Ablagerungsquoten der Hauptabfallströme

Die Abfallpolitik der Bundesregierung, die sich eine weitgehende Vermeidung und Verwertung von Abfällen zum Ziel gesetzt hat, war erfolgreich. Die Abfallmenge, die abgelagert (deponiert) werden muss, ging zwischen den Jahren 2000 und 2014 von 28,7 auf 17,8 Prozent zurück. Am erfolgreichsten war diese Politik bei Siedlungsabfällen. Von ihnen mussten im Jahr 2014 nur 0,2 Prozent deponiert werden.

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Ablagerungsquoten

Die Ablagerung (Deponierung) von Abfällen ging im Zeitraum von 2000 bis 2014 von 28,7 auf 17,8 Prozent (%) des Abfallaufkommens zurück. In dieser Angabe ist die Ablagerung von „Abfällen aus Gewinnung und Behandlung von Bodenschätzen“ enthalten (bis 2008: „Bergematerial aus dem Bergbau“). Diese Abfallgruppe wird fast vollständig deponiert und macht daher den größten Teil der insgesamt deponierten Mengen aus. Bezieht man diese Abfälle nicht in die Berechnung der Ablagerungsquote ein, so wurden 2000 noch 19,1 % des Abfallaufkommens deponiert. 2014 waren es nur noch 11,2 % (siehe Abb. und Tab. „Ablagerungsquoten der Hauptabfallströme“).

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Ablagerung von Siedlungsabfällen auf Deponien

Seit Juni 2005 müssen Siedlungsabfälle vor der Ablagerung vorbehandelt werden, wenn sie die gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen für die Ablagerung (Deponierung) nicht einhalten. Das führte zu einem drastischen Rückgang der abgelagerten Siedlungsabfälle. So sank zwischen 2000 und 2014 die Ablagerungsquote der Siedlungsabfälle von 27,1 Prozent (%) auf einen Rest von nur 0,2 % nicht vorbehandlungsbedürftiger Siedlungsabfälle. Bis zum Jahr 2020 soll die Ablagerung von verwertbaren Siedlungsabfällen weitestgehend eingestellt werden. Abfälle sollen stattdessen entweder vermieden oder verwertet werden. Dazu bedarf es noch der Erarbeitung konkreter Handlungsziele sowie der Entwicklung und Weiterentwicklung entsprechender Technologien.

 

Geänderte statistische Erfassung

Bei der Interpretation der Angaben zu den einzelnen Hauptabfallströmen ist zu beachten, dass im dargestellten Zeitraum mehrere Umstellungen in der Erhebung und Zurechnung der erfassten Mengen zu Abfallarten erfolgten. Erfasst werden seit 1996 in erster Linie die bei den Betreibern von Abfallentsorgungsanlagen jeweils eingesetzten Abfallmengen.

Durch folgende Faktoren ergeben sich Einschränkungen bezüglich der Vergleichbarkeit der Daten in der hier betrachteten Periode:

  • Ab 2002: Im Jahr 2002 wurde der Europäische Abfallkatalog (EAK) durch das Europäische Abfallverzeichnis (EAV) abgelöst, was Verschiebungen innerhalb der Siedlungsabfälle sowie zwischen nicht gefährlichen und gefährlichen Abfällen zur Folge hatte.
  • Ab dem Jahr 2004 enthalten die Bau- und Abbruchabfälle keine eingesetzten Mengen an Bodenaushub, Bauschutt und Straßenaufbruch bei Bau- und Rekultivierungsmaßnahmen der öffentlichen Hand.