Aussehen und Vorkommen
Das Heimchen oder Hausgrille (Acheta domesticus) ist ein Insekt und gehört zur Familie der Echten Grillen (Gryllidae). Die Tiere stammen ursprünglich vermutlich aus Afrika. Heute sind sie als typische Kulturfolger weltweit verbreitet.
Heimchen werden etwa 16 bis 20 mm lang, hinzu kommt bei den Weibchen die bis zu 15 mm lange Legeröhre. Der Körper ist braun gefärbt mit schwarzer Zeichnung auf Kopf und Halsschild. Sie haben etwa körperlange Antennen und kräftige, auffallend lange Hinterbeine (Sprungbeine). Sie besitzen zwei Paar Flügel und können fliegen, was sie aber nur selten tun. Die Männchen „singen“ indem sie den rechten Vorderflügel über den linken streichen. So versuchen sie Weibchen anzulocken und ihr Revier zu markieren.
Die Tiere pflanzen sich das ganze Jahr hindurch fort. Das Weibchen legt mit ihrer Legeröhre einige Hundert Eier in feuchte Erde, in Ritzen und Spalten oder Abfälle. Nach 8 bis 12 Wochen schlüpfen die Larven, die noch keine Flügel besitzen, und wachsen über bis zu zehn Häutungen zu geschlechtsreifen Tieren heran.
Heimchen sind nachtaktiv und verstecken sich am Tage in dunklen, feuchtwarmen Nischen. Generell bevorzugen sie Orte, an denen es feucht und warm ist, zum Beispiel in Heizungskellern, Küchen, Bädern, Wäschereien und Bäckereien. Auch Mülldeponien und lockere Kompostlager, wo die Gärung der Abfälle ihnen Wärme und genügend Sauerstoff bietet, sind beliebte Aufenthaltsorte. Sie halten sich überwiegend in Gebäuden auf, im Sommer können sie aber auch in Gärten und auf Mülldeponien gefunden werden. Heimchen sind Allesfresser mit beißend-kauenden Mundwerkzeugen, die sich von fast allen organischen Materialien ernähren.
Heimchen werden gern als Futtertiere in der Terraristik eingesetzt und daher speziell gezüchtet.