Treibhausgase wie Lachgas und Methan, die den Effekt der CO2-Reduktion auf das Klima aufwiegen könnten und deshalb in der Klimabilanz der Ozeandüngung berücksichtigt werden müssen.Die Experimente haben auch gezeigt, dass die Ozeandüngung giftige Algenarten fördern kann, die durch die Toxinbildung unerwünschte negative Auswirkungen auf Meereslebewesen wie Fische und die menschliche Gesundheit haben können (durch Genuss von Muscheln und Fisch). Schließlich sind auch potenzielle Effekte in Ozeangebieten zu erwarten, die über die Meeresströmungen mit Wassermassen aus der gedüngten Region versorgt werden, denn diesen Wassermassen wurden bereits für das Algenwachstum essentielle Nährstoffe entzogen („nutrient robbing“).Auch der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung zu Globalen Umweltveränderungen (WBGU) nimmt in seinen Gutachten von 2006 (Sondergutachten „Zukunft der Meere“) und 2003 (Hauptgutachten „Energiewende zur Nachhaltigkeit“) deutlich von der Eisendüngung Abstand. Der WBGU sagt: „Zum einen ist die erwartete Größenordnung der Mengeneffekte wohl eher gering [...] und es gibt Zweifel an der ausreichenden Langfristigkeit der Speicherung [...]. Zum anderen sind die Risiken einer großskaligen Eisendüngung im Hinblick auf die mittelbaren Folgen für die Meeresökosysteme schwer abzuschätzen.“
Rechtliche Vorgaben
Ausgehend von einer von privatwirtschaftlicher Seite geplanten Meeresdüngungsaktivität haben die Vertragsstaaten im Oktober 2008 den politisch sehr bedeutsamen Beschluss gefasst, dass Forschungsmaßnahmen im Bereich der Meeresdüngung weiterhin erlaubt sein sollen, alle anderen Maßnahmen, insbesondere solche kommerzieller Natur, hingegen verboten sind.
2013 haben die Vertragsstaaten von London Protokoll im Konsens rechtlich verbindliche Vorschriften zur Kontrolle des marinen Geo-Engineering verabschiedet. Diese Vorschriften betreffen vor allem die Meeresdüngung. Analog zu dem Beschluss von 2008 sind kommerzielle Aktivitäten zur Düngung der Meere verboten. Grundsätzlich zulässig bleiben aber entsprechende Forschungsvorhaben. Diese müssen aber im Vorfeld daraufhin überprüft werden, ob die Experimente wissenschaftlich erforderlich sind und von ihnen unvertretbare Umweltauswirkungen ausgehen. Die Prüfungsanforderungen ergeben sich aus dem ebenfalls beschlossenen Annex 5. Die neuen Vorschriften erlauben es des Weiteren, in der Zukunft weitere Typen von marinen Geo-Engineering-Maßnahmen der staatlichen Kontrolle zu unterstellen, wenn sich das als erforderlich erweisen sollte.
Das gleichfalls 2013 beschlossene Bewertungskonzept („Assessment Framework“) für die Prüfung von Forschungsvorhaben setzt spezifische Anforderungen für die oben angesprochene Prüfung für Meeresdüngungsprojekte hinsichtlich der wissenschaftlichen Qualität und möglicher nachteiliger Umweltauswirkungen. Wirtschaftliche Interessen dürfen nach dem „Assessment Framework“ die Ausrichtung des Forschungsvorhabens nicht beeinflussen. Im Vorfeld von Forschungsaktivitäten sind andere Staaten und Interessierte zu konsultieren.
Die neuen Vorgaben nach London Protokoll sind noch nicht in Kraft getreten, da sie nicht von genügend Staaten ratifiziert worden sind (zwei Drittel der Vertragsstaaten). Deutschland hat die notwendigen Änderungen des nationalen Rechts im Herbst 2018 beschlossen. Sie werden im Juni 2019 in Kraft treten.
