Herkunftsnachweise für erneuerbare Energien

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Was ist das Herkunftsnachweisregister?

Dies erläutern wir Ihnen in einem kurzen Film.

FAQ

  • Was unterscheidet einen Herkunftsnachweis von einem Ökostromlabel?

    Ein Herkunftsnachweis besagt, dass eine Megawattstunde (MWh) Strom aus einer Anlage, die erneuerbare Energie erzeugt, ins Stromnetz eingespeist wurde. Also: Der Herkunftsnachweis sagt, dass Strom aus erneuerbaren Energien stammt.Ein Ökostromlabel ist ein Qualitätssiegel. Es enthält mehrere Informationen. Das Label garantiert dass der Strom, den ein Elektrizitätsversorger seinen Endkunden liefert –… weiterlesen

  • Belegen die Herkunftsnachweise, dass Ökostrom aus der Steckdose fließt?

    Nein, Herkunftsnachweise besagen nicht, dass der Strom, den Sie physikalisch gesehen verbrauchen, tatsächlich in einer Erneuerbare-Energien-Anlage produziert wurde. Es liegt in der physikalischen Eigenschaft von Strom, immer den kürzesten Weg zu nehmen. Der Gegenwert des Herkunftsnachweises, eine Megawattstunde Strom aus erneuerbaren Energien, wurde erzeugt und fließt in den allgemeinen „Stromsee“… weiterlesen

  • Wie funktioniert das Herkunftsnachweisregister?

    Das Herkunftsnachweisregister (HKNR) ist ein elektronisches Register und vergleichbar mit einem Online-Banking System. Nutzer des Registers melden sich über ein Online-Portal an und verwalten ihre Herkunftsnachweise über eine Kontoansicht. Im HKNR verwaltet das Umweltbundesamt den gesamten Lebensweg des Herkunftsnachweises. Es stellt die Herkunftsnachweise aus, überträgt, importiert, exportiert un… weiterlesen

  • Was ändert sich für mich als Stromkunde durch Herkunftsnachweise?

    Mit den Herkunftsnachweisen können Sie sich sicher sein: Die Strommenge aus erneuerbaren Energien, die Ihnen Ihr Energieversorger als Ökostrom liefert, wurde tatsächlich erzeugt und Ihnen und niemandem anderem verkauft. Bisher ließ sich nicht sicher ausschließen, dass der Stromerzeuger durch verschiedene Zertifikate dieselbe Menge „Ökostrom“ mehrfach vermarktet hat bzw. dieselbe Menge an Ökostrom… weiterlesen

  • Leisten Herkunftsnachweise einen Beitrag zur Energiewende?

    In Deutschland fördert das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) den Ausbau der erneuerbaren Energien und bringt damit die Energiewende entscheidend voran. Das EEG garantiert den Anlagenbetreibern eine feste Vergütung für den produzierten Strom über 20 Jahre und fördert somit die Investition in neue Erneuerbare-Energien-Anlagen. Diese Vergütung wird in Form eines Umlageverfahrens (EEG-Umlage) auf alle… weiterlesen

  • Welche Funktion und welchen Zweck erfüllen Herkunftsnachweise?

    Herkunftsnachweise dienen in erster Linie dem Verbraucherschutz. Einerseits kann der Elektrizitätsversorger mit dem Erwerb des Herkunftsnachweises seinen Strom mit der Eigenschaft „produziert aus erneuerbaren Energien“ versehen. Andererseits garantieren sie dem Stromverbraucher, dass die entsprechende Menge Strom aus erneuerbarer Energie in das Netz eingespeist wurde.Weiterhin schließen die Nachwe… weiterlesen

  • Warum gibt es das Herkunftsnachweisregister im Umweltbundesamt?

    Das Umweltbundesamt richtet das Herkunftsnachweisregister ein, um die Vorgaben der EU-Richtlinie 2009/28/EG in Deutschland umzusetzen. Gemäß Art. 15 dieser Richtlinie müssen die Mitgliedstaaten ein elektronisches Register für Strom aus erneuerbaren Energien errichten. Diese Aufgabe überträgt das Erneuerbare-Energien-Gesetz dem Umweltbundesamt (§ 55 EEG).Das Umweltbundesamt ist dafür zuständig, Her… weiterlesen

  • Verhindern Herkunftsnachweise „Greenwashing“?

    Herkunftsnachweise und ihre Nutzungsmöglichkeit können nicht verhindern, dass Elektrizitätsversorger behaupten, Ökostrom an ihre Kunden zu liefern, obwohl sie lediglich Strom aus Atomkraft- oder Kohlekraftwerken liefern und diesen mit Hilfe von zusätzlich eingekauften Herkunftsnachweisen als „Grünstrom“ deklarieren.Das Umweltbundesamt bietet deshalb mit der so genannten „optionalen Kopplung“ die N… weiterlesen

  • Welche Angaben enthält der Herkunftsnachweis?

    Ein Herkunftsnachweis muss mindestens die folgenden Angaben enthalten:die Kenndaten zur Erzeugungsanlage (Art, Typ, Standort, Leistung, Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage, Beginn und Ende der Stromerzeugung)die erzeugte Strommenge (in Megawattstunden)die Art und der Umfang von Förderungen, die die Anlage bei ihrer Errichtung oder der Strom bei seiner Produktion erhalten hatdas Ausstellungsdat… weiterlesen

  • Was ist ein Herkunftsnachweis?

    Der Herkunftsnachweis ist ein elektronisches Dokument und funktioniert wie eine Geburtsurkunde. Er bescheinigt, wie und wo Strom aus erneuerbaren Energien produziert wurde. Gleichzeitig sorgt dieses Dokument dafür, dass diese Qualität nur einmal verkauft werden kann. Der Herkunftsnachweis hilft also den Erzeugern von Strom aus erneuerbaren Energien. Sie können sich für ihre produzierte und ins Net… weiterlesen

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Der Marktanteil an Ökostromprodukten ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen darauf vertrauen können, dass der erworbene Ökostrom tatsächlich aus erneuerbaren Energien gewonnen wurde. Herkunftsnachweise machen die Herkunft des Stroms aus erneuerbaren Energien transparent. Sie bieten Verbraucherinnen und Verbrauchern damit die notwendige Verlässlichkeit.

Herkunftsnachweise und Register

Die verpflichtende Stromkennzeichnung des Energieversorgers (nach § 42 EnWG) liefert den Endkundinnen und Endkunden wichtige Informationen zu ihrem Strom. Seit Januar 2013 darf ein Energieversorger Strom nur dann als solchen aus erneuerbaren Energien (EE) kennzeichnen und auf der Stromrechnung ausweisen, wenn er für die gelieferte Menge EE-Strom auch Herkunftsnachweise im Herkunftsnachweisregister entwertet hat. Damit wird die Stromkennzeichnung verlässlicher, und eine Doppelvermarktung wird ausgeschlossen.

Informationen für Energieversorger

Die detaillierten Regelungen für den Registerbetrieb finden Sie in der Herkunftsnachweis-Durchführungsverordnung (HkNDV). Für die Teilnahme am Register fallen Gebühren an. Informationen hierzu finden Sie in der Herkunftsnachweis-Gebührenverordnung.
Sie können sich im HKNR registrieren. Da zur Identifizierung ein PostIdent-Verfahren erforderlichen ist, nimmt die Registrierung bis zu Ihrer Freischaltung und Kontoeinrichtung mehrere Werktage in Anspruch. Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihren Planungen. Für die Registrierung als natürliche oder juristische Person rufen Sie die Startseite des Herkunftsnachweisregisters auf.

Führen Sie folgende Schritte durch und halten Sie diese Unterlagen bereit:

  • Sie geben alle wichtigen Daten der natürlichen oder juristischen Person ein.
  • Sie drucken den Coupon für das PostIdent-Verfahren aus und gehen damit zu einer beliebigen Postfiliale zwecks Identifizierung.
  • Sie laden ein Scan des Handelsregisterauszugs/der Handelsregisterauszüge hoch.
  • Ggf. Herunterladen, Ausfüllen und Hochladen der Bevollmächtigung für Kontoinhaber / Bevollmächtigung für Dienstleister.

Eine Kurzanleitung mit näheren Informationen zur Registrierung, ist ebenfalls auf der Startseite des Herkunftsnachweisregisters abrufbar.

