Wie beeinflusst unsere Mobilität den Stickstoffausstoß?
Table of contents
<p>Im Baustein "Reaktiver Stickstoff" des UBA-Umweltatlas erfahren Sie, was reaktiver Stickstoff ist, wie er entsteht und warum er in Deutschland zu schwerwiegenden Problemen für Umwelt und Gesundheit führt. Außerdem zeigen wir Ihnen, was die Politik unternimmt, um die Situation zu verbessern, und geben Ihnen Tipps, wie Sie selbst Ihren Stickstoff-Fußabdruck verkleinern können.</p><p>Im Themenfeld "Verkehr" erfahren Sie mehr darüber, wie und wo reaktiver Stickstoff im Verkehrsbereich entsteht, welche Möglichkeiten es gibt, den Stickstoffausstoß des Verkehrs zu senken, und wie man in Ballungsräumen und Städten mit hohen Belastungen umgehen kann.</p>
Mobile Gesellschaft
Für die meisten von uns ist Mobilität ein fester Bestandteil unseres Lebens. Ob zur Arbeitsstelle, in die Schule, zum Einkaufen oder für Freizeit und Erholung – Tag für Tag legen wir zahlreiche Wege zurück. Nach den Ergebnissen der zuletzt im Jahr 2017 durchgeführten Studie "Mobilität in Deutschland" ist die oder der Deutsche im Durchschnitt 80 Minuten pro Tag unterwegs und legt dabei insgesamt rund 40 Kilometer zurück.
Viele Faktoren beeinflussen den Stickstoffausstoß
Unser Mobilitätsverhalten ist eng mit der Stickstoffproblematik verknüpft. Ob wir einen Weg überhaupt machen, welches Verkehrsmittel wir dafür wählen, ob wir ein motorisiertes Fahrzeug langsam oder „sportlich“ fahren, ob wir zum Einkaufen zu Fuß gehen, mit dem Auto zum Supermarkt fahren oder ob wir uns unsere Einkäufe nach Hause liefern lassen – all das hat Einfluss auf den verkehrsbezogenen Stickstoffausstoß.
Tendenz: steigend
Sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr ist die Tendenz in den vergangenen Jahren eindeutig: Es werden mehr Personen und Güter über längere Strecken transportiert. Und es ist vor allem der motorisierte Verkehr auf der Straße, der diesen Zuwachs verbucht.
Die Corona-Pandemie führte im Jahr 2020 dazu, dass die Verkehrsleistung im Personenverkehr deutlich gesunken ist. Hierbei handelt es sich um eine Ausnahmesituation, die sich auch in 2021 aufgrund der anhaltenden Pandemie fortsetzen wird. Ein genereller Trend ist hieraus nicht ableitbar. Im Güterverkehr ist der Einfluss der Pandemie nicht ganz so stark ausgeprägt.