Ozeankalkung
Ozeankalkung hat das Ziel, den pH-Wert des Meereswassers zu erhöhen, so dass mehr CO2 aus der Luft gebunden werden kann. Dies kann z. B. durch die Zugabe von Kalziumoxid erreicht werden. Dazu müsste Kalziumoxid zunächst an Land durch die thermische Zersetzung (Erhitzung auf 850ºC) von Kalkstein gewonnen werden. Ein Prozess, der viel Energie und Wasser benötigt und zudem Kohlendioxid freisetzt. Grobe Schätzungen zeigen, dass 1,5 km3 Kalkstein 1 Gt CO2 im Ozean festlegen könnten. Es würde aber 750 Jahre dauern, bis der gegenwärtige CO2-Gehalt der Atmosphäre auf natürliche Konzentrationen abgesenkt wäre, vorausgesetzt, dass pro Jahr 1 km3 Kalkstein abgebaut wird (Borel 2008). Logistisch würde die Ozeankalkung einen enormen Aufwand darstellen, da sehr große Mengen an Kalkstein abgebaut und transportiert werden müssten. Befürworter der Methode argumentieren, dass durch die Kalkung auch die durch den Klimawandel bedingte Ozeanversauerung gemildert werden könnte. Dies ist jedoch gleichfalls fraglich, da eine lokale Kalkung den pH-Wert nur in einem begrenzten Gebiet ansteigen lässt. Ferner könnte das extrem basische Wasser bei der Einbringung sogar Meeresorganismen schädigen. Kritiker halten schon den Ansatz für unplausibel, da die lokale Einbringung von Kalziumoxid das Meerwasser so basisch machen würde, dass es wahrscheinlich sofort zur Ausfällung von Kalziumkarbonat käme. Selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, argumentieren Wissenschaftler, dass die im Ozean gebundene Menge an CO2 die Menge, die bei der Zersetzung des Kalksteins frei wird, nicht wesentlich übersteige und damit der gesamte Prozess eher zusätzliches CO2 produzieren würde.
Kalk müsste also in erheblichen Mengen ins Meer einbracht werden, um eine nennenswerte Erhöhung des Kalkgehaltes im Meerwasser zu erreichen. Da aber das Oberflächenwasser der Ozeane mit Kalk übersättigt ist, würde dies zu keiner beschleunigten Lösung von CO2 im Meerwasser führen. Eine Untersättigung mit Kalk liegt erst in Tiefen von mehreren tausend Metern vor. Dort ist aber bisher nur wenig anthropogenes CO2 angekommen. Das befindet sich größtenteils noch in den oberen Ozeanschichten und wird erst in 1.000-2.000 Jahren über die gesamte Wassersäule verteilt sein. Langfristig (in 10.000 und mehr Jahren) wird genau diese Reaktion den größten Teil des anthropogenen CO2 binden. Dafür ist der natürliche Kalkgehalt in den Meeren ausreichend (es sei denn, die globale CO2 -Produktion übersteigt 5.000 Gt C). Darüber hinaus wären die negativen Auswirkungen einer Kalkung auf die marinen Ökosysteme zu berücksichtigen. Das Lichtklima der Meere würde sich durch gewaltige Trübungszonen verändern, in denen Photosynthese betreibende Pflanzen nicht mehr wachsen könnten. Dies hätte Auswirkungen auf die Nahrungsnetze, die Fischereierträge und den globalen CO2-Haushalt, da dann weniger Phytoplankton verfügbar wäre und weniger CO2 gebunden werden könnte.
Versenkung von Ernteabfällen
Es wird vorgeschlagen, bis zu 30 % der Ernteabfälle (z. B. Stroh), von den Äckern zu entfernen, auf Schiffe zu verladen und an Stellen, wo der Ozean mehr als 1.000-1.500 m tief ist die mit Steinen beschwerten Ballen zu versenken. In diesen großen Ozeantiefen erfolgt die Zersetzung des organischen Materials nur sehr langsam aufgrund der Kälte, des Sauerstoffmangels und dem Fehlen von bakteriellen Enzymen zum Zelluloseabbau. Nimmt man an, dass 92 % des in den Ernteabfällen enthaltenen CO2 in der Tiefe festgelegt wird, könnten ungefähr 15 % der jährlichen globalen Zunahme des CO2-Ausstoßes (0,6-0,9 Gt) durch diese Methode aus der Atmosphäre entfernt werden. Es müsste aber gewährleistet werden, dass durch den Transport der Ernteabfälle nicht mehr CO2 entsteht als letztendlich im Meer festgelegt wird.
Über die ökologischen Auswirkungen dieser Methode kann nur spekuliert werden, da Tiefseeprozesse weitgehend unerforscht sind, jedoch sind negative Auswirkungen dieser Methode auf die komplexen Meeresökosysteme sehr wahrscheinlich, selbst wenn Ernteabfälle nur dort deponiert werden, wo bereits durch natürliche Prozesse terrestrische Biomasse in größeren Meerestiefen abgelagert wird (z. B. vor großen Flussmündungen). Offen bleibt, ob Zersetzungsprozesse zur Freisetzung schädlicher Stoffe (Faulgase, Treibhausgase) führen und die Meeresorganismen in einer größeren Region signifikant beeinträchtigen können, mit unvorhersehbaren Folgen auch für den Menschen. Sollten sich die Ballen von ihrem Anker lösen und an die Oberfläche treiben, kommt es durch Zersetzungsprozesse zur Freisetzung des gebundenen CO2. An Land würden durch das Entfernen der Ernteabfälle von den Äckern den Böden wichtige Nähr- und Spurenstoffe entzogen.
