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Hello, World!

Was zahlen wir für die Aufbereitung unseres Trinkwassers?

text_media_right draggable_disabled Wirtschaftliche Aspekte No No

<p>Im Baustein "Reaktiver Stickstoff" des UBA-Umweltatlas erfahren Sie, was reaktiver Stickstoff ist, wie er entsteht und warum er in Deutschland zu schwerwiegenden Problemen für Umwelt und Gesundheit führt. Außerdem zeigen wir Ihnen, was die Politik unternimmt, um die Situation zu verbessern, und geben Ihnen Tipps, wie Sie selbst Ihren Stickstoff-Fußabdruck verkleinern können.</p><p>Doch nutzt uns der Stickstoffüberschuss wirtschaftlich eigentlich mehr, als dass er uns schadet? Nein! Lesen Sie hier.</p>

Auch das Grundwasser gehört zu den Ökosystemen, die durch den Stickstoffüberschuss beeinträchtigt werden. In Deutschland ist es der wichtigste Lieferant von Trinkwasser. Doch für Trinkwasser gelten strenge Nitrat-Grenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit. Ist also zu viel Nitrat im Grundwasser, muss es aufwändig aufbereitet werden, bevor es als Trinkwasser in die Wasserleitungen kommen kann.

Zwei Hände werden in einen Wasserstrahl gehalten. Im Hintergrund scheint die Sonne Sauberes Trinkwasser gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen.
Source: Aramanda / Fotolia.com

Auch kam es schon vor, dass die Nitrat-Belastung einzelner Grundwasservorkommen so hoch war, dass sie aufgegeben und neue, tiefer liegende Grundwasservorräte erschlossen werden mussten. Diese Ausweichstrategie kostet Geld, ebenso wie die biologische oder physikalisch-chemische Aufbereitung des Grundwassers.

Auch kann nicht unbegrenzt ausgewichen werden. Welche Zusatzkosten den Wasserversorgern in Deutschland entstehen, wenn ein Ausweichen nicht mehr möglich ist, wurde nun erstmals abgeschätzt: Sie liegen im dreistelligen Millionenbereich. Die Wasserrechnung einer Familie mit vier Personen stiege unter diesen Bedingungen um 32 bis 45 % beziehungsweise um bis zu 134 Euro im Jahr.

Um also künftig auf teure Aufbereitungsmaßnahmen verzichten zu können, sollten jetzt konsequent Maßnahmen zur Reduzierung der Nitratbelastung und zum vorsorgenden Gewässerschutz ergriffen werden. Trotzdem ist absehbar, dass das Trinkwasser in den besonders belasteten Regionen erst einmal teurer wird oder teuer bleibt. Denn es dauert je nach Beschaffenheit des Gesteins Jahre bis Jahrzehnte, bis Niederschlagswasser vom Boden durch die wasserungesättigten Deckschichten bis ins Grundwasser gesickert ist. Wird also beispielsweise heute weniger Dünger ausgebracht, verbessert dies die Grundwasserqualität erst in Zukunft.

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