Das Schema zeigt die Schritte zur Stromkennzeichnung mit Herkunftsnachweisen: von der Registrierung der Akteure und Anlagen über die Ausstellung der Nachweise, den Start des internationalen Handels 2013 bis hin zur verpflichtenden Stromkennzeichnung 2014
Schritte zur Stromkennzeichnung mit Herkunftsnachweisen
Quelle: Umweltbundesamt

Informationen für Netzbetreiber

Das Herkunftsnachweisregister im UBA (HKNR) bezieht die Daten zur Stromerzeugung von den Netzbetreibern. Der Start der Kommunikation geht dabei immer vom HKNR aus; die Netzbetreiber müssen nicht von sich aus aktiv werden und liefern dem HKNR keine Daten ohne ausdrückliche Anforderung. Der Ablauf, wie die Kommunikation mit den Netzbetreibern aufgebaut wird, kann unter Downloads für Netzbetreiber nachgelesen werden. Das UBA verwendet für die Erstkontaktaufnahme mit den Netzbetreibern die Daten aus der BDEW-Codenummerndatenbank.

Ergänzende Informationen zur Umsetzung des HKNR-AHB (festgesetzt von der Bundesnetzagentur mit Mitteilung Nr. 33 vom 02.04.2012, verbindlich ab dem 01.10.2012, abrufbar unter www.edi-energy.de; eine überarbeitete Fassung 2.0a wird zum 01.10.2013 in Kraft treten) sowie der Prozessbeschreibung können als FAQs unter „Häufige technische Fragen zum HKNR“ sowie als Prozessablaufdiagramme unter Downloads für Netzbetreiber heruntergeladen werden.

Die Daten des HKNR für den Austausch von EDIFACT-Nachrichten mit den Netzbetreibern lauten:

GLN: 4399902157025
E-Mail: edifact(at)hknr.de

Gesetzgebung zum Herkunftsnachweisregister

Das Herkunftsnachweisregister wurde am 1. Januar 2013 in Betrieb genommen. Die Herkunftsnachweis-Durchführungsverordnung trat am 21. Oktober 2012 in Kraft. Die Herkunftsnachweis-Gebührenverordnung trat am 31. Dezember 2012 in Kraft.

Gesetze

Der § 55 Absatz 4 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes regelt gemeinsam mit der Verordnung über Herkunftsnachweise für Strom aus erneuerbaren Energien (Herkunftsnachweisverordnung – HkNV) vom 28. November 2011, die am 8. Dezember 2011 im Bundesgesetzblatt (BGBl. I, 2447) veröffentlicht wurde, die Einrichtung des Herkunftsnachweisregisters im Umweltbundesamt. Für Fragen und weitere Informationen wenden Sie sich an das Herkunftsnachweisregister.

Anerkennung ausländischer Herkunftsnachweise

Juristische und energiewirtschaftliche Untersuchung zu Herkunftsnachweisen einzelner Staaten

Herkunftsnachweise für Strom aus erneuerbaren Energien sollen international handelbar sein. Welchen Standards die Herkunftsnachweise hierzu genügen müssen, steht im Artikel 15 der EU-Richtlinie 2009/28/EG. So müssen zum Beispiel das Ausstellungsdatum und die Energiequelle angegeben sein. Doch nicht alle Kriterien sind schnell und eindeutig überprüfbar. Deshalb ließ das UBA für ausgewählte Staaten klären, ob Herkunftsnachweise aus diesen Ländern grundsätzlich anerkennungsfähig sind. Diese juristische und energiewirtschaftliche Untersuchung erfolgte durch Becker Büttner Held Rechtsanwälte (BBH) und das Öko-Institut e. V. in einem Forschungsvorhaben im Auftrag des Bundesumweltministeriums.

Die Ergebnisse für die einzelnen Staaten sind in englischen Kurzzusammenfassungen veröffentlicht. Das UBA weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Kurzzusammenfassungen keine Aussage darüber treffen, ob für künftige Anträge auf Anerkennung von Herkunftsnachweisen aus den betreffenden Staaten die Anerkennungsfähigkeit gegeben ist. Vielmehr wird das UBA wie bisher seiner gesetzlichen Verpflichtung nachkommen, die Anerkennungsfähigkeit von Herkunftsnachweisen aktuell und einzelfallbezogen zu prüfen. Die Ergebnisse der Gutachten werden in diese Prüfungen einfließen.

Alle weiteren Staaten, die nicht für die Anerkennungsprüfung ausgewählt wurden, werden vom Umweltbundesamt selbst geprüft. Die Ergebnisse werden nicht auf dieser Website veröffentlicht. Die Nichterwähnung eines Staates bedeutet also nicht, dass das UBA dessen Herkunftsnachweise nicht anerkennt.

Ergebnisse des Forschungsprojektes

Zusammenfassung Abschlussbericht des Forschungsprojektes

Antragsformulare zur Anerkennung nach Art. 15 (9) 2009/28/EC

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  • Unterlagen zur Fachtagung am 21./22. April 2015

    Am 21. und 22. April 2015 fand im Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau die dritte Fachtagung des Herkunftsneiweisregisters statt.

    zu den Vorträgen und Workshop-Ergebnissen

  • Labelgespräch 27. Juni 2014

    Am 27. Juni 2014 führte das Herkunftsnachweisregister mit Vertretern von Labelorganisationen, Ökostromhändlern, Umweltgutachtern und beteiligten Fachgebieten aus dem Umweltbundesamt einen Workshop zu Zusatzangaben und Labels für Ökostrom als Inhalt der Herkunftsnachweise (HKN) durch. Die rund 20 Teilnehmenden diskutierten am Vormittag über das sogenannte „Independent Criteria Scheme“ (ICS) innerhalb des European Energy Certificate System (EECS), bei dem die Labelinformation mit HKN übertragen werden können. Es wurde vorgestellt, wie das Konzept HKN inklusive ICS in der Schweiz umgesetzt ist. Weiterhin stellten Vertreter zwei der derzeit drei im EECS geführten Label vor. Vorträge und Diskussionen am Nachmittag drehten sich um die in Deutschland angebotenen Zusatzangaben auf HKN nach § 8 Absatz 2 HkNDV. Ein ausführlicher Bericht erfolgt über den Newsletter.

    Sämtliche Vorträge des Workshops

  • Unterlagen zur Fachtagung am 30. Januar 2014

    Am 30.01.2014 ludt das HKNR nach seinem ersten Jahr des Registerbetriebs zum Erfahrungsaustausch.

    zu den Vorträgen und Workshop-Ergebnissen

  • Unterlagen zu den Berliner Energietagen 2013

    Am 16. Mai präsentierte das Umweltbundesamt der Fachöffentlichkeit den gegenwärtigen Stand der Aufbauarbeiten. Dabei diskutierte man mit den circa 80 Teilnehmenden über technische Fragen ebenso wie über den Aspekt des Verbrauchschutzes. In einer Podiumsdiskussion mit Anwendern des Herkunftsnachweisregisters ging es anschließend vor allem um den Nutzen der Zusatzangaben, die das Herkunftsnachweisregister anbietet.

    Vortrag Dr. Klaus Müschen, UBA Vortrag Christof Timpe, Öko-Institut Vortrag Felix Korb, OFFIS Vortrag Michael Lenzen, CertiQ Podiumsdiskussion

  • Unterlagen zur Fachtagung am 18. Januar 2012

    Bitte beachten Sie, dass einige Themen nach der Tagung überarbeitet wurden und die Inhalte der Vorträge daher nicht mehr alle aktuell sind.
    Das Umweltbundesamt stellte der Fachöffentlichkeit am 18. Januar 2012 im Rahmen einer Tagung sein Konzept für den Betrieb des Herkunftsnachweisregisters (HKNR) für Strom aus erneuerbaren Energiequellen vor. Nach einer allgemeinen Einführung in das Thema „Herkunftsnachweisregister“ und den künftigen Registerbetrieb erörterten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus acht europäischen Staaten konkrete Inhalte und Fragen im Rahmen kleiner Workshops. Die wesentlichen Informationen aus der Tagung, stellen wir Ihnen hier zum Download bereit.

    Vorträge vom Vormittag Vorträge vom Nachmittag Der grüne deutsche Sonderweg

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