Stellungnahme des Umweltbundesamtes zur Ozeandüngung
Im Umweltschutz und damit auch im Meeresschutz verfolgt das Umweltbundesamt generell den umweltpolitischen Ansatz, dass Emissionen, Einträge und Verluste von Stoffen, die in den Meeren unerwünscht sind, an den Quellen zu reduzieren oder zu vermeiden sind.
Politikansätze, die eine zusätzliche Ausbringung von Stoffen in die Meere, und sei es zur "Fällung" anderer Stoffe oder Verbindungen oder zur ökologischen „Manipulation“, vorsehen, werden abgelehnt oder sehr kritisch gesehen, da sie von dem aus unserer Sicht vorrangigen Bemühen, quellenbezogen zu arbeiten, abgehen und viele Unwägbarkeiten enthalten.
Die derzeitigen Forschungsergebnisse begründen erhebliche Zweifel, ob die Meeresdüngung eine effektive Maßnahme zur Bekämpfung des Klimawandels darstellt. Gegenwärtig gibt es keine wissenschaftlich belastbaren Erkenntnisse, die belegen, dass die Eisendüngung in der Lage ist, den atmosphärischen CO2-Gehalt in einem für das Klima relevanten Ausmaß zu reduzieren.
Des Weiteren bestehen für alle bisher entwickelten Methoden erhebliche Zweifel an der ausreichenden Langfristigkeit der Speicherung und an der Effizienz der Methoden. Das UBA hält unkalkulierbare und schädliche Auswirkungen einer Ozeandüngung für sehr wahrscheinlich, da sie in die teilweise sehr komplexen marinen Nahrungsnetze eingreift und empfiehlt daher, bei zukünftigen Experimenten die Wirkung der Ozeandüngung auf tiefere Wasserschichten, auf die Sedimente und bodenlebenden Organismen und auf die Fischerei zu untersuchen. Darüber hinaus setzt sich das UBA für eine staatliche Kontrolle mit Genehmigungspflicht von Forschungsaktivitäten zur Meeresdüngung ein.
Das Positionspapier des Umweltbundesamtes mit dem Titel „Ist die Ozeandüngung zur Bekämpfung des Klimawandels geeignet?“ enthält einen detaillierten Überblick zum Thema Ozeandüngung und eine ausführliche Stellungnahme.
Umweltbundesamt-Position zum marinen Geo-Engineering
Derzeit werden die oben skizzierten Methoden des marinen Geo-Engineerings und andere Geo-Engineering-Methoden als Optionen zur Bekämpfung des Klimawandels kontrovers diskutiert. Aus Sicht des Umweltbundesamtes stellen Geo-Engineering-Maßnahmen auf absehbare Zeit keine Alternative zu Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen – den beiden Säulen des klassischen Klimaschutzes – dar.
Die Anwendung von Geoengineering-Maßnahmen könnte zu einem Paradigmenwechsel in dreifacher Hinsicht führen, den das Umweltbundesamt im Grundsatz ablehnt. Erstens zu der Annahme, der Mensch wäre in der Lage, globale Umweltprozesse zu verstehen und zu steuern, zweitens zu der Einschätzung, Geo-Engineering könnte Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen ersetzen und drittens zu dem Kurswechsel, grundsätzliche Konzepte des Umweltvölkerrechts wie die Minderung des Schadstoffeintrags in die Umwelt an den Quellen über Bord zu werfen.
Geo-Engineering-Maßnahmen erscheinen attraktiv, weil eine technische Lösung des Klimaproblems ein „Weiter so“ suggeriert und internationale Verhandlungen sowie Anstrengungen zur Emissionsvermeidung überflüssig machen könnte. Die meisten Geo-Engineering-Maßnahmen befinden sich noch im Stadium theoretischer Überlegungen. In der Regel können daher weder eindeutige Aussagen über die Wirksamkeit und den Zeitpunkt der Einsetzbarkeit gemacht, noch können die Risiken und Nebenwirkungen valide abgeschätzt werden. Die verschiedenen Geo-Engineering-Maßnahmen unterscheiden sich erheblich mit Blick auf ihre Risikodimensionen, ihre Beherrschbarkeit und Reversibilität. Daher muss jeder Vorschlag für sich anhand bestimmter Kriterien bewertet werden.
Maßnahmen zur CO2 Entnahme aus der Atmosphäre, die ergänzend zu den dringend notwendigen Maßnahmen durchgeführt werden, werden verstärkt diskutiert. Der IPCC-Sonderbericht vom Herbst 2018 macht deutlich, dass zur Erreichung des 1,5 Grad-Ziels voraussichtlich Maßnahmen erforderlich sein werden, mit denen CO2 aus der Atmosphäre entnommen werden kann. Ein intensiv diskutiertes Beispiel ist BECCS, also die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen zur Energieerzeugung in Verbindung mit der CO2 Abscheidung und Speicherung in der Biosphäre.
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