Waschmaschine

Frau entnimmt Wäsche aus der Waschmaschine.zum Vergrößern anklicken
Umweltfreundliches Waschen beginnt beim Kauf der Waschmaschine.
Quelle: kai creativ / Fotolia

Inhaltsverzeichnis

 

Unsere Tipps

  • Kaufen Sie eine Waschmaschine mit der höchsten Energieeffizienzklasse (A+++).
  • Achten Sie auf die zum Haushalt passende Trommelgröße.
  • Bevorzugen Sie ein Gerät mit hoher Schleuderzahl.
  • Entsorgen Sie Ihr Altgerät sachgerecht bei der kommunalen Sammelstelle.
  • In Mehrfamilienhäusern bietet sich die gemeinschaftliche Nutzung einer Waschmaschine an.
 

Gewusst wie

Wäsche waschen verbraucht Energie und belastet die Gewässer. Die Umweltbelastungen können schon beim Kauf durch die Wahl einer geeigneten Waschmaschine reduziert werden.

Sparsame Waschmaschine: Waschmaschinen müssen europaweit im Handel mit dem EU-Energieverbrauchsetikett gekennzeichnet werden. Die Energieeffizienzklasse A+ ist inzwischen gesetzlicher Mindeststandard. Die meisten Maschinen befinden sich in der Effizienzklasse A++ oder in der besten A+++. Das Label informiert Sie auch über den Wasserverbrauch, die Schleuderwirkung (Klasse A (gut) bis G (schlecht)) und die Geräuschentwicklung. Achten Sie darauf, dass die Maschine auch ein Kaltwaschprogramm besitzt (20°C-Programm).

Richtige Trommelgröße: Paradoxerweise werden die Haushalte kleiner und die Wäschetrommeln größer. Große Wäschetrommeln sind beim Kauf nicht nur teurer, sondern führen auch dazu, dass die Waschmaschine häufig nur teilbeladen wird. Dies macht Einsparungen wieder zunichte. Große Wäschetrommeln mit 7 kg und mehr Beladung sind deshalb meistens nur für große Haushalte sinnvoll.

Hohe Schleuderzahl: Je trockener die Wäsche aus der Waschmaschine kommt, desto weniger Energie braucht sie zum Trocknen. Dadurch sparen Sie im Winter Heizenergie (beim Trocknen auf der Wäscheleine in der Wohnung) oder Strom beim Wäschetrockner. Denn es braucht hundert Mal mehr Energie, Wasser durch Wärme aus der Wäsche zu entfernen als durch Schleudern. Deshalb sollte eine Waschmaschine mindestens eine Schleuderdrehzahl von 1.400 Umdrehungen pro Minute (Schleuderwirkungsklasse A oder B) aufweisen.

Umweltschonend Waschen:

  1. Waschen Sie möglichst nur mit voll beladener Maschine.
  2. Wählen Sie eine möglichst niedrige Waschtemperatur und ein Sparprogramm.
  3. Dosieren Sie das Waschmittel nach Empfehlung auf der Waschmittelpackung. So verringern Sie die Umweltbelastung weiter und sparen Geld.

Richtige Entsorgung: Verbraucherinnen und Verbraucher müssen nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz ihre alten Geräte bei kommunalen Sammelstellen abgeben. Dies ist für Sie kostenlos. Manche Kommunen organisieren auch die Abholung, zum Beispiel über die Sperrmüllabfuhr. Daneben gibt es teilweise auch Rücknahmeangebote der Hersteller und des Handels. Funktionstüchtige Geräte können Sie über Gebrauchtwarenbörsen oder -häuser einer weiteren Nutzung zuführen.

Was Sie noch tun können:

  • Gegen ein Aus- und Überlaufen der Waschmaschine schützt Sie eine „Wasserstopp-Garantie“ (Aqua-Stopp).
  • Beachten Sie unsere Tipps zu Wäsche waschen und Waschmittel.
Energieverbrauchskennzeichnung für Waschmaschinen
Energieverbrauchskennzeichnung für Waschmaschinen
Quelle: Europäische Kommission (Energy Labelling of Products) Etikett mit Erläuterungen (PDF)
 

Hintergrund

Umweltsituation: Etwa 80 Prozent der gesamten Umweltbelastung der Waschmaschine entstehen während ihres Gebrauchs. Die Belastungen durch Herstellung, Transport und Entsorgung der Maschine sind dementsprechend gering (Öko-Institut 2006). Energie-, Wasser- und Waschmittelverbrauch während der Nutzungsphase hängen dabei vor allem vom Nutzerverhalten ab (Waschtemperatur, Beladungsmenge, Dosierung). Nichtsdestotrotz beeinflusst auch die Waschmaschine selbst die Verbrauchswerte in der Nutzungsphase. Bei konstantem Nutzerverhalten können Energie- und Wasserverbrauch durch effizientere Technik reduziert werden.

Gesetzeslage: Waschmaschinen unterliegen im Rahmen der EU-Ökodesign-Verordnung verbindlichen Mindestanforderungen hinsichtlich ihrer Energie- und Wassereffizienz. Da es seit einigen Jahren eine rasante Verbesserung der Energieeffizienz gibt, befinden sich die meisten Maschinen in der Effizienzklasse A++ oder besser. In die Bewertung der Energieeffizienz fließen neben dem Programm für Baumwolle bei 60 °C mit voller Beladung auch die Programme Baumwolle bei 60°C mit halber Beladung und 40°C mit halber Beladung ein: Waschgänge mit niedrigeren Temperaturen werden nämlich immer häufiger genutzt, aber oft werden die Maschinen nicht immer voll beladen.

Marktbeobachtung: Der Marktanteil energieeffizienter Waschmaschinen (A++ und A+++) in Deutschland ist von 2,8 Prozent im Jahr 2008 auf 68 Prozent im Jahr 2012 gewachsen (siehe Grafik). Damit haben die energieeffizienten Waschmaschinen innerhalb von nur vier Jahren eine Marktabdeckung von zwei Dritteln erreicht.

Weitere Informationen finden Sie unter:

 

Quellen

Öko-Institut (2006): Ökobilanz und Lebenszykluskostenrechnung Wäschewaschen - Vergleich des Waschens bei durchschnittlichen Waschtemperaturen mit Waschen bei niedrigeren Waschtemperaturen (Download).

Öko-Institut (2004): PROSA Waschmaschinen: Produkt-Nachhaltigkeitsanalyse von Waschmaschinen und Waschprozessen (Download).

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 Haushaltswaschmaschine