Chemikalien / REACH

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REACH
Quelle: Umweltbundesamt

Die REACH - Verordnung (EG) 1907/2006] ist die Europäische Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe.

REACH – Was ist das?

REACH ist seit 2007 in Kraft und soll ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und die Umwelt sicherstellen. Sie soll gleichzeitig den freien Verkehr von Chemikalien auf dem Binnenmarkt gewährleisten und Wettbewerbsfähigkeit und Innovation fördern. REACH beruht auf dem Grundsatz, dass Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender die Verantwortung für ihre Chemikalien übernehmen. Sie müssen sicherstellen, dass Chemikalien, die sie herstellen und in Verkehr bringen, sicher verwendet werden. Das Kürzel „REACH“ leitet sich aus dem englischen Titel der Verordnung ab: Regulation concerning the Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of CHemicals. Die REACH-Verordnung gilt als eines der strengsten Chemikaliengesetze der Welt.

Warum REACH?

REACH baut auf den Erfahrungen des vorherigen Chemikalienrechts auf. Nach altem Recht mussten die Behörden die Sicherheit von Chemikalien prüfen. Über die meisten Chemikalien, nämlich die, die vor 1981 auf dem europäischen Markt waren, lagen keine systematisch erhobenen Informationen vor. Die Hersteller wurden erst dann verpflichtet, fehlende Informationen vorzulegen, wenn eine Stoffbewertung der Behörden Informationslücken nachwies oder Hinweise auf eine Gefährdung von Umwelt oder Gesundheit ergab. Das Verfahren stellte sich als langsam und schwerfällig heraus. Diesen Missstand soll REACH beheben. Die Hersteller und Importeure von Chemikalien müssen nun mit der obligatiorischen Registrierung Daten vorlegen und die von den Stoffen ausgehenden Risiken selbst bewerten. Es gilt: „keine Daten – kein Markt“. Das heißt, ohne Registrierung dürfen Chemikalien nicht in Verkehr gebracht werden. Die Aufgaben der Behörden sind die Unterstützung der Akteure, die Prüfung der Registrierungen und die Regulierung von Stoffen mit besonders besorgniserregenden Eigenschaften oder von Stoffen, die zu Risiken für Mensch oder Umwelt führen. Mit REACH wurden auch weitere Probleme angegangen. Es gibt nun ein Recht für Verbraucherinnen und Verbraucher, Informationen über Chemikalien in Produkten zu erhalten. Die Weitergabe von Daten innerhalb der Lieferkette ist geregelt und die Substitution besonders besorgniserregender Stoffe wird gefördert. Das Zulassungsverfahren schafft eine weitere Möglichkeit, Chemikalien zu regulieren.

REACH ist nicht nur eines der modernsten und zugleich auch strengsten Chemikaliengesetze, es ist auch ein sehr detailliertes Regelwerk.

Quelle: Umweltbundesamt

Chemikalien sind überall

Chemikalien sind überall und wir kommen täglich mit ihnen in Berührung: seien es Verpackungsmaterialien, Möbel oder Plastik-Badeschuhe. Nicht alle Chemikalien sind harmlos. Denn manche Chemikalien stehen im Verdacht krebserregend, erbgutverändernd oder fruchtbarkeitsschädigend wirken zu können. Leider sieht man das den Produkten nicht an.

Händler, Hersteller und Importeure müssen über besonders besorgniserregende Chemikalien in Produkten Auskunft geben, wenn Sie eine entsprechende Anfrage stellen - unabhängig vom Kauf. Mit dem Online-Formular auf www.reach-info.de ist eine Anfrage schnell gestellt.

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Giftige Chemikalien in Produkten entlarven

Ab sofort können Sie per Mausklick erfahren, ob besonders besorgniserregende Chemikalien in Alltagsprodukten stecken.BUND und UBA haben ein Online-Formular entwickelt, in das Sie den Strichcode des Produktes eintragen können. Die Anfrage wird dann automatisch an den Hersteller geschickt. Die Europäische Chemikalienverordnung REACH verpflichtet diesen, innerhalb von 45 Tagen kostenlos zu antworten. Wie die REACH-Anfrage genau funktioniert, erklärt Jurek Vengels vom BUND auf Green Radio.

Quelle:
Green Radio

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Gift in der Kleidung: Worauf Verbraucher achten sollten

Wer sich einen Pullover kauft, findet auf dem eingenähten Etikett zwar Informationen über die verwendeten Textilien. Über die bei der Herstellung benutzten Chemikalien steht dort allerdings nichts. Dabei werden Kleidungsstücke gefärbt, gebleicht, imprägniert, bedruckt. Einige Färbemittel gelten als krebserregend, andere Stoffe sind fortpflanzungsschädlich. Rückständ davon lassen sich noch in der fertigen Kleidung nachweisen. Green Radio hat mit Christiane Huxdorff von Greenpeace darüber gesprochen.

Quelle:
Green